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Jupiter Union / Jennifer Meyer
Hamburg

Urban Gardening in Hamburg: Hier gärtnert ihr ohne Garten

Jennifer Meyer
Jennifer Meyer

Ab ins Beet! Die Anzahl der öffentlichen Urban-Gardening-Projekte in Hamburg wächst immer weiter. Wir zeigen euch, wo ihr mitgärtnern könnt.

Urban Gardening in Hamburg vor der Haustür: Grünpatenschaft

Wir finden, dass die Möglichkeit einer Grünpatenschaft noch viel zu unbekannt ist. Dabei ist es die ideale Form für Hamburger, Urban Gardening direkt vor ihrer Haustür zu betreiben. Zuerst müsst ihr natürlich eine geeignete Fläche in eurer Nachbarschaft finden, zum Beispiel einen Grünstreifen oder die Bereiche rund um einen Baum, sogenannte Baumscheiben. Anschließend wendet ihr euch schriftlich an das jeweilige zuständige Bezirksamt und beschreibt möglichst genau, für welche Fläche ihr eine Grünpatenschaft übernehmen möchtest. Wenn alles passt, kommt eine formlose "Vereinbarung zur Übernahme der Grünpatenschaft" zustande. Und dann kann es losgehen mit dem Urban Gardening in Hamburg direkt vor der eigenen Haustür! Beim Verein Greencity Hamburg findet ihr weitere hilfreiche Tipps und Unterstützung.

Grünpatenschaft in Ottensen
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Urban Gardening im Hamburger Osten: Gartengruppe Wandsbek

Bereits seit August 2015 trifft sich die Gartengruppe Wandsbek einmal pro Woche – um als Nachbarn ein bisschen zusammenzurücken, sich über Themen wie dem nachhaltigen Anbau von Obst und Gemüse zu unterhalten und natürlich um gemeinsam zu gärtnern. Auch wenn die meisten Mitglieder aus Wandsbek kommen: Ein Muss ist das nicht. Einzige Bedingung für die Teilnahme an der Gruppe ist ein Interesse am Thema Permakultur. Denn Pestizide oder genveränderte Pflanzen kommen hier nicht in die Erde.

kiekmo

Mitten in Barmbek: FuhlsGarden

Die Mitglieder und die Beete vom FuhlsGarden in Barmbek sind so bunt wie der Stadtteil selbst. Egal, ob Jung oder Alt, Gartenprofi oder Urban-Gardening-Amateur – alle sind bei diesem Projekt herzlich willkommen. Einmal pro Woche wird gemeinsam gebuddelt, gebaut, gepflanzt und gepflegt. Am Ende jeder Gartensaison wartet dann ein großes Fest, bei dem die Ernte gemeinsam vernascht wird.

Urban Gardening auf dem Kiez: Gartendeck St. Pauli

Wohl das bekannteste unter den öffentlichen Urban-Gardening-Projekten in Hamburg: das Gartendeck St. Pauli. Bis zum April 2019 war es auf einer Fläche in der Großen Freiheit zu Hause. Aufgrund von Bauarbeiten musste es jedoch auf eine Ausweichfläche umziehen. Zu finden ist das Gartendeck nun vor dem Hospiz Leuchtfeuer in der Simon-von-Utrecht-Straße 4. Hier wird für die kommenden Jahre gebuddelt, gepflanzt, geschnackt und die Sonne genossen.

Der Name ist Programm: Tomatenretter e. V.

Bei den Tomatenrettern ist der Name Programm. Denn die Mitglieder des Vereins wollen auf einem Grundstück hinter der Dove-Elbe Tomaten retten. Sie setzen sich für den Erhalt der Artenvielfalt ein. Hier wird Urban Gardening in Hamburg zu praktischer Kritik am Umgang der Menschen mit der Natur. Regelmäßig kommen die Tomatenretter zusammen und kümmern sich um zig verschiedene Tomatenpflanzen, von denen man die meisten nicht im normalen Handel bekommt.

Urban Gardening in Hamburg für die Welt von morgen: Minitopia

Minitopia in Wilhelmsburg ist Hamburgs erste Community-Stadtfarm. Ein Spielplatz und Ort zum Experimentieren für alle, die nach einer alternativen Möglichkeit suchen, wie ein unabhängiges Leben in Zukunft aussehen kann. Teil von Minitopia ist auch das Urban Gardening. Ausgebildeter Gärtner ist keiner aus dem Kernteam. Den Anbau von Gemüse und Obst bringen sich alle selbst bei. Werdet Teil der Gruppe und lernt gemeinsam mit den anderen, wie man sich in Zukunft vielleicht sogar komplett selbst versorgen kann.

Apfeltage Minitopia Wilhelmsburg
Minitopia

Offen für alle: Interkultureller Garten in Wilhelmsburg

Der interkulturelle Garten in Wilhelmsburg ist gelebte Völkerverständigung. Denn die gemeinsame Arbeit im Garten schafft für Migranten die Möglichkeit, Teil einer Gruppe zu sein, die ein verständnisvolles und tolerantes Miteinander pflegt und nicht an Sprachbarrieren scheitert. In den Sommermonaten trifft sich die Gruppe immer sonntags zum Urban Gardening in Hamburg. Junge wie alte Menschen egal welcher Nation sind herzlich willkommen.

Auf die Nachbarschaft: Wurzelwerk

Die Vision vom Wurzelwerk: das Zusammenwachsen der Menschen in der Stadt. Deshalb wurde das Urban-Gardening-Projekt in Hamburg zwar von Studierenden gegründet, richtet sich aber explizit auch an alle Anwohnenden des Geländes der Universität Hamburg. In Hochbeeten und alten Dosen pflanzt das Wurzelwerk-Team hier Gemüse an. Selbst gebaute Möbel aus Paletten laden zum Chillen und Schnacken ein.

Tschüss Tristesse: Urban Gardening im Stephanusgarten

Für die Eimsbüttler Nachbarschaftsinitiative Stephanusgarten ist der Straßenrand mehr als eine Abstellfläche für Autos. Etwa 60 Menschen der Gruppe bringen jedes Jahr aufs Neue Ecken in Eimsbüttel zum Blühen, die sonst eher trist sind, damit der Stadtteil ein Ort zum Wohlfühlen für alle wird. Seit 2018 dürfen sie zudem die bezirkliche öffentliche Grünanlage neben der ehemaligen St. Stephanuskirche zum Urban-Gardening-Projekt umgestalten.

Stephanusgarten
Stephanusgarten

Gemeinsam weiterwachsen: Beet-Club

Der Beet-Club in Altona zeigt, wie viel Gemeinschaft und Urban Gardening in Hamburg bewegen kann. 2009 wollte der Energiekonzern Vattenfall eine Fernwärmetrasse für das Kohlekraftwerk Moorburg durch den Suttnerpark legen. Doch die Bürger wehrten sich und errichteten im friedlichen Protest ein Hochbeet. So retteten sie den Park. Die Zahl der Beete ist seitdem stark gestiegen. Ihr seid herzlich eingeladen, zum Wachsen des Gemeinschaftsgartens beizutragen.

Urban Gardening in Hamburg im großen Rahmen: BaLuGa

Das Urban-Gradening-Projekt BaLuGa – die Abkürzung steht für Bahrenfelder Luthergarten – findet ihr auf einer 14.000 Quadratmeter großen Fläche am Holstenkamp 87/Ecke Regerstieg. Willkommen sind hier alle, die Lust haben, einen gemeinsamen Garten anzulegen, Lagerfeuerplätze, eine Spielwiese oder einen Lehmbackofen zu bauen oder einen Hühnerstall herzurichten. Das Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen zusammenkommen und die Seele baumeln lassen können.

Bahrenfelder Luthergarten
Bahrenfelder Luthergarten

Urban Gardening in Hamburg: MOTTE-Nachbarschaftsgarten

Wenn es euch beim Urban Gardening in Hamburg weniger auf den Ertrag und mehr auf die gemeinsame Arbeit an der frischen Luft ankommt, seid ihr bei der Gartengruppe vom Stadtteil- und Kulturzentrum MOTTE in Ottensen genau richtig. Natürlich wird hier auch fleißig geerntet und gesät, doch steht der MOTTE-Naschgarten nicht nur den Mitgliedern, sondern der ganzen Nachbarschaft offen. An der Rothestraße, zwischen MOTTE-Hühnerhof und Spielplatz, hat die Gruppe einen kleinen Garten Eden geschaffen und ihr werdet staunen, was da nicht alles an Kräutern, Pflanzen und Gemüse in den Beeten gedeiht. Das Zauberwort heißt hier: Permakultur. Interesse an dem nachhaltigen Konzept ist also von Vorteil.

MOTTE Naschgarten
kiekmo

Altes Land oder Lüneburger Heide: Ausflugstipps für Naturliebhaber

Ihr liebt die Natur und lasst den Großstadttrubel gern mal hinter euch, um runterzukommen? Dann macht doch mal wieder einen Ausflug ins Alte Land oder in die Lüneburger Heide. Was ihr da alles machen könnt, verraten wir euch.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.