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Köhlbrandbrücke in Hamburg
Unsplash / Patrick Mueller
Hamburg

Verzögert sich der Bau der neuen Köhlbrandquerung?

Noch bevor die Entwürfe für eine neue Köhlbrandquerung überhaupt konkret werden, ist eine Verzögerung des Baus bereits Thema. Der grobe Zeitplan könnte sich um vier Jahre nach hinten verschieben.


Mehr als 50 Jahre ist es her, dass der Startschuss für den Bau der Köhlbrandbrücke fiel. Damals verzögerten sich die Arbeiten um zwei Jahre, statt 1972 wurde die "Golden Gate von Hamburg" erst 1974 fertig. Gemessen an der Verspätung einiger aktueller Großbauprojekte ist das vergleichsweise wenig. Für die geplante neue Köhlbrandquerung verschiebt sich die Bauzeit aber wohl schon jetzt weiter nach hinten – ohne dass bislang handfeste Pläne stehen.

Ist die neue Querung doch erst 2034 fertig?

Im Interview mit NDR 90,3 äußerte sich Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) zum ursprüngliche Zeitplan für eine Querung, die die alte, marode Köhlbrandbrücke ersetzen soll. Dieser sah eigentlich vor, dass die Schrägseilkonstruktion, die Steinwerder und Waltershof miteinander verbindet, ab 2030 nicht mehr den Anforderungen gerecht werde und bis dahin ersetzt werden müsse. Laut Westhagemann habe man jedoch ein wenig Luft nach hinten: "Im Moment ist es so, dass wir in der Grobplanung bei 2034 rauskommen", zitiert ihn der NDR. Voraussetzung dafür sei eine durchgängige Überwachung des Zustands der Köhlbrandbrücke durch Sensoren.

Was kommt: Tunnel oder Brücke?

Aktuell ist noch nicht ganz sicher, wie die zukünftige Querung aussehen wird. Zur Debatte standen eine neue, höhere Brücke – damit auch große Containerschiffe unter ihr hindurchpassen – oder ein Köhlbrandtunnel. Letzteres ist die langlebigere Lösung, aber auch die teuerere – sie wird von der Stadt präferiert. Erste detaillierte Pläne für den Bau kommen wohl frühestens im Jahr 2022. Was allerdings jetzt schon feststeht: Der Bund beteiligt sich an den Kosten für die neue Querung. Darauf einigte sich die Stadt Hamburg mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bereits im vergangenen Jahr.

Die Köhlbrandbrücke ist jetzt Bundesstraße

Dafür ändert sich aber auch der Status der Köhlbrandquerung: Sie wird von der Landes- zur Bundesstraße – und damit mautpflichtig für Lastwagen. Am 1. Februar ist diese Änderung in Kraft getreten und macht insgesamt 5,5 Kilometer Strecke zur Bundesstraße. Damit ist die Köhlbrandbrücke jetzt der nördliche Startpunkt der B3, die in Deutschland auf einer Gesamtlänge von rund 760 Kilometern bis an die Schweizer Grenze in Weil-Ottersbach führt.

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