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Autofreier Jungfernstieg Entwurf
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Hamburg

10 Bauprojekte in Hamburg, über die wir 2022 sprechen werden

Linda Bernhof
Linda Bernhof

Ausbau des Nahverkehrs, neues Wahrzeichen, autofreie Innenstadt – Hamburg hat viel vor. Wir haben zehn Bauprojekte für euch rausgesucht, über die wir 2022 ganz sicher sprechen werden.

Bauprojekt im Hamburger Nahverkehr: U5 und S32 

Der Bau der U5 und der S32 sind zwei Bauprojekte in Hamburg, die uns in diesem und den kommenden Jahren definitiv beschäftigen werden. Die beiden neuen Linien sollen den Hamburger Westen ans Schnellbahnnetz anschließen. Die U5 wird von Bramfeld über Winterhude, die Innenstadt, Eppendorf und Stellingen bis zum Volkspark führen. Die S 32 wird die Stadtteile Lurup, Bahrenfeld und den Osdorfer Born anfahren. Damit wird auch die Science City Bahrenfeld als neuer Innovationsstandort besser angebunden. Im Oktober 2021 haben die Bauarbeiten für den ersten Streckenabschnitt der U5 begonnen.  

Autofreie Innenstadt: Umbau des Jungfernstiegs

Überraschend wurde der Jungfernstieg bereits im Oktober 2020 weitgehend vom PKW-Verkehr befreit – allerdings erstmal ohne großen Umbau. Seitdem dürfen hier nur noch Lieferfahrzeuge, Fahrräder, Taxis und Busse der Stadtrundfahrten verkehren. Erste Maßnahmen zur weiteren Umgestaltung starten im Frühjahr dieses Jahres. Der komplette Umbau wird dann 2023 fertiggestellt. Geplant ist der Bau einer drei Meter breiten Mittelinsel. Außerdem soll der Radweg auf der Alsterseite verschwinden.

Hamburger Bauprojekt und neues Wahrzeichen? Elbtower

Über dieses Hamburger Bauprojekt wird schon lange intensiv gesprochen und diskutiert. 2021 hat der Tiefabau des höchsten Gebäudes Hamburgs, dem Elbtower, begonnen. 2022 steht der Start des Hochbaus an. 700 Millionen Euro soll das neue Wahrzeichen kosten. Der Bau des 245 Meter hohen Turms am Elbpark Entenwerder wird voraussichtlich bis Ende 2025 dauern. Neben Büroräumen, Co-Working-Spaces, Einzelhandel und Platz für Fitness und Wellness soll es im 55. Stockwerk auch eine öffentliche Aussichtsplattform geben. Tipp: Wer neugierig ist, kann sich am Bahnhof Elbbrücken einen elf Meter hohen Prototypen der Elbtower-Fassade ansehen. 

Dachgarten auf St. Pauli: Feldstraßen-Bunker

Der Feldstraßenbunker ist sicher eines der bekanntesten Bauprojekte in Hamburg. Der graue Koloss auf St. Pauli soll zum grünen Bunker mit einem Stadtgarten auf dem Dach werden. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Der Bunker soll zu einem Ort für Veranstaltungen, Kultur und Kunst werden. Wir haben berichtet, welches Hotel einziehen wird. Dieses Jahr nun wird es besonders spannend. Denn die Fertigstellung des Bunkers ist geplant. Wir können es kaum noch erwarten und haben hier alle Infos zum aktuellen Stand.

Dauerbaustelle: Elbchaussee

Sie ist eine von Hamburgs Hauptverkehrsadern – und wird für sieben Jahre (!) zur Dauerbaustelle. Im Mai 2021 haben die Bauarbeiten begonnen und werden dieses Jahr fortgeführt. Ziel ist es, die prominente Straße für alle Verkehrsteilnehmer schöner zu machen. Dazu werden die Fahrbahn saniert, der Fußweg erneuert und die Radwege ausgebaut. Anwohner, Pendler und Besucher können sich also schon mal auf Fahrbahnverengungen und stockenden Verkehr einstellen. Wat mutt, dat mutt.

Never ending story: Paloma-Viertel

Was lange währt, wird endlich gut, heißt es. In Sachen Paloma-Viertel muss man allerdings sagen: Noch nicht in diesem Jahr. Für 2022 ist zunächst einmal die Baustelleneinrichtung, die Baugenehmigung und der Restabbruch geplant. Der Baubeginn soll im ersten Quartal 2023 erfolgen. Auf die Fertigstellung des viel diskutierten Bauvorhabens muss man noch deutlich länger warten: Sie ist für 2025 angedacht.

