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Hamburg von oben
Unsplash / Niklas Braun
Hamburg

Update: Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Hamburg

Linda Bernhof
Linda Bernhof

Die harten Lockdown-Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Doch seitdem die Zahlen wieder steigen, sind einige Einschränkungen zurück in unserem Leben in der Hansestadt. Welche Regeln ihr beachten müsst und wo aktuell 2G gilt, lest ihr hier.

Die Corona-Pandemie schränkt das öffentliche Leben in Hamburg seit 2020 ein. Je nach Infektionslage und verändertem Wissensstand über das Virus gelten immer wieder neue Verordnungen. Weil es da schwer fällt, den Überblick zu behalten, haben wir mal versucht, das Wichtigste für euch zusammenzufassen.

Einschränkungen zu Weihnachten und Silvester

Die Feiertage kommen auf uns zu. In Zeiten von Corona bedeutet dies: Einschränkungen für die Hansestadt. Somit gilt Folgendes ab dem 24. Dezember: Bars, Restaurants und Kneipen müssen ab 23 Uhr schließen. Tanzveranstaltungen werden weitestgehend untersagt, Clubs müssen also ab sofort ihre Türen schließen. Außerdem werden Stehplätze in Gastronomien verboten.

In der Silvesternacht gilt eine Sperrstunde erst ab 1 Uhr. Zudem dürfen sich sowohl an den Weihnachtstagen als auch an Neujahr lediglich zehn Personen aus verschiedenen Haushalten miteinander treffen. Diese Regelung gilt für Geimpfte und Genesene. Auch auf ein Feuerwerk müssen wir dieses Jahr in Hamburg verzichten.

Strenge 2G-Regeln hamburgweit

Seit dem Herbst 2021 steigen die Zahlen der Coronainfektionen in Hamburg rapide. Dass der Senat über strengere Regeln im Alltag entscheiden musste, war da unumgänglich. Seit November herrscht in der Gastronomie, bei körpernahe Dienstleistungen, im Kulturbereich und im Einzelhandel eine strenge 2G-Pflicht. Heißt: Ein aktueller Coronatest reicht nicht mehr aus. Nur Genesene und Geimpfte dürfen unter anderem Restaurants, Tattoostudios, Theater oder Einkaufsmöglichkeiten besuchen. Abstandsregeln, Testpflicht, Sperrfrist und Co. entfallen dann. Geschäfte des täglichen Bedarfs, also Supermärkte, Apotheken und Drogerien sind davon ausgenommen.

Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht

An öffentlichen Orten gilt, wo möglich, ein allgemeines Mindestabstandsgebot von 1,5 Metern. Auch wenn die Maskenpflicht in Parks und Grünanlagen sowie rund um die Alster nicht mehr besteht, solltet ihr in jedem Fall einen Mund-Nasen-Schutz mit euch tragen, wenn ihr das Haus verlasst – denn dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist dieser anzulegen.

Die Maskenpflicht gilt jedoch in allen öffentlichen Gebäuden, im ÖPNV, im Einzelhandel sowie auf Märkten und auch an einigen öffentlichen Plätzen weiterhin. Standbetreibende auf Märkten sind davon ausgenommen. Mancherorts gilt die Maskenpflicht nur am Wochenende oder zu bestimmten Uhrzeiten. Und weil sich das niemand merken kann, könnt ihr hier nachlesen, wann genau ihr wo Maske tragen müsst. Obacht: Bei Verstößen gibts nun ein Mindestbußgeld von 150 Euro! Den vollständigen Bußgeldkatalog der Stadt Hamburg könnt ihr hier einsehen.

Für Ungeimpfte gilt eine Kontaktbeschränkung. Nur Personen des gleichen Haushalt plus höchstens zwei weiteren Personen eines weiteren Haushalts dürfen zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht dazu.

Impfungen

Wie sich in den letzten Wochen herausstellte, schützt nur eine Drittimpfung, die sogenannte Booster-Impfung, langfristig gegen das Virus. Außerdem gilt seit neuestem die Regelung: EU-Impfausweise sind ab jetzt nur noch neun Monate gültig. Die STIKO empfiehlt eine Auffrischungsimpfung für alle Erwachsenen ab 18 Jahren nun bereits ab drei Monaten nach der letzten Impfung. Bedeutet: habt ihr eure zweite Impfung am 15. Juli bekommen, solltet ihr euch ab Mitte Januar boostern lassen. Erste Anlaufstelle für die Impfung ist euer Hausarzt. Aber auch die wiedereröffneten Impfzentren in der Stadt unterstützen. Was es bei der Booster-Impfung zu beachten gibt und wo die neuen Impfzentren eröffnen, erfahrt ihr natürlich bei kiekmo.

