Direkt zum Inhalt
Unsplash / Kyle Ellefson
Eimsbüttel

Eimsbüttler pflanzt an der Straße – und erntet Ärger statt Lob

Ein bisschen Grün in all dem Grau kann doch nicht schaden. Dachte sich ein Anwohner der Rellinger Straße in Eimsbüttel und pflanzte fleißig. Doch da machte er die Rechnung ohne das Amt.


Es gibt so eine Art von Geschichten, die glaubt man kaum. Eine davon spielt im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel. Da entschied sich ein argloser Anwohner der Rellinger Straße zur grünen Eigeninitiative. Er besorgte kleine Bäumchen und Sträucher, verschönerte damit den Streifen zwischen Gehweg und Fahrbahn. Ein bisschen Urban Gardening im dicht geparkten Eimsbüttel könne schließlich nicht verkehrt sein. Doch! Jedenfalls wenn es nach der zuständigen Behörde geht. Deren Mitarbeiter fanden die Gärtnerei an der Straße nämlich gar nicht lustig.

Post vom Amt kommt Monate später

Entsprechende Post aus dem zuständigen Bezirksamt Eimsbüttel trudelte allerdings erst viele Monate nach dem Setzen der Pflanzen am Straßenrand ein. Als das Grün schon schön angewachsen war. Die Pflanzen seien zu entfernen, so hieß es in dem Schreiben. Andernfalls werde die Stadt das selbst besorgen. Die privat aufgestellten Blumenkübel stünden schließlich offiziell auf einer sogenannten Verkehrsfläche; zudem stellten sie Stolperfallen dar. Es habe sogar Beschwerden von Anwohnern gegeben.

Eimsbüttler Pflanzenposse vor dem Ende?

Immerhin gab es in der Eimsbüttler Pflanzenposse zuletzt eine Annäherung. Das Bezirksamt schlug dem Straßenrand-Gärtner vor, eine Patenschaft für einen nur wenige Meter entfernten Baum zu übernehmen. Ausgang offen. Eines ist auf jeden Fall klar: Grüner wird’s dadurch nicht. Denn den fraglichen Baum gibt es schließlich schon.

Schrebergärten und Urban Gardening in Hamburg

Ohne Erlaubnis buddeln? Nicht so einfach. Bei diesen Projekten könnt ihr problemlos mitgärtnern: Urban Gardening in Hamburg. Oder wie wär's vielleicht gleich mit einem Schrebergarten in Hamburg. Denn spießig war gestern!

Mehr lesen über