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Blitzer / Radarkontrolle
Unsplash / Denny Müller
Hamburg

Blitzer-Offensive in Hamburg: So viel hat die Stadt eingenommen

Linda Bernhof
Linda Bernhof

Wer häufig mit dem Auto unterwegs ist, wurde bestimmt schon von dem ein oder anderen Blitzer in der Stadt erwischt. Wie viel die Stadt in diesem Jahr bereits durch Radarkontrollen eingenommen hat, lest ihr bei kiekmo.

Ob der fiese Blitzer an der Stresemannstraße oder das Gerät am Ring 2, nördlich des Stadtparks: Auch wenn man eigentlich weiß, dass sie da stehen, blitzt das rote Licht doch immer wieder auf und man ärgert sich. Nur ein paar km/h zu viel und schon sind 60 Euro weg. Hinzu kommen die vielen mobilen Blitzer, die die Polizei immer häufiger einsetzt und die viele Autofahrer kalt erwischen. Das und die erhöhten Strafen aus dem neuen Bußgeldkatalog, der seit November 2021 gilt, sind wohl Gründe dafür, dass Hamburgs Einnahmen aus Bußgeldern wegen Tempo-Verstößen so hoch sind wie nie zuvor.

Hamburg nimmt Millionen durch Tempo-Verstöße ein

Allein im ersten Halbjahr 2022 haben Raser 31,05 Millionen Euro in die Kasse der Hansestadt gespült. Die Summe ist doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr 2021. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2019 hat sie sich sogar fast verdreifacht. Das liegt vor allem am neuen Bußgeldkatalog. Musstet ihr bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 10 km/h vorher 10 Euro Bußgeld zahlen, sind es seit November 2021 schon 20 Euro. Fahrt ihr bis zu 20 km/h zu schnell, zahlt ihr mittlerweile 60 Euro (vorher 30 Euro). Ein ganz schön saftiger Preisanstieg, der sich natürlich bemerkbar macht.

Mehr Anzeigen durch mobile Kontrollen

Gleichzeitig sind aber auch die Anzeigen-Zahlen gestiegen. Schuld sind mobile Kontrollen, die ausgeweitet wurden. Während gerade mal 126.000 der Anzeigen auf das Konto der stationären Radarfallen gehen, haben Kontrollen mit Lichtschranken und Laser-Blitzer 325.000, die grau-weißen Radar-Anhänger 227.000 zu schnell Fahrende erwischt. Insgesamt kommt Hamburg im ersten Halbjahr 2022 somit auf rund 680.000 Anzeigen. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2021 waren es noch rund 520.000. Also: Augen auf, wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid. Und: am besten nicht zu schnell fahren. Immerhin ist zu schnelles Fahren immer noch eine der Hauptursachen für Unfälle.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

Quellen zum Text: