Direkt zum Inhalt
Thalia Theater
Hamburg

"Theater der Lüfte": Das Thalia macht Hamburgs Dächer zur Bühne

Das Thalia Theater hat eine neue Kunstaktion ins Leben gerufen. Beim "Theater der Lüfte" dienen die höchsten Dächer und Türme Hamburgs den Schauspielern als Bühne.


Abstandsregeln und Inzidenzwerte bestimmen derzeit das Verhalten auf der Erde, aber gelten sie auch über ihr? Die Ensemblemitglieder des Thalia Theaters jedenfalls erschließen im Dezember neue Bühnen, die dem Himmel näher sind als dem Boden. "Theater der Lüfte – eine transterrestrische Kunstaktion" nennen sie das.

Thalia Theater

Von den Dächern schreien, singen und sprechen

"Wenn es auf der Erde nicht möglich ist, bespielen wir zukünftig die Lüfte!", sagt Thalia-Intendant Joachim Lux. Und er meint es ernst. Für die Kultur wagt sich das Theater weit nach oben auf die höchsten Dächer und Türme Hamburgs, zum Beispiel auf die Terrasse der Elbphilharmonie. Für das erste von insgesamt 24 kurzen Videos sitzt Schauspieler Pascal Houdus auf dem Geländer und zitiert ein kurzes Gedicht von Wolfgang Wondratschek. Darin geht es – sehr passend – um den Zauber des Fliegens und die Sehnsucht danach. Im Anschluss singt Kollegin Franziska Hartmann. Ihre Stimme wird mit eindrucksvollen Drohnenaufnahmen vom wolkenverhangenen Hafen unterlegt.

Die Elphi ist erst der Anfang

In den nächsten Tagen sollen weitere kleine Performances aus Poesie, Tanz und Musik am Himmel über Hamburg entstehen und ausgestrahlt werden. Täglich um 19 Uhr könnt ihr auf den Social-Media-Kanälen und der Webseite des Thalia Theaters eine neue "Folge" sehen. Als luftige Bühnen sind unter anderem noch die Dächer von Katharinenkirche und Planetarium im Gespräch. Auch auf dem eigenen Dach am Alstertor will das Ensemble auftreten. Bis zum 24. Dezember 2020 soll die Kunstaktion gehen und damit Theaterfreunden und Kulturlandschaft gleichermaßen als eine Art Adventskalender, aber auch als ein (Lebens-)Zeichen dienen.

Thalia Theater

So könnt ihr den Kultureinrichtungen helfen

Die Corona-Pandemie trifft unsere Lieblinge in der Kulturszene besonders hart. Deshalb: Unterstützt euere lokalen Helden – Kultureinrichtungen.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

Mehr lesen über