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Hamburg von oben
Unsplash / Niklas Braun
Hamburg

Überblick verloren? Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Hamburg

Aufgrund der steigenden Corona-Neuinfektionen gilt seit November 2020 in Hamburg ein Teil-Lockdown. Welche Regeln ihr beachten müsst und wo aktuell die Maskenpflicht gilt, lest ihr hier.


Durch die Corona-Pandemie ist das öffentliche Leben in Hamburg seit 2020 stark eingeschränkt. Je nach Infektionslage und verändertem Wissensstand über das Virus gelten immer wieder neue Verordnungen. Weil es da schwer fällt, den Überblick zu behalten, haben wir mal versucht, das Wichtigste für euch zusammenzufassen.

Ende des Lockdowns: Lockerungen und Ende der Ausgangsbeschränkungen

Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen sind aufgehoben, seit die Inzidenz längerfristig unterhalb des Wertes von 100 liegt. Zum Pfingstwochenende ab dem 22. Mai erfolgen weitere Lockerungen, die teilweise aus dem Stufenplan abweichen – denn sie werden aufgrund der Infektionsdynamik sogar vorgezogen.

Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht

Treffen sind nun wieder mit bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten möglich. Beim Sport im Freien gilt eine Beschränkung von zehn erwachsenen Personen oder 20 Kindern.

Auch die allgemein geltende Maskenregelung in Hamburg wird etwas gelockert. In den Hamburger Parks und Grünanlagen sowie in privaten Fahrzeugen muss kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Ihr solltet aber trotzdem in jedem Fall einen Mund-Nasen-Schutz mit euch tragen, wenn ihr das Haus verlasst, denn dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist dieser anzulegen.

Weiterhin gilt in allen öffentlichen Gebäuden, im ÖPNV und auch an einigen öffentlichen Plätzen die Maskenpflicht. Mancherorts gilt die Maskenpflicht nur am Wochenende oder zu bestimmten Uhrzeiten. Und weil sich das niemand merken kann, könnt ihr hier nachlesen, wann genau ihr wo Maske tragen müsst. Obacht: Bei Verstößen gibts nun ein Mindestbußgeld von 150 Euro! Den vollständigen Bußgeldkatalog der Stadt Hamburg könnt ihr hier einsehen.

Impfungen

Die Berechtigungen für die Corona-Schutzimpfungen in Hamburg wurden ausgeweitet. Ab dem 03. März ist Erziehungspersonal in Kitas explizit dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen. Für Hamburg bedeutet das 27.500 Menschen, die es zu immunisieren gilt. Auch wer an bestimmten Erkrankungen leidet, ist nun an der Reihe und wird persönlich benachrichtigt.

Seit April 2021 bieten auch Hausarztpraxen die Impfungen an. Ihr könnt euch auf die Wartelisten der Praxen setzten lassen oder euch online registrieren, um auch spontan einen Impftermin zu bekommen. Für Ältere und alle, die mobil eingeschränkt sind, hat die Stadt einen Shuttle zum Impftermin eingerichtet. Zudem kann auch ein Fahrdienst per Taxiunternehmen in Anspruch genommen werden, dessen Kosten die Stadt unter bestimmten Bedingungen übernimmt, meldete die Sozialbehörde.

Übrigens: Alle Hamburger haben Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche! Wo ihr diesen machen könnt, sehr ihr zum Beispiel hier: Corona Schnelltest Hamburg.

Alkoholverbot

Steigende Temperaturen heißt: mehr Menschen auf der Straße. Und weil Restaurants, Cafés und Bars immer noch geschlossen haben, trifft man sich nun eben am Bordstein um ein, zwei kühle Knollen zu kippen. Weil das vor allem in den Abendstunden und am Wochenende zu Rudel-Bildung führt, gilt in Teilen Hamburgs ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Beispielsweise im Bereich Reeperbahn, in Teilen der Sternschanze, am Hansaplatz in St. Georg, an Teilen der Binnen- und Außenalster, auf dem Alma-Wartenberg-Platz in Ottensen und im Jenischpark in Othmarschen. Hier ist das Trinken von Alkohol montags bis donnerstags von 14 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag, freitags ab 14 Uhr, sonnabends ganztägig sowie sonntags und an Feiertagen ganztägig bis 6 Uhr am Folgetag untersagt. Um welche Orte es sich genau handelt, könnt ihr hier nachlesen.

