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Boris Brajkovic
Groß Borstel

Wertvolle Biotope in Groß Borstel: Das Eppendorfer Moor

Das Eppendorfer Moor besteht aus mehreren nachhaltig renaturierten Flächen. Hier lebt eine Vielzahl moortypischer Pflanzen- und Tierarten. Welche genau, lest ihr hier.


Das Eppendorfer Moor liegt an der Alsterkrugchaussee auf einer Fläche von gewaltigen 26 Hektar. Nicht nur ein Paradies für Pflanzen und wilde Tiere – auch Jogger, Hundehalter und Spaziergänger können hier richtig tief durchatmen und die Natur genießen.

Abwechslungsreiche Vegetation mit reicher Struktur

In der Moorlandschaft gedeiht eine vielschichtige Vegetation auf engstem Raum. Dabei bilden Schilfröhricht, Schlankseggen-Ried, Glockenheide-Gesellschaft, Pfeifengras oder Weiden-Faulbaum-Gebüsch einen reich strukturierten Flachmoorkomplex. Geprägt wird diese vielseitige Pflanzenwelt zusätzlich von Sumpf- und Königsfarn, Wasserfeder, Sumpf-Blutauge, Glockenheide, Lungenenzian und Gagelstrauch. Besonders berühmt ist das Eppendorfer Moor allerdings für seine Moose, von denen es hier noch 35 Arten zu finden gibt.

Diese Tiere brüten und fressen im Eppendorfer Moor

Darüber hinaus haben viele Vogelarten das Gebiet als geeignetes Brutrevier auserkoren. Zaunkönig, Kohlmeise, Amsel, Rotkehlchen, Zilpzalp und Mönchsgrasmücke sind hier genauso zu Hause wie Nachtigall, Grauschnäpper, Kleinspecht, Kleiber und Sumpfmeise. Außerdem fühlen sich neben Schmetterlingen im Naturschutzgebiet auch diverse seltene Libellen- und Lurcharten wohl.

Deutschlandweit einzigartig

Durch diese Mischung hat sich das Eppendorfer Moor als breit angelegtes Schutzgebiet für viele seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten einen Namen gemacht. Es bietet den moortypischen Bewohnern einen einzigartigen Lebensraum, der mit seiner zentralen Lage unter den Großstädten Deutschlands seinesgleichen sucht.

Die Seele baumeln lassen: Auf in die Hamburger Natur

In Hamburg findet sich prozentual so viel naturgeschützte Fläche wie in keinem anderen Bundesland. Wenn ihr auch einfach mal raus müsst, um euren Kopf frei zu kriegen und inmitten von Pflanzen und Tieren zu entspannen: Das sind die einsamsten Orte in der Hamburger Natur. Entdeckt zum Beispiel die Kirchwerder Wiesen oder spaziert durch die Fischbeker Heide.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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