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Reeperbahn bei Nacht mit unheimlicher Gestalt im Vordergrund
Unsplash / Lukas Eggers
St. Pauli

5 dunkle Geheimnisse über St. Pauli, die ihr noch nicht kennt

Hamburgs Vergnügungsviertel steht für Partyspaß und wilde Nächte. Dabei birgt St. Pauli eine Reihe von düsteren Geheimnissen. Wir haben sie für euch aufgedeckt.


Die Toten in der Krypta der St. Joseph Kirche

Wer auf die hübsche Barockkirche an der Großen Freiheit blickt, ahnt nicht, was für ein dunkles Geheimnis sie verbirgt. In der Krypta der St. Joseph Kirche haben Archäologen die Überreste von rund 350 Menschen gefunden. Überreste meint: Schädel und Knochen. Indiana Jones lässt grüßen. Wer das mal live sehen will, kann die Krypta mittwochs von 12 bis 13 Uhr besichtigen. Noch ein Funfact zum Schluss: Die Ordensschwestern wohnen direkt auf dem sündigen Kiez in den Gebäuden seitlich der Kirche.

Der alte Pesthofkeller unter der Möwe

Habt ihr gewusst, dass sich unter dem Möwe Sturzflug ein geheimer Keller verbirgt? Eine steile Treppe führt von der beliebten Bar in den Untergrund, in den sogenannten Pesthofkeller. Mit der Pest hat das alte Gewölbe allerdings nichts am Hut. Seinen düsteren Namen hat der Keller durch seine Nähe zum damaligen Pesthof. Im 19. Jahrhundert wurde er als Eiskammer und Lagerraum für eine Fleischerei genutzt. In den 1930er-Jahren befand sich im Haus darüber ein NSDAP-Parteibüro und man munkelt, dass im Keller Nazigegner eingesperrt und brutal gefoltert wurden. Besuchen kann man den Keller nur am Tag des Öffentlichen Denkmals.

Das traurige Ende von Hamburgs China Town

Viele kennen die Hongkong Bar nur als erste Anlaufstelle für würzige Mexikaner. Nur die wenigsten wissen, dass die Bar mit dem bunt leuchtenden Schriftzug das letzte Überbleibsel der Hamburger China Town ist. Dahinter verbirgt sich ein sehr düsteres Kapitel in der Geschichte von St. Pauli. Am 13. Mai 1944 nämlich stürmten 200 bewaffnete Beamte unter dem Kommando der Gestapo die Wohnungen, Läden und Kneipen rund um die Schmuckstraße. Ausnahmslos alle dort lebenden Chinesen wurden verhaftet. Dieser schreckliche Akt bedeutete das Ende der Hamburger China Town.

St. Paulis bösartigste Bewohnerin

Einst, vor über 100 Jahren, wohnte auf St. Pauli eine Hexe, wie man sie sich schlimmer kaum vorstellen kann. Ihr Name: Elisabeth Wiese. Ihre Opfer: neugeborene Babys. Sie bot Müttern von unehelichen Kindern an, gegen eine Abfindung Paare im Ausland ausfindig zu machen, die die Säuglinge adoptieren sollten. In Wirklichkeit nahm sie das Geld, tötete die Babys, verbrannte sie oder warf sie in die Elbe. Sie soll außerdem versucht haben, ihren Mann zu vergiften, um an sein Geld zu kommen. Für diese grausamen Taten musste Elisabeth Wiese büßen: Am 2. Februar 1905 wurde sie hingerichtet.

Geheimer Zugang von der Ritze ins Bordell

Der kultige Kneipe Ritze war ursprünglich nicht mehr als ein Klohaus – für das benachbarte Bordell. Heute befinden sich die Toiletten im Bordell selbst und aus den alten sanitären Anlagen wurde die berühmte Kneipe. Offiziell existiert heute kein Zugang zum Freudenhaus mehr. Gerüchten zufolge gibt es ihn aber immer noch…

Noch mehr Gänsehaut: Orte des Grauens in Hamburg

Euch vom Hamburg Dungeon zu erzählen, wäre viel zu einfach. Der echte Horror verbirgt sich an diesen Orten des Grauens in Hamburg.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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