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Kappeln
Kappeln an der Schlei Ostseefjord Schlei GmbH / Matzen
Hamburg

Endlich Urlaub? Nachbarbundesländer testen Tourismusmodelle

Mal wieder ein paar entspannte Tage an der Nordsee verbringen, in der Schleiregion wandern oder durch die Lüneburger Innenstadt flanieren: Das könnte – klopf auf Holz – schon bald möglich sein.


Einen Tapetenwechsel, wenigstens für ein paar Tage – das wünschen wir uns wohl alle sehnlichst. Und jetzt gibt es vorsichtige Hoffnung. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen starten in Kürze erste Modellversuche, die Urlaub in bestimmten Regionen möglich machen.

Ausgewählte Regionen in Schleswig-Holstein bereiten Saisonstart vor

Schleswig-Holstein hat vier Tourismusregionen ausgewählt, die unter strengen Auflagen in die Saison starten dürfen. Dazu gehören Nordfriesland mit Sylt, die Schleiregion mit Eckernförde, die Lübecker Bucht mit Timmendorf Strand und Scharbeutz sowie Büsum. Voraussetzung ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz hier stabil unter 100 liegt und die Intensivstationen nicht überlastet sind. Andernfalls müssen die Modellprojekte sofort abgebrochen werden und alle Gäste wieder abreisen. Los gehts am 19. April oder am 1. Mai 2021, zunächst für vier Wochen. Strenge Auflagen – was heißt das nun genau? Die Regionen haben unterschiedliche Konzepte vorgelegt. Rund um die Schlei zum Beispiel müssen die Urlauber bei der Anreise einen negativen Test vorlegen, spätestens nach drei Tagen noch einen Test machen und danach alle vier Tage. Dazu werden überall in der Region mobile Teststationen aufgebaut. Die Tests sind für die Gäste kostenlos.

Modellversuche in Niedersachsen stehen auf der Kippe

Ähnliche Modelle wird es in Niedersachsen geben. Insgesamt will das Bundesland 25 Modellkommunen auswählen. Hier sollen Gäste einkaufen, die Außengastronomie nutzen und Kulturstätten besuchen können. Lüneburg etwa will die Beschränkungen schon zeitnah lockern – allerdings erstmal nur für Bewohnende der Stadt und des Landkreises Lüneburg. Wenn sich das Modell bewährt, dürfen auch bald Nicht-Einheimische kommen. Was sie brauchen: das Lüneburg-Tagesticket. Das bekommt nur, wer einen negativen Corona-Test vorlegen kann. Aktuell stehen einige Modellkommunen in Niedersachsen jedoch auf wackligen Beinen. Denn sollte das Infektionsschutzgesetz verschärft werden, müssten die Versuche auch hier bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 abgebrochen werden. Das ist vielen Kommunen zu heikel. Der Aufwand würde sich für sie schlicht nicht lohnen.

Grünes Licht für Außengastronomie in Schleswig-Holstein

Immerhin: Seit dem 12. April 2021 ist in vielen Teilen von Schleswig-Holstein schon ein Stück Normalität eingekehrt. Da wo die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, dürfen Cafés und Restaurants ihre Außenbereiche eröffnen. Die Möglichkeit nutzen aber lang nicht alle Gastronomien. Das Risiko ist ihnen zu groß, dass sie schon bald wieder komplett schließen müssen. Für Gäste ist es aber allemal ein Lichtblick und allein das Gefühl, mal wieder auf der Terrasse eines Cafés zu sitzen und entspannt ein Käffchen oder ein Weinchen zu genießen, goldwert.

Diese Corona-Regeln gelten in Hamburg

Im Gegensatz zu unseren Nachbarn können wir aktuell nicht auf Lockerungen hoffen. Ihr habt längst den Überblick verloren? Dann könnt ihr bei uns nachlesen, welche Corona-Regeln in Hamburg gelten.

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