Kontakttagebuch

Um Infektionsketten möglichst lückenlos nachvollziehen zu können, empfiehlt die Hamburger Gesundheitsbehörde außerdem, alle Treffen und Interaktionen, die länger als 15 Minuten dauern oder ohne Mindestabstand erfolgen, in einem Kontakttagebuch zu dokumentieren. Im Falle einer Ansteckung könnt ihr so feststellen, welche eurer Kontaktpersonen sich besser ebenfalls auf das SARS-CoV-2-Virus testen lasten sollten. Tägliche Kontaktpersonen wie Familienmitglieder oder Kollegschaft müssen nicht vermerkt werden. Eine Vorlage findet ihr hier – eurer eigenen Kreativität sind in der Gestaltung des Kontakttagebuchs natürlich keine Grenzen gesetzt. Oder ihr nutzt ganz einfach die Luca-App.

Schulen und Kitas

Hamburgs Schulen sind seit dem 17. Mai wieder in allen Klassenstufen für den Wechselunterricht geöffnet. Schulsenator Thies Rabe (SPD) kann sich vorstellen, dass bei gleichbleibender Entwicklung der Infektionsdynamik noch vor den Sommerferien zum vollständigen Präsenzunterricht zurückgekehrt werden kann.

Auch Kitas nehmen seit dem 17. Mai den eingeschränkten Regelbetrieb inklusive wöchentlichem Selbsttestangebot auf. Das heißt, alle Kinder können 20 Stunden pro Woche betreut werden. Familien in Notlage, Eltern in alleiniger Erziehung und in systemrelevanten Berufen können die volle Betreuung für ihr Kind in Anspruch nehmen. Spuck- und Lolli-Tests sind nicht zulässig. Das Personal wird zweimal wöchentlich auf das Corona-Virus getestet.

Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen

Durch die Lockerungen gilt ab dem 22. April: Bei einer stabilen Inzidenz von unter 50 darf der Einzelhandel ohne Testpflicht, aber mit begrenzter Personenzahl und digitaler Kontaktverfolgung öffnen. Steigt der Wert, muss ein tagesaktueller negativer Schnelltest vorgelegt werden.

Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen, die seit November geschlossen bleiben müssen, dürfen nun wieder ihren Außenbereich bewirten. Pro Tisch dürfen sich bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten aufhalten. Eine Testpflicht besteht hier nicht. Bewirtung im Innenbereich ist weiterhin untersagt – Speisen dürfen hier nur zum Mitnehmen oder als Lieferung angeboten werden.

Arbeit und Freizeit

Kultur- und Sportveranstaltungen dürfen unter freiem Himmel stattfinden, sofern maximal 250 Menschen teilnehmen, die einen festen Steh- oder Sitzplatz einnehmen und einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Hier ist auch ein Test vonnöten.

Zoos, Ausstellungshäuser, Gedenkstätten und Co. sind ab dem 17. Mai mit Hygienekonzept und Terminvergabe geöffnet. Freibäder (Testpflicht), körpernahe Dienstleistungen (Testpflicht) wie Tattoostudios, Solarien oder Kosmetikstudios und (Freizeit-)Angebote außerschulischer Bildungseinrichtungen dürfen ab dem 22. Mai unter Auflagen besucht werden – dazu gehören auch Seniorentreffs. Bleibt die Inzidenz längerfristig unter 50 und sinkt fortlaufend, sollen weitere Lockerungen erfolgen. Dann – angepeilt ist aktuell der 28. Mai – dürfen auch Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos mit Hygienekonzept (Masken-, Test- und Anmeldepflicht sowie digitale Kontaktverfolgung) öffnen.

In einem nächsten Schritt – ausgerichtet an den 10 bis 14 Tagen laut Stufenplan – sollen weitere Lockerungen in allen genannten Bereichen sowie in der Gastronomie, Hotellerie und Tourismusbranche erfolgen. Tschentscher hofft auf einen mögliche Urlaubsreisen innerhalb des Landes.

Wo möglich, soll im Homeoffice gearbeitet werden. Am Arbeitsplatz gelten die medizinische Maskenpflicht und eine Sollbestimmung für Arbeitgeber, ihren Angestellten regelmäßige Tests – zweimal pro Woche – zur Verfügung zu stellen, sofern es nicht weiter auf Bundesebene geregelt ist. Die Maske darf nur in zwingenden Fällen abgelegt werden.

Corona-Test in Hamburg: Wo und wie?

Jetzt seid ihr schon mal über die Eindämmungsverordnung auf dem Laufenden. Wo ihr einen Corona-Test in Hamburg machen könnt, haben wir ebenfalls gesammelt.

Falls ihr noch Fragen habt: Auf der Website der Stadt könnt ihr noch mal genau nachlesen, welche Regeln in Hamburg gerade gelten. Auch die App CoroBuddy verrät, was in eurer aktuellen Umgebung gilt. Haltet durch und bleibt gesund!

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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