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HafenCity Hamburg
Kleiner Grasbrook

5 Dinge, die ihr über den Kleinen Grasbrook wissen solltet

Von der Viehweide über die Hafenanlage zum Wohnviertel: Der Kleine Grasbrook hat eine spannende Wandlung durchgemacht. Einige Fakten.


Aus eins mach zwei

Heute haben wir einen Großen und einen Kleinen Grasbrook. Das war nicht immer so: Die Insel Grasbrook wurde im Jahr 1549 durch den Bau des Neuen Grabens in zwei Teile getrennt. Im 19. Jahrhundert wurde der seitdem südlich der Norderelbe gelegene Kleine Grasbrook durch Eindeichungen mit weiteren kleinen Inseln wie beispielsweise dem Schumacherwerder zu einer größeren Binneninsel. 1871 wurde diese ein Hamburger Vorort, 1894 folgte die Eingemeindung.

Der Name: Feuchtes Brachland

Vor der Eindeichung war der Kleine Grasbrook häufig überschwemmt. Davon erzählt auch der Name: "Brook" meint ein tiefliegendes, feuchtes, häufig überschwemmtes Brachland. "Gras" erklärt sich wohl von selbst. Nicht umsonst nutzen Bauern das Gelände seit dem Mittelalter als Viehweide.

Von der Viehweide zum Hafengebiet

Schon ab 1838 wurden auf dem Kleinen Grasbrook Kaianlagen und Kanäle angelegt – also lange vor der Eingemeindung. Das erste Hafenbecken, der Petroleumhafen, öffnete1879. Esfolgten unter anderem der Segelschiff-, der Hansa- und der Saalehafen. Bis heute wird der Kleine Grasbrook vornehmlich vom Hamburger Hafen genutzt. Beziehungsweise: wurde. Es ist geplant, den Grasbrook in ein attraktives Wohn- und Gewerbegebiet umzuwandeln.

Kult-Imbiss: "Zum lütten Foffteiner"

Wenn ihr mal echte Hamburger-Hafen-Atmosphäre schnuppern wollt, solltet ihr "Zum lütten Foffteiner" aufsuchen. Dieser Kult-Imbiss wird vor allem von Hafenarbeitern und Fernfahrern besucht, die im nahen Fruchtterminal arbeiten und hier ihre Mittagspause verbringen – kann gut sein, dass man in den weißen Plastikstühlen neben euch noch platt schnackt. Herz, Seele und Köchin von Fischfrikadellen, Currywurst und Co. ist Magdalena Meierdirk. Hier lebt bis heute ein Stück Hamburger Originalität.

Orte, die ihr auf dem Kleinen Grasbrook kennen solltet

Touristisch hat der Kleine Grasbrook nicht allzu viel zu bieten. Dennoch gibt es einige geschichtsträchtige und sehenswerte Orte – eben genau abseits des Tourismus. So habt ihr beispielsweise vom Segelschiffhafen aus einen herrlichen Blick auf die Stadt und den Hafen. Oder schaut euch die Dessauer Straße an: Das Lagerhaus G ist einer der ältesten Hamburger Speicher und ehemaliges KZ-Außenlager, heute ein Gedenkort. Auch nicht zu verachten: das Hafenmuseum, das die Hafenhistorie spannend aufbereitet.

Der Kleine Grasbrook: Ein neuer Stadtteil zum Wohnen

Eines der ambitioniertesten Bauprojekte derzeit: Das sind die Pläne für den Kleinen Grasbrook. Und auch der Rest der Stadt steht nicht still: Bauprojekte in Hamburg, über die 2020 alle sprechen werden.

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