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Hamburg von oben
Unsplash / Niklas Braun
Hamburg

Überblick verloren? Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Hamburg

Aufgrund der steigenden Corona-Neuinfektionen gilt seit November 2020 in Hamburg ein Teil-Lockdown. Welche Regeln ihr beachten müsst und wo aktuell die Maskenpflicht gilt, lest ihr hier.


Die Corona-Pandemie schränkt das öffentliche Leben in Hamburg seit 2020 ein. Je nach Infektionslage und verändertem Wissensstand über das Virus gelten immer wieder neue Verordnungen. Weil es da schwer fällt, den Überblick zu behalten, haben wir mal versucht, das Wichtigste für euch zusammenzufassen.

Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht

An öffentlichen Orten gilt wo möglich ein allgemeines Mindestabstandsgebot von 1,5 Metern. Treffen sind vom 1. Juli an wieder mit bis zu zehn Menschen erlaubt. Für diese entfällt das Abstandsgebot. Beim Sport oder sonstigen Freizeitangeboten im Freien dürfen 20 Erwachsene zusammenkommen (gilt u.a. auch für Chorproben, Hafen- und Stadtrundfahrten), für Kinder entfällt eine Begrenzung.

Auch die allgemein geltende Maskenregelung in Hamburg wird gelockert. In den Hamburger Parks und Grünanlagen, rund um die Alster sowie in privaten Fahrzeugen muss kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Ihr solltet aber trotzdem in jedem Fall einen Mund-Nasen-Schutz mit euch tragen, wenn ihr das Haus verlasst, denn dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist dieser anzulegen.

Nichtsdestrotrotz gilt in allen öffentlichen Gebäuden, im ÖPNV und auch an einigen öffentlichen Plätzen die Maskenpflicht weiterhin. Mancherorts gilt die Maskenpflicht nur am Wochenende oder zu bestimmten Uhrzeiten. Und weil sich das niemand merken kann, könnt ihr hier nachlesen, wann genau ihr wo Maske tragen müsst. Obacht: Bei Verstößen gibts nun ein Mindestbußgeld von 150 Euro! Den vollständigen Bußgeldkatalog der Stadt Hamburg könnt ihr hier einsehen.

Impfungen

Die Berechtigungen für die Corona-Schutzimpfungen in Hamburg wurden ausgeweitet. Seit dem 07. Juni ist die Impfpriorisierung aufgehoben. Gleichzeitig startete das betriebliche medizinische Personal mit den Impfungen der Angestellten. Am 28. Juni hat die Stadt Hamburg auch für das zentrale Impfzentrum in den Messehallen die Impfpriorisierung ab sofort aufgehoben. Das bedeutet, dass sich dort nun ALLE volljährigen Hamburger um einen Termin für eine Corona-Impfung bemühen können. Die Terminvergabe erfolgt online oder telefonisch unter der Nummer 116 117.

Seit April 2021 bieten auch Hausarztpraxen die Impfungen an. Ihr könnt euch auf die Wartelisten der Praxen setzten lassen oder euch online registrieren, um auch spontan einen Impftermin zu bekommen. Für Ältere und alle, die mobil eingeschränkt sind, hatte die Stadt zeitweise einen Shuttle zum Impftermin eingerichtet, der aber im Mai 2021 wieder eingestellt wurde. Zudem kann auch ein Fahrdienst per Taxiunternehmen in Anspruch genommen werden, dessen Kosten die Stadt unter bestimmten Bedingungen übernimmt, meldete die Sozialbehörde.

Übrigens: Alle Hamburger haben Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche! Wo ihr diesen machen könnt, seht ihr zum Beispiel hier: Corona Schnelltest Hamburg.

Alkoholverbot

Steigende Temperaturen heißt: mehr Menschen auf der Straße. Weil das vor allem in den Abendstunden und am Wochenende zu Rudel-Bildung führt, gilt in Teilen Hamburgs ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Beispielsweise im Bereich Reeperbahn, in Teilen der Sternschanze, am Hansaplatz in St. Georg, an Teilen der Binnen- und Außenalster, auf dem Alma-Wartenberg-Platz in Ottensen und im Jenischpark in Othmarschen. Hier ist das Trinken von Alkohol montags bis donnerstags von 14 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag, freitags ab 14 Uhr, sonnabends ganztägig sowie sonntags und an Feiertagen ganztägig bis 6 Uhr am Folgetag untersagt. Um welche Orte es sich genau handelt, könnt ihr hier nachlesen.

Kontakttagebuch

Um Infektionsketten möglichst lückenlos nachvollziehen zu können, empfiehlt die Hamburger Gesundheitsbehörde außerdem, alle Treffen und Interaktionen, die länger als 15 Minuten dauern oder ohne Mindestabstand erfolgen, in einem Kontakttagebuch zu dokumentieren. Im Falle einer Ansteckung könnt ihr so feststellen, welche eurer Kontaktpersonen sich besser ebenfalls auf das SARS-CoV-2-Virus testen lasten sollten. Tägliche Kontaktpersonen wie Familienmitglieder oder Kollegschaft müssen nicht vermerkt werden. Eine Vorlage findet ihr hier – eurer eigenen Kreativität sind in der Gestaltung des Kontakttagebuchs natürlich keine Grenzen gesetzt. Oder ihr nutzt ganz einfach die Luca-App.

