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Moritz Kindler / Unsplash
Niendorf

So sieht der Plan für das Mega-Projekt des FC St. Pauli aus

Alice von der Laden
Alice von der Laden

In der Bundesliga macht Braun-Weiß derzeit eine gute Figur. Damit das auch in Zukunft so bleibt und die Sportler beste Voraussetzungen haben, stellte der Verein nun die Pläne für das neue, hochmoderne Trainingsgelände in Niendorf vor.

Nach jahrelanger Planung sollen an der Kollaustraße in Niendorf vier neue Fußballfelder samt Profi-Trainingsgelände und ein neues Nachwuchsleistungszentrum entstehen. Damit hätte der Verein alle Sport- und Trainingsstätten an einem Ort versammelt. Gemeinsam mit der Stadt Hamburg, der Eigentümerin der Fläche, hat der FC St. Pauli das rund 30 Millionen Euro teure Projekt am 3. Februar 2022 vorgestellt. Neben Pauli-Präsident Oke Göttlich und Sportchef Andreas Bornemann sind Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote und Finanzsenator Andreas Dressel an dem Projekt beteiligt.

Ein neues Trainingsgelände ist seit Langem nötig

Schon lange ist klar, dass der FC St. Pauli ein neues Trainingsgelände benötigt, um weiterhin den Bestimmungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu entsprechen. Derzeit sind die Trainingsplätze des Kultklubs über verschiedene Standorte in der Hansestadt verteilt. An der Kollaustraße gibt es bisher drei Plätze. Seit über sieben Jahren sucht Pauli nach einer neuen Fläche, doch die zu finden war in einer Großstadt wie Hamburg nicht leicht. Zwischenzeitlich war sogar von einem Umzug nach Niedersachen oder Schleswig-Holstein die Rede. Nach vielen intensiven Gesprächen über die Finanzierung und Planung des neuen Sportzentrums wurden sich Stadt und Verein schließlich einig. 

"Ein riesengroßer und zukunftsweisender Schritt für den Verein", so Präsident Oke Göttlich über das Projekt. Für den Zweitligisten bedeutet das neue Trainingszentrum nicht nur bessere Trainingsbedingungen für die Profis, sondern auch den Ausbau der Nachwuchsförderung. Bis 2023 soll ein Bebauungsplan stehen und der Bau der ersten Fußballfelder beginnen. Insgesamt rechnet der Verein mit Kosten von 30 Millionen Euro. Ein Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Hamburg über 60 Jahre ermöglicht dem FC St. Pauli die freie Nutzung der rund 90.000 Quadratmeter großen Fläche.

Kritik von anderen Vereinen

Zwar ist es für den FC St. Pauli erfreulich, ein neues Sportzentrum in so zentraler Lage zu bekommen, doch für andere Vereine bedeutet das einen Umzug. Insgesamt fünf Hamburger Vereine müssen ihre derzeitigen Trainingsstätten aufgeben: die Baseballer der Stealers und der ETV Knights sowie die Fußballer von West-Eimsbüttel, TSV Stellingen und HFC Falke. Ein ehemaliges Gelände der Universität Hamburg sowie das derzeitige FC St. Pauli Nachwuchsleistungszentrum am Brummerskamp in Eidelstedt werden dann die neuen Trainingsplätze der Vereine.

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Quellen zum Text: