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Bence Balla-Schottner
Hamburg

Aus fürs "Maharaja": Gericht genehmigt Bau des Paulihaus

Das Maharaja auf St. Pauli ist eine kleine Institution. Bereits seit über 20 Jahren lass es sich die Anwohner hier Curry, Biryani und Co. schmecken. Jetzt muss das Restaurant weichen – einem sechsstöckigen Bürogebäude.


Für die St. Paulianer war diese Nachricht ein Schock: Das Maharaja, ein indisches Restaurant auf der Ecke Neuer Kamp und Budapester Straße, muss schließen. Und zwar zu Gunsten des sechsstöckigen Paulihaus! So entschied Ende September 2020 das Hanseatische Oberlandesgericht.

Restaurant muss nach 20 Jahren weichen

Doch nicht nur die Anwohner sind bestürzt. Im Vorfeld hatten sie nämlich noch versucht den Bau mit der Initiative "St. Pauli Code jetzt" zu stoppen. Sogar 10.000 Unterschriften wurden dafür gesammelt. Auch das Team des Maharaja ist sprachlos. Immerhin gibt es das Lokal hier schon seit über 20 Jahren. "Ich bin natürlich sehr enttäuscht über das Ergebnis. Die Belegschaft ist fix und fertig, ich musste sie heute den ganzen Tag betreuen", sagte Karin Guthmann, Inhaberin des Maharaja, gegenüber der MOPO. Das Urteil bedeutet für sie und ihre Mitarbeiter, dass sie das Gebäude noch vor Ende 2021 verlassen müssen.

Der Bau des neuen Gebäudekomplex ist umstritten

Danach soll der Bau des so genannten Paulihaus beginnen – einem sechsstöckigen Bürogebäude. Die Anwohner sind von diesem Projekt nicht sonderlich begeistert. Zum einen passt der Gebäudekomplex in ihren Augen nicht in die Gegend. Außerdem befürchtet man, dass das Karoviertel dadurch vom Rest des Stadtteils getrennt würde. Auch ein fehlendes Lärmschutzgutachten breitet vielen Bauchschmerzen.

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