Schulen und Kitas

Hamburgs Schulen sind seit dem 31. Mai wieder in allen Klassenstufen für den Präsenzunterricht geöffnet. Schulsenator Thies Rabe (SPD) kann sich vorstellen, dass bei gleichbleibender Entwicklung der Infektionsdynamik noch vor den Sommerferien zum vollständigen Präsenzunterricht zurückgekehrt werden kann.

Auch Kitas haben am 07. Juni den normalen Regelbetrieb inklusive wöchentlichem Selbsttestangebot aufgenommen. Das heißt, alle Kinder können 20 Stunden pro Woche betreut werden. Familien in Notlage, Eltern in alleiniger Erziehung und in systemrelevanten Berufen können die volle Betreuung für ihr Kind in Anspruch nehmen. Spuck- und Lolli-Tests sind nicht zulässig. Das Personal wird zweimal wöchentlich auf das Corona-Virus getestet.

Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen

Durch die Lockerungen gilt seit dem 22. April: Bei einer stabilen Inzidenz von unter 50 darf der Einzelhandel ohne Testpflicht, aber mit begrenzter Personenzahl und digitaler Kontaktverfolgung öffnen. Steigt der Wert, muss ein tagesaktueller negativer Schnelltest vorgelegt werden.

Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen, die seit November geschlossen bleiben mussten, dürfen mittlerweile wieder im Außen- und Innenbereich bewirten. Pro Tisch dürfen sich bis zu fünf Personen aus verschiedenen Haushalten aufhalten. Eine Testpflicht besteht nur für die Innengastronomie, die seit dem 04. Juni wieder Gäste empfangen darf.

Arbeit und Freizeit

Kulturveranstaltungen dürfen unter freiem Himmel stattfinden, sofern maximal 500 Menschen teilnehmen, die einen festen Steh- oder Sitzplatz einnehmen und einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Wer sichtbar alkoholisiert ist, darf nicht teilnehmen. Gibt es keinen festen Sitzplatz, sind maximal 250 Gäste gestattet. Hier ist auch ein Test vonnöten. Sportveranstaltungen mit gleicher Teilnehmerzahl sind auch im Innenraum gestattet. Kultur- oder Fortbildungsveranstaltungen sind mit maximal 100 Personen auf festen Plätzen im Innenraum möglich, ohne festen Platz ist die Zahl auf 50 beschränkt.

Tanzen ist seit dem 01. Juli wieder erlaubt – allerdings nur um Freien und damit nicht in den Innenräumen von Clubs, Diskotheken oder Musikclubs. Gegen Vorlage eines negativen Tests dürfen maximal 250 Leute zusammenkommen, wobei auf die Wahrung der Kontaktbeschränkungen geachtet werden muss. Verzehr von Speisen und Getränken ist nur am Tisch erlaubt, beim Tanzen gilt die Maskenpflicht.

Zoos, Ausstellungshäuser, Gedenkstätten und Co. sind ab dem 01. Juni mit Hygienekonzept und Terminvergabe vollständig geöffnet. Freibäder (Testpflicht), körpernahe Dienstleistungen (Testpflicht) wie Tattoostudios, Solarien oder Kosmetikstudios und (Freizeit-)Angebote außerschulischer Bildungseinrichtungen dürfen ab dem 22. Mai, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos ab dem 28. Mai unter Auflagen (von Masken- über Test- und Anmeldepflicht sowie digitale Kontaktverfolgung) besucht werden öffnen. Auch die Plaza der Elbphilharmonie ist wieder geöffnet. Hallenbäder (Testpflicht) sind ab dem 07. Juni geöffnet, Saunen und Whilpools bleiben dabei außer Betrieb.

Fitnessstudios öffnen ab dem 01. Juni; hier müssen 2,5 Meter Abstand zwischen den Sporttreibenden gewahrt werden und ein negatives Testergebnis muss vorliegen. Unter dieser Bedingung dürfen auch die Duschen der Sportstudios genutzt werden. Schwimmbäder und Thermen dürfen ab dem 01. Juli unter gleichen Bedingungen genutzt werden, Saunen, Dampfbäder und Co. dürfen nur von einzelnen Personen oder Personen eines Haushalts betreten werden.

Das Beherbergungsverbot ist aufgehoben. Hotels und Pensionen dürfen 60 Prozent ihrer Plätze vermieten. Vor Antritt des Aufenthalts müssen Gäste einen negativen Test vorlegen. Während der Unterbringung muss dieser spätestens alle 72 Stunden erneuert werden.

Wo möglich, soll im Homeoffice gearbeitet werden. Am Arbeitsplatz gelten die medizinische Maskenpflicht und eine Sollbestimmung für Arbeitgeber, ihren Angestellten regelmäßige Tests – zweimal pro Woche – zur Verfügung zu stellen, sofern es nicht weiter auf Bundesebene geregelt ist. Die Maske darf nur in zwingenden Fällen abgelegt werden.

Falls ihr noch Fragen habt ...

Auf der Website der Stadt könnt ihr noch mal genau nachlesen, welche Regeln in Hamburg gerade gelten. Auch die App CoroBuddy verrät, was in eurer aktuellen Umgebung gilt. Haltet durch und bleibt gesund!

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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