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Shutterstock/Axel Fischer
Hamburg

Darum werden im Hamburger Süden so viele Bomben entdeckt

Immer wieder werden in Harburg Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, die der Kampfmittelräumdienst aufwendig entschärfen muss. Doch warum gerade im Süden Hamburgs?


Erst im Mai 2019 sorgte eine Bombenentschärfung in Harburg wieder für Chaos und Unmut unter den Anwohnern. Für die kontrollierte Sprengung der 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten etwa 500 Menschen ihr Haus zur Evakuierung verlassen. Außerdem brachte die Entschärfung eine vorübergehende Sperrung der B 73 sowie Beeinträchtigungen im Regional- und Fernverkehr der Bahn mit sich. Warum immer wieder Harburg betroffen ist? Zum einen, weil es im Hamburger Süden während des Zweiten Weltkrieges immer wieder schwere Bombenangriffe gegeben hat. Das Ziel waren in erster Linie keine Wohngebiete, sondern vor allem Industriestandorte und Raffinerien. Zum anderen "entsorgten" britische Truppen nach Kriegsende ihre Munition, die sie nicht mehr benötigten, in diesem Gebiet.

In welchen Hamburger Stadtteilen liegen die meisten Bomben?

Und so kommt es, dass vor allem in den Stadtteilen Wilhelmsburg, Harburg und Waltershof sowie rund um den Hafen noch viele Bomben entdeckt werden. Viele davon rein zufällig bei Bau- und Abrissarbeiten. Andere findet der Kampfmittelräumdienst, weil er gezielt mit Bildern aus der Luft und Sonden am Boden danach sucht. Laut Hamburger Abendblatt lagen im Jahr 2010 schätzungsweise noch rund 3.000 Blindgänger auf Hamburger Gebiet.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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