Direkt zum Inhalt
Dirk Uhlenbrock
Hamburg

Barrierefrei in Hamburg: Diese Bahnstationen werden saniert

Seit 2011 arbeitet Hamburg am barrierefreien Ausbau der U- und S-Bahnhöfe. Auch für Menschen mit Kinderwagen oder Handicap sollen die Bahnsteige leicht zugänglich und sicher sein. Sanierungsmaßnahmen an mehreren Stationen stehen in diesem Jahr noch an. Ein Ausblick.


Nötig sind Sanierungen allemal, denn viele Haltestellen der Hamburger U-Bahn sind bereits über 100 Jahre alt. Damals spielte barrierefreier Zugang noch keine Rolle. Mittlerweile sind 85 Prozent aller U-Bahn-Haltestellen barrierefrei – zu Beginn der Arbeiten waren nur es etwa 40 Prozent. Neben den baulichen Maßnahmen tragen auch neue Fahrscheinautomaten der Hochbahn zur Barrierefreiheit am Bahnsteig bei.

Barrierefreiheit an den Landungsbrücken

Bei der Frage nach Hamburg bekanntesten Bahnhöfen denkt jeder schnell an die Landungsbrücken. Nicht nur, weil eigentlich jeder Tourist dort mal ein- oder aussteigt. Eigentlich kaum zu glauben, dass Rollstuhlfahrer hier bis vor ein paar Wochen in die Röhre schauten. Doch hier kommt die gute Nachricht: U- und S-Bahn sind endlich barrierefrei zu erreichen. Zwei neue Aufzüge wurden am östlichen Ende der Haltestelle installiert. Mit denen könnt ihr von der Straßenebene direkt bis auf die Bahnsteige fahren. Zudem wurde die Lücke zwischen Bahnsteigkante und U-Bahn verkleinert und ein Leitsystem für sehbehinderte Menschen installiert.

Aufzüge für Mönckebergstraße und Rathaus

Auch der barrierefreie Ausbau der Haltestellen in der Innenstadt hat begonnen. Die Station Mönckebergstraße wird komplett saniert, modernisiert und mit einem weiteren Zugang ausgestattet. Der Bahnhof am Rathaus wird ebenfalls 2020 in Angriff genommen. Offizieller Baubeginn dort ist ist im Sommer. Der Ausbau sieht jeweils zwei neue Aufzüge vor, sowie die Anhebung auf einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg. Zusätzlich soll es Orientierungssysteme für sehbehinderte Menschen geben. Am Jungfernstieg und an der Steinstraße werden ebenfalls bald Bautrupps anrücken.

Ausbau auch außerhalb der Innenstadt

Und nicht nur in der City wird investiert. Der Osten Hamburgs ist eine weitere Hochburg der Baumaßnahmen. Die Haltestelle Straßburger Straße etwa wird im Sommer 2020 ebenfalls barrierefrei ausgebaut sein. Das gilt auch für die U1-Haltestellen Fuhlsbüttel Nord und Klein Borstel.

U2 und U4 komplett barrierefrei

Allein 2018 hat die Hochbahn zeitgleich an 13 Haltestellen gebaut. Im Jahr 2019 konnten die Arbeiten an fast allen noch fehlenden Haltestellen auf dem östlichen Ast der Linie U1 beendet werden: Zugang zu den Stationen Lohmühlenstraße, Ritterstraße, Wandsbeker Chaussee und Alter Teichweg ist jetzt für Menschen mit Behinderung kein Problem mehr. Auch die Haltestelle Lübecker Straße ist saniert. Mit dem Abschluss der Arbeiten an der Haltestelle Joachim-Mähl-Straße hieß es zudem: Barrierefreiheit auf ganzer Linie für die U2. Sie folgt dem Beispiel der U4, die bereits entsprechend konzipiert war.

Barrierefreie Bahnhöfe in ganz Hamburg

Das Ziel ist klar: Barrierefreiheit im gesamten U- und S-Bahnnetz der Hansestadt. Ab 2022 sollen die letzten drei verbleibenden U1-Haltestellen entsprechend saniert werden. Dann wird am Meßberg, in Alsterdorf und an der Hudtwalckerstraße gebaut. Voraussichtlich ab 2024 folgen schließlich die U3-Haltestellen Saarlandstraße, Sierichstraße und Sternschanze.

Regeln fürs Bahn fahren in Hamburg

Wetten, euch ist auch schon mal mindestens einer dieser Typen in den Hamburger Bahnen begegnet? Sie zeigen: Auch das Verhalten in den Öffis will gelernt sein! Mit unseren goldenen Regeln fürs Bahn Fahren in Hamburg geht ihr auf Nummer sicher.

Mehr lesen über