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Unsplash / Alex Blăjan
Winterhude

Die Alsterschwäne: 5 Fakten, die ihr als Hamburger wissen müsst

Hamburgs Alster ohne Schwäne? Das ist seit Jahrhunderten undenkbar. Hier erfahrt ihr, warum ihr die Alsterschwäne besser nicht beleidigt, wo sie im Winter leben und wie ihr Vati heißt.


1. Bloß nicht schimpfen, wenn es schwant

Kein Witz: Alsterschwan, das ist quasi eine eingetragene Marke. Seit Jahrhunderten. Es gibt ein Dokument aus dem Jahr 1591, das als Beleg dient. Und die Federtiere stehen in Hamburg unter ganz besonderem Schutz. Schimpfwörter spart ihr euch besser. Denn, das ist kein Witz: Das Beleidigen eines Schwans wurde schon im Jahr 1664 per Gesetz verboten. Es gilt die Faustregel: Wer einen Schwan beleidigt, der beleidigt zugleich die Stadt Hamburg.

2. Der Vati der Schwäne ist ein Mensch

Hamburgs Schwäne haben einen Papa. Einen ohne Flügel. Denn die Stadt Hamburg beschäftigt ganz offiziell einen Schwanenvater. Den ungewöhnlichen Job gibt’s schon seit 1674. Der amtierende Vati heißt Olaf Nieß und ist bereits seit mehr als zwanzig Jahren im Amt. Vorgänger war wiederum sein Vater, der satte 46 Jahre lang auf Hamburgs Schwäne aufpasste. Seit 1818 ist für die Betreuung der Tiere das städtische Amt eines Revierjagdmeisters eingerichtet. Der Schwanenvater ist der einzige Mitarbeiter der Zentralstelle Schwanenwesen, die im Bezirksamt Hamburg-Nord angesiedelt ist.

3. Zu viel Hitze ist tierisch ungesund

Nichts geht über einen prächtigen Sommer, oder? Doch den Schwänen wird zu große Hitze zum Verhängnis. Zu wenig Sauerstoff im Wasser, dafür reichlich Bakterien. Im Mega-Sommer 2018 starben deshalb einige Tiere sogar. Die Stadt entschied in dem Fall kurzerhand, die weiße Flotte von der Alster zu nehmen und sie im Winterquartier für Alsterschwäne unterzubringen.

4. Im Winter geht's schwansinnig zu

Apropos Winterquartier. Nicht so die Jahreszeit für die rund 120 Alsterschwäne, die es eisfrei lieben. Zum Glück gewährt Hamburg seinen liebsten Vögeln einen schwansinnigen Unterschlupf: mitten in Eppendorf. Dort wird ein Teil des Mühlenteichs den ganzen Winter eisfrei gehalten. Eine Unterwasserpumpe gewährleistet stets Wasser unterm Schnabel. Je nach Witterungslage kehrt die Kolonie im März oder April zurück auf die Alster, in ihre Kanäle und Fleete. Dort bauen sie von Ende März an ihre Nester.

5. Die Geschichte vom total verliebten Schwan

Hamburger kennen die Geschichte vom verliebten Schwan. Die Story machte 2004 Schlagzeilen. Mit seiner ungewöhnlichen Geliebten sorgte "Swanee" damals für mächtig Aufsehen. Er hatte sich in ein Tretboot mit Schwanenoptik verguckt. Der stolze Wasservogel wich dem Plastikgefährt nicht mehr von der Seite. Sobald das Boot vermietet wurde, ging auch "Swanee" mit auf Tour, drängte sich zuweilen vor das Boot und versuchte, dessen Weiterfahrt zu verhindern. Sogar ein Nest baute der lüsterne Schwanen-Mann seiner Angebeteten. Wenn sich jemand dem Schwanen-Boot näherte, plusterte sich der verliebte Vogel mächtig auf, es gab ein wildes Gezeter. Später entspannte "Swanee" sich mehr und mehr, wartete irgendwann sogar geduldig vor dem Bootshaus auf seine Angebetete, bis sie von der Arbeit heimkam.

Wisst ihr alles über die Alster?

Warum gibt es eigentlich Binnen- und Außenalster und was ist die Grimm? Bei uns erfahrt ihr alles, was ihr über die Alster wissen müsst.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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