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Marie Eidtmann
Hamburg-Altstadt

Abriss: Die blaue Cremonbrücke kommt Ende des Jahres weg

Die Entscheidung ist gefallen: Trotz Protest wird die Cremonbrücke über der Willy-Brandt-Straße demnächst abgerissen. Stattdessen soll es eine ebenerdige Fußgängerquerung geben. So sehen die aktuellen Pläne aus.


Nicht gerade schick, aber irgendwie futuristisch mutet sie an: die blaue Cremonbrücke in Hamburg-Altstadt. Seit 1982 ermöglicht sie Fußgängern das problemlose Überqueren der sechsspurigen Willy-Brandt-Straße. Für viele gehört die Brücke mittlerweile einfach zum Stadtbild dazu. In den vergangenen Jahren wurden kritische Stimmen gegen einen geplanten Abriss laut. Allerdings ohne Erfolg: Die Brücke wird wohl Ende des Jahres zurückgebaut. Das gab die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende am 29. Juni 2021 bekannt.

Ebenerdige Querung statt Brücke

Dass man sich für eine ebenerdige Lösung entschieden hat, hat mehrere Gründe. Zum einen wird so Barrierefreiheit erreicht für alle, die zu Fuß in der Stadt unterwegs sind und von der Altstadt in die HafenCity gelangen wollen oder andersrum. Zum anderen soll so die Trennwirkung der Willy-Brandt-Straße reduziert werden. Mit dem Übergang zum Cremon werde ein Herzstück des historischen Hamburgs wieder in Wert gesetzt, heißt es in der Pressemitteilung der Behörde. Zwar beginnen die Bauarbeiten erst Ende des Jahres, doch schon ab Herbst 2021 soll es eine provisorische Querung für Fußgänger und Radfahrende über die vielbefahrene Willy-Brandt-Straße geben.

Cremonbrücke und Umgebung: So geht es weiter

Zusammen mit dem Rückbau der Cremonbrücke sollen auch der Hopfenmarkt und die Verbindung zur Holzbrücke umgestaltet werden. Wer hier mit dem Auto unterwegs ist, kann sich also schon mal auf eine Sperrung der Holzbrücke zwischen Deichstraße und Cremon einstellen. Das Ziel: die Innenstadt, die Cremon-Insel und die Speicherstadt besser miteinander verbinden und so die Aufenthaltsqualität verbessern. Die endgültige Ausgestaltung erfolgt aber erst im Wettbewerbsverfahren der Stadtentwicklungsbehörde zur Aufwertung des Hopfenmarktes. Auch auf dem Grundstück des Holcim-Hauses ist ein Neubau mit Büros, Wohnungen und Gastronomie geplant. Genaueres ist aber noch nicht bekannt.

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