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Ökologische Siedlung Allermöhe
Helge Mangold
Hamburg

Lemuren-WG? Öko-Siedlung? Alternative Wohnformen in Hamburg

Was wir allein nicht schaffen, schaffen wir oft zusammen. Nach diesem Prinzip funktionieren auch diese alternativen Wohnformen, die ihr in Hamburg findet.


Lemulike bietet Wohngemeinschaften für Alleinerziehende

Die beiden Gründerinnen von Lemulike haben sich vom Sozialverhalten der Lemuren inspirieren lassen. Die possierlichen Tierchen ziehen ihre Kleinen nämlich in gemeinsamen Baby-Nestern groß. Während ein Weibchen sich aufmacht zur Futtersuche, kümmern sich die anderen Lemuren-Mütter um den Nachwuchs. Das Prinzip könnte auch für alleinerziehende Eltern in Großstädten funktionieren, dachten sich Nanette und Christina. Auf ihrer Webseite Lemulike, die mit der Hilfe ihres Freundes Tommy Ahrens entstanden ist, könnt ihr euch mit anderen Alleinerziehenden vernetzen und gemeinsam eine WG gründen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ihr könnt euch gegenseitig im Alltag unterstützen und nicht nur Sorgen und Nöte, sondern auch die teuren Hamburg-Mieten teilen.

Die drei Gründer von Lemulike
Lemulike

Nachhaltig wohnen: Ökologische Siedlungen

Die ökologische Siedlung Allermöhe war die erste ihrer Art in Hamburg. Aber was genau ist das eigentlich, eine ökologische Siedlung? Nun, in Neu-Allermöhe besteht das ruhig gelegene Areal aus drei Wohnhöfen mit 36 Häusern, die flächen- und ressourcensparend in die Höhe gebaut wurden. Teils sind sie mit Grasdächern, teils sogar mit Photovoltaikanlagen und Dämmungen aus recycelten Altmaterialien ausgestattet. Durch die Anordnung der Reihenhaus- und Doppelhauszeilen entstehen drei Hofflächen, die die Bewohner gemeinsam besitzen und nutzen. Ein besonderes Merkmal ist die Pflanzenkläranlage (PKA), die die Siedlung mit Wasser versorgt. Das Abwasser ohne Fäkalien wird in den drei Beeten der PKA biologisch durch Mikroorganismen gereinigt. Abwasser ohne Fäkalien – wie das? Ganz einfach: In jedem Haus befindet sich eine Komposttoilette. Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid und mehr erfahren wollt, schaut doch mal auf der Webseite des Vereins Ökologisches Leben Allermöhe vorbei. Siedlungen mit ähnlichen Konzepten befinden sich zum Beispiel in Bramfeld und am Rande von Hamburg in Wulfsdorf.

Ökologische Siedlung Allermöhe Grasdach
Helge Mangold

Wenn Fremde zur Familie gehören: Mehrgenerationenhäuser

Nicht mehr allein sein, voneinander lernen und einander unterstützen: Das ist das Prinzip von Mehrgenerationenhäusern, in denen Jung und Alt unter einem Dach wohnen. Gemeinsame Aktivitäten in Form von Kursen, Spielen und schnacken im offenen Tagestreff oder sich gegenseitig mit Dienstleistungen wie Kinderbetreuung oder Rasen mähen unter die Arme greifen: Das alles gehört zum Leben in dieser Art von Wohngemeinschaft dazu. Mit der Zeit werden Fremde so zur Familie. In Hamburg gibt es eine Reihe von Mehrgenerationenhäusern etwa in Altona, Eimsbüttel, Barmbek, Billstedt und Wandsbek.

Den Traum vom Eigenheim zusammen verwirklichen: Baugemeinschaften

Ihr wollt ein Haus bauen, aber der finanzielle und der zeitliche Aufwand schrecken euch noch ein bisschen ab? Dann tut euch doch mit anderen zusammen, die ähnliche Pläne verfolgen! Denn gerade so große Projekte wie der Hausbau gehen zusammen leichter als allein. Der Ärger mit Baufirmen, Handwerkern und Behörden ist dann geteilter Ärger. Online-Kontaktbörsen für Bauherrn funktionieren ein bisschen wie Dating-Portale. Wenn ihr hier jemanden mit ähnlichen Zielen findet und die Chemie stimmt, könnt ihr euch zum Beispiel über die Hamburger Kontaktbörse für Baugemeinschaften "Baut zusammen!" zusammentun und eine Baugemeinschaft gründen.

Auf der Suche nach einer Wohnung in Hamburg?

Die Wohnungssuche in der schönsten Stadt der Welt scheint oft ein unmögliches Unterfangen zu sein. Damit es mit dem neuen Zuhause ganz bald klappt, haben wir ein paar Tipps für alle, die eine Wohnung in Hamburg suchen. Viel Glück!

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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