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kiekmo
Hamburg

Einsteigen ohne Fahrkartenkauf: Neuerungen im HVV

Der HVV macht Schluss mit Papier und Verwirrung beim Ticketkauf: Check-in/Be-out heißt das Verfahren. Was es damit auf sich hat, weiß kiekmo.


Hand aufs Herz, durchblickt ihr das Mysterium der Tarifzonen, oder zieht ihr auch immer die HVV-App zurate, um herauszufinden, ob ihr noch im Nahbereich unterwegs seid, oder sich eine Tageskarte mehr lohnt? Das Rätselraten soll nun ein Ende haben. Die Lösung: Check-in/Be-out – ein Verfahren, das eigentlich schon 2018 eingeführt werden sollte, dessen Einführung sich jedoch wegen der vielen Tunnel schwieriger gestaltete, als zunächst vermutet.

Nun fragt ihr euch sicher, wie das Prinzip funktioniert. Die "Gebrauchsanweisung" liest sich denkbar einfach: Ihr benötigt lediglich die hvv-switch-App. Per Fingertipp aufs Handydisplay checkt ihr eure Fahrt digital ein, steigt ihr aus, erfolgt der Check-out. Keine Sorge: Den übernimmt das System automatisch, solltet ihr es in eurer Eile nicht selbst tun. Wie das nun wieder funktioniert? Per Sensoren an Bussen und Bahnen, die während der Fahrt mit der App verbunden sind.

Best-Price: Immer das richtige Ticket

Auch um den Preis müsst ihr euch keine Gedanken mehr machen. Der HVV garantiert den besten – bedeutet, für euch günstigsten – Preis. Alle Fahrten, die ihr an einem Tag per Bus, U- und S-Bahn zurücklegt, werden von der App kombiniert und zur preiswertesten Kondition abgerechnet. Am folgenden Tag trudelt dann die Rechnung bei euch ein. Natürlich lassen sich die Strecken auch noch einmal in eurem Konto nachvollziehen. Schon im Sommer 2021 soll das System in ersten Bereichen eingeführt werden, Anfang 2022 in ganz Hamburg und spätestens Anfang 2023 im gesamten HVV-Netz verfügbar sein. Psst: In der App sind die Tickets schon jetzt sieben Prozent günstiger.

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Auto mieten per switch

Apropos hvv switch. In die App zieht einer der großen Player im Carsharing in Hamburg ein: Sixt ist nun mit im Bunde. Die Wagen könnt ihr bis zu 27 Tage lang mieten und deutschlandweit bei Sixt zurückgeben – super praktisch. "Egal (...) ob Bus, Schnellbahn, On-Demand-Shuttles oder Carsharing – auf der hvv-switch-App wollen wir künftig verschiedene Mobilitätsangebote bedarfsgerecht digital bündeln", so Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) im Hamburger Abendblatt.

Mobilitätsbudget für den Arbeitsweg

Diese Kombination könnte sich zukünftig auch für Unternehmen interessant gestalten: Der HVV erprobt das sogenannte "Mobilitätsbudget", welches den Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden kann. Anstelle eines Dienstwagens beispielsweise. Anders als beim Profi-Ticket würde dieses auch die Nutzung weiterer Mobilitätsangebote in der hvv-switch-App abdecken und diese für den Arbeitsweg attraktiv machen. "Je smarter und einfacher die Angebote digital buchbar und miteinander kombinierbar sind, desto mehr Menschen werden darauf zurückgreifen, auf das eigene Auto verzichten und sich klimafreundlicher und schneller durch unsere schöne Stadt bewegen", erklärt Tjarks.

So sahen die U-Bahn-Haltestellen früher aus

So weit zum HVV der Zukunft, aber wusstet ihr schon, wie Hamburgs U-Bahn-Haltestellen früher aussahen? Schaut mal, wie sie sich verändert haben.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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