Eines der umstrittensten Bauprojekte Hamburgs: Sternbrücke

Über dieses umstrittene Bauprojekt hat Hamburg schon viel gesprochen – und das wird 2022 wohl so weitergehen. Die Deutsche Bahn und der Hamburger Senat wollen die in die Jahre gekommene Sternbrücke abreißen und sie durch einen Neubau ersetzen. Dafür müssen die Clubs und Kneipen, die unter der Brücke zu Hause sind, weichen. Für noch mehr Diskussion sorgte allerdings der Entwurf. Das wuchtige Konstrukt passe nicht in den Stadtteil, so die Kritiker. Daraufhin beantragte die Bürgschaft einen Alternativ-Entwurf – dem erteilte die Bahn aber eine Absage. Im Oktober letzten Jahres gab es dann einen von der DB organisierten Kreativ-Workshop zu Gestaltungsfragen. Und auch aktuell kann man sich bezüglich mancher Visualisierung online noch einbringen. Die Grundkonstruktion aber steht fest. Der Start für den Bau ist für Anfang 2023 geplant. Rund vier Jahre soll er dauern.

Opfer von Spekulanten: Ehemalige Holsten-Brauerei

Schon seit 2018 wird das gute, alte Holsten-Bier in Hausbruch gebraut und nicht mehr in Altona. Für das bereits 2016 verkaufte, ehemalige Bierbrau-Areal gab es große Pläne. Wohnungen, Büros, Flächen für Einzelhandel und Gastronomie sollten hier entstehen. Klingt erstmal gut, doch dann kam alles anders: Wieder und wieder wurde das Grundstück mit Gewinn weiterverkauft und nichts passierte. Doch der jetzige Eigentümer, die Consus Real Estate, hat mit dem Bezirksamt einen städtebaulichen Vertrag geschlossen – über 1.200 Wohnungen werden in den kommenden Jahren entstehen. Auch Büros, Flächen für Gastronomie und Einzelhandel sind geplant. Das Bauvorhaben wird uns noch weit über 2022 hinaus beschäftigen. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant.

Paulihaus kommt, Maharaja ging

Direkt neben der Rindermarkthalle auf St. Pauli soll das Paulihaus entstehen, ein stechstockiges Bürohaus. Die Pläne sind schon länger bekannt, aber umstritten. So musste das beliebte indische Restaurant Maharaja dem geplanten Neubau weichen. Inhaberin Kathrin Guthmann hatte eine Sonderkündigung erhalten und war dagegen vorgegangen. Zwar gab ihr das Landgericht Recht, das Oberlandesgericht entschied aber zugunsten der Stadt. Auch dieser Bau wird die Hansestadt in 2022 und darüber hinaus beschäftigen. Denn mit der Fertigstellung ist wahrscheinlich nicht vor Ende 2023 zu rechnen.

Eines der größten Bauprojekte in Hamburg: A7-Deckel

Drei Lärmschutztunnel erhält die A7 in der Hansestadt in den nächsten Jahren – ein riesiges Bauprojekt, das Hamburg da stemmt. Auf den Tunneldeckeln entstehen Parkanlagen, Wanderwege und Kleingarten-Areale. Die Bauarbeiten sind in drei Abschnitte eingeteilt: Die Arbeiten im Abschnitt Schnelsen und Stellingen sind bereits abgeschlossen. Während sich Schnelsen schon im zweiten Quartal dieses Jahres über die Fertigstellung der Begrünung freuen soll, ist im Abschnitt Altona noch viel zu tun. Hier ist dieses Jahr der Abbruch der zweiten Brückenhälften sowie der Bau von drei weiteren Tunnelzellen geplant. Der Start der Hauptbauphase ist erst für 2023 angedacht. Und ein Ende ist lange nicht in Sicht. Der letzte Tunnel wird voraussichtlich erst 2028 fertig sein.

Eigenheim gesucht? Spannende Neubau-Projekte in Hamburg

Auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum in Hamburg kann man schon mal die Hoffnung verlieren. Damit euch nichts entgeht, haben wir die spannendsten Neubau-Projekte in Hamburg für euch recherchiert.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.