Alkoholverbot

Weil es vor allem in den Abendstunden und am Wochenende oft zu Rudel-Bildung kommt, gilt in Teilen Hamburgs ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Beispielsweise im Bereich Reeperbahn, in Teilen der Sternschanze, am Hansaplatz in St. Georg, an Teilen der Binnen- und Außenalster, auf dem Alma-Wartenberg-Platz in Ottensen und im Jenischpark in Othmarschen. Hier ist das Trinken von Alkohol montags bis donnerstags von 14 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag, freitags ab 14 Uhr, sonnabends ganztägig sowie sonntags und an Feiertagen ganztägig bis 6 Uhr am Folgetag untersagt. Um welche Orte es sich genau handelt, könnt ihr hier nachlesen.

Außerdem herrscht ein Alkoholverkaufsverbot. Nach 22 Uhr bekommt ihr in Supermärkten oder am Kiosk dann kein Bier, Wein oder ähnliches mehr.

Schulen und Kitas

Hamburgs Schulen sind in allen Klassenstufen für den Präsenzunterricht geöffnet. Es gilt eine Maskenpflicht in den Klassenzimmern. Außerdem müssen sich Schülerinnen und Schüler zweimal in der Woche, alle Schulbeschäftigten an jedem Arbeitstag mit einem Antigen-Schnelltest selbst testen. Die Test werden kostenlos von der Schule gestellt.

Auch Kitas haben den normalen Regelbetrieb inklusive wöchentlichem Selbsttestangebot aufgenommen. Das heißt, alle Kinder haben Anspruch auf die volle Betreuung im Rahmen des Hamburger Kinderbetreuungsgesetzes. Spuck- und Lolli-Tests sind nicht zulässig. Das Personal wird zweimal wöchentlich auf das Corona-Virus getestet. Außerdem plant Hamburg in Zukunft ein Impfzentrum für Kinder.

Arbeit und Freizeit

Im öffentlicher Nahverkehr gilt seit November eine 3G-Pflicht. Wollt ihr euch mit Bus oder Bahn fortbewegen, müsst ihr einen der drei Gs vorzeigen können. Könnt ihr das nicht, fallen ab dem 13. Dezember bis zu 80 Euro Strafe an. HOCHBAHN-Mitarbeitende kontrollieren stichprobenartig im ÖPNV.

Kulturveranstaltungen dürfen nur noch von Geimpften und Genesenen besucht werden. Darüber hinaus wird bei Sport-, Kultur- und ähnliche Großveranstaltungen die Zuschauerzahl auf maximal 30 bis 50 Prozent der Platzkapazität eingeschränkt werden. In Innenräumen dürfen es aber höchstens 5.000 Besuchende und im Freien höchstens 15.000 sein.

Fitnessstudios und Orte, "wo starke körperliche Aktivität zu viel Atemarbeit, zu viel Aerosolbildung führen können", dürfen inzwischen auch nur noch unter dem 2G-Prinzip öffnen. Gleiches gilt für Schwimmbäder und Thermen.

Am Arbeitsplatz herrscht eine 3G-Regel. Wer also ins Büro kommt, muss ein negatives Testergebnis, eine Impfung oder seinen Genesenenstatus vorweisen können. Wo möglich, soll im Homeoffice gearbeitet werden. Am Arbeitsplatz gelten die medizinische Maskenpflicht und eine Sollbestimmung für Arbeitgeber, ihren Angestellten regelmäßige Tests – zweimal pro Woche – zur Verfügung zu stellen, sofern es nicht weiter auf Bundesebene geregelt ist. Die Maske darf nur in zwingenden Fällen abgelegt werden.

Falls ihr noch Fragen habt ...

Auf der offiziellen Hamburger Stadtportal könnt ihr noch mal genau nachlesen, welche Regeln in Hamburg gerade gelten. Haltet durch und bleibt gesund!

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

Quellen zum Text: