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Bananenbrot
Unsplash / Anfal Shamsudeen
Hamburg

10 Dinge, die wir Hamburger nach Corona besser können

Das Jahr ist definitiv nicht einfach. Dennoch kann man der Pandemie auch einige gute Dinge abgewinnen. Glaub ihr nicht? Hier kommen 10 Dinge, die wir Hamburger nach Corona besser können.


Bananenbrot backen

Wir wissen nicht wieso, aber in den vergangenen Quarantäne-Monaten wurde Bananenbrot gebacken, wie nie zuvor. Auch die Hamburger hat es erwischt. Doch wer hat damit angefangen? Wieso wurde in der Hansestadt ausgerechnet Bananenbrot gebacken und keine Franzbrötchen? Und gab es, nebst Klopapier, auch einen Bananen-Lieferengpass? Fragen über Fragen. Was wir aber mit Sicherheit wissen ist, das unser Bananenbrot jetzt mindestens genauso gut schmeckt, wie das von elbgold!

Uns vor der Kamera inszenieren

Okay zugegeben, das betrifft jetzt natürlich nicht nur uns Hamburger. Aber auch wir haben mit der Zeit und nach diversen Video-Meetings gelernt, uns vor der Kamera so richtig in Szene zu setzen. Wir wissen nun genau, in welchem Kamerawinkel das Doppelkinn verschwindet, wie weit das Rollo hoch muss, um perfekten Lichteinfall zu haben und wie wir uns hinsetzen müssen, damit niemand die Schlafanzughose sieht.

Zeit mit Familie und Freunden wieder mehr schätzen

Es ist wohl die wichtigste Lektion, die wir während der Quarantäne gelernt haben: Zeit mit der Familie und den Freuden zu verbringen ist Gold wert! Zu schnell nimmt man Familienfeste, den Ausflug mit den besten Freunden zum Elbstrand oder den Abend vor der Tabakbörse als selbstverständlich hin. Corona sei Dank wurden wir aber daran erinnert, dass wir die Zeit mit unseren Liebsten viel mehr schätzen und genießen sollten.

Haare selber schneiden

Ende März sind die Google-Suchanfragen zum Thema "Haare selber schneiden" und "Haare selber blondieren" exponentiell gestiegen. Letzteres ging in 9 von 10 Fällen allerdings gewaltig schief. Da wir aber in den letzten Wochen nicht überdurchschnittlich viele Menschen mit Mütze oder Hut auf der Mö oder in der Schanze gesehen haben, scheinen zumindest die Haare-Selber-Schneiden-Tipps bei den Hamburgern hängen geblieben zu sein.

Autofahrern den Weg erklären

Hattet ihr das auch schon mal: Neben euch hält ein Autofahrer an und fragt nach dem Weg. Wahnsinnig umständlich erklärt ihr ihm, wie er fahren muss – und stellt später fest, dass ihr ihn in die entgegengesetzte Richtung geschickt habt. Damit ist jetzt Schluss: Durch die Spaziergänge in den letzten Monaten kennen wir nämlich nicht nur zahlreiche Viertel wie unsere Westentasche – wir bringen außerdem die Straßennamen auf'm Kiez nicht mehr durch den Tüdel!

Multitasking 2.0

Mit dem Multitasking ist das ja so eine Sache. Viele sind nämlich schon überfordert, wenn sie laufen und gleichzeitig telefonieren müssen. Wir sprechen da vielleicht aus eigener Erfahrung. Dank Homeoffice sind aber einige Hamburger regelrecht über sich hinausgewachsen: Das wöchentliche Video-Meeting mit den Kollegen, den Sohn, der währenddessen Autounfall unter dem Tisch spielt und der Wecker, der einen daran erinnert, dass das Bananenbrot aus dem Ofen möchte, händelt man plötzlich mit links.

Alleine klarkommen

Anfangs war die Quarantäne super: Man hatte endlich Zeit zum Lesen und Serien gucken. Irgendwann hat man dann aber alle Bücher gelesen und jede Serie auf Netflix gesehen. Und Amazon Prime. Und Disney Plus. Und dann kam der Tag, an dem man angefangen hat mit seinen Pflanzen zu sprechen – und sie geantwortet haben. Wir wollen nicht lügen: Alleine sein ist okay und wichtig. Für ein paar Tage. So eine Quarantäne über mehrere Wochen wollen wir aber nie wieder erleben!

Analog in Kontakt treten

Wir können uns nicht erklären wieso es passiert ist, sind aber wahnsinnig glücklich darüber, das es passiert ist: In den vergangenen Wochen wurden nämlich wieder unzählige Briefe und Postkarten verschickt. Ob nun an die Eltern, die Oma oder den besten Freund – endlich hat man sich mal wieder hingesetzt und per Hand ein paar nette Worte formuliert. Wir für unseren Teil hoffen, dass dieser Quarantäne-Effekt noch eine Weile erhalten bleibt! Kleiner Tipp: Tolle Karten findet ihr bei HEY DU.

Ausmisten

Seid ihr kürzlich mal auf Hamburgs Recyclinghöfen gewesen? Nein? Dann lasst es! Wir waren drauf und dran diese mit in unsere Liste mit Hamburgs nervigsten Warteschlangen aufzunehmen. Denn scheinbar hat sich ausmisten, nebst spazieren gehen, zu einer Art Volkssport entwickelt. Pluspunkt: Es findet sich wieder massig Platz in zahlreichen Kellern, auf Dachböden und im Kleiderschrank.

Merkwürdige Begrüßungen

Schon im "normalen" Leben wusste man manchmal nicht, ob man sich nun die Hand gibt, umarmt oder einfach abklatscht. Corona hat alles noch viel schlimmer gemacht. Habt ihr in letzter Zeit mal einen Bekannten getroffen, den ihr seit Anfang des Jahres nicht mehr gesehen habt? Ja? Wir auch – und die Sekunden zwischen Arme heben, Hand reichen, zurück ziehen und sich letztlich mit den Ellenbogen zu begrüßen waren unerträglich unangenehm.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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