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Burg Henneberg
Andreas Kreutzer
Hamburg

Hamburg für Entdecker: 10 lauschige Orte zum Runterkommen

Hamburg, unsere Perle! Es gibt unzählige schöne oder auch (historisch) interessante Fleckchen, die definitiv mal einen Ausflug wert sind. Hier kommen 10 lauschige Orte abseits des Mainstreams.


Burg Henneberg: Verwunschen in Poppenbüttel

Hamburgs Keimzelle, die Hammaburg, ist schon lang verschwunden. Eine Burg hat Hamburg dennoch: die Burg (beziehungsweise Burgruine) Henneberg in Poppenbüttel. Das Gebäude stammt zwar nicht aus dem Mittelalter, doch sieht es ganz so aus – und 130 Jahre bewegte Geschichte hat sie auch hinter sich. Einfach mal so besuchen könnt ihr die Burg Henneberg leider nicht, doch hier finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt, die ihr nach persönlicher Anmeldung kostenlos als Gäste besuchen könnt. Auch Führungen für kleine Gruppen sind möglich.

Infos: Burg Henneberg, Marienhof 8, 22399 Hamburg

Der Mittelkanal in Hammerbrook

Hammerbrooklyn zählt mit seinen riesigen Bürokomplexen gemeinhin nicht unbedingt zu den lauschigen Stadtteilen. Doch er hat romantische, schöne Eckchen zu bieten. Zum Beispiel den Mittelkanal, an dem ihr spitzenmäßig spazieren und inmitten der extrem urbanen Umgebung reizvolle, verwunschene Ecken entdecken könnt.

Tankweg: Ungestörter Blick auf den Hafen

Der Hamburger Containerhafen gehört unbestreitbar zur Kulisse der Stadt. Wer einen genaueren Blick auf die einzigartige Atmosphäre werfen möchte, der kann entweder eine Hafenrundfahrt gemeinsam mit vielen anderen machen oder er erobert einfach den Tankweg und die parallel verlaufende Pappelallee. Am östlichen Ende des nahezu unbebauten Gebietes könnt ihr den Blick schweifen lassen. Zugegeben: Die Umgebung ist hier nicht wirklich lauschig, aber der Ausblick auf die unzähligen Kräne, die Container und den spannenden Arbeitsablauf im Hafen ist einmalig. Und ihr könnt ihn ganz ungestört genießen, denn hierhin verirrt sich nur selten jemand.

Bunthäuser Spitze: Der kleinste Leuchtturm Hamburgs

Habt ihr schon mal was von der Bunthäuser Spitze gehört? Nein? Nicht schlimm, ist ja auch ein absoluter Geheimtipp. Hier im Südosten Hamburgs teilen sich die Ströme der Ober- und Unterelbe. Und das inmitten vom Heuckenlock, dem artenreichsten Naturschutzgebiet Hamburgs. Ein herrlicher Ort für einen ausführlichen Spaziergang. Eine etwa zwei Kilometer lange ausgezeichnete Wanderroute weist euch dabei den Weg. Besonders schön: An der Bunthäuser Spitze steht der kleinste Leuchtturm Hamburgs. Im Jahr 1914 wurde der Holzturm erstmalig in Betrieb genommen – seit 2005 steht der 6,70 hohe Turm unter Denkmalschutz. Fazit: eine ganz besonders lauschige Atmosphäre.

Wittenbergener Heide: Zwischen Kiefern und Heidebüschen

Nanu? Eben noch seid ihr durch den Klövensteen zwischen großen Bäumen marschiert (auch toll!), dann plötzlich steht ihr in der Heide. Teleportation? Wahnvorstellungen? Aber keineswegs. Südlich des Tinsdaler Kirchenwegs erstreckt sich die Wittenbergener Heide. Sandige Wege durchziehen die Landschaft, schlängeln sich zwischen Heidepflanzen, Kiefern und sogar einer großen Düne hindurch.

Fähranleger Neuhof: Blick auf die Köhlbrandbrücke

Für Naturliebhaber ist dieser Tipp nur bedingt geeignet – Bäumchen und Blümchen werdet ihr hier eher weniger finden. Dennoch ist dieser Schiffsanleger gerade in der Abendstimmung ein wunderbar romantischer Ort, an dem ihr einen spektakulären Blick auf die Köhlbrandbrücke habt. Man muss halt nur industriellen Hafencharme mögen. Erreichen könnt ihr den Anleger ganz leicht mit der Fähre Nr. 61.

Infos: Neuhof (Fähre), 20457 Hamburg

Müllberg in Hummelsbüttel

Es gibt wohl wenige Plätze, die weniger lauschig klingen als ein Müllberg. Und doch ist der in Hummelsbüttel einer. Denn es ist schon ewig her, dass hier Abfälle hingekarrt wurden. Stattdessen wurde der 79 Meter hohe "Berg" begrünt – und ist nun ein Naturparadies mit prächtiger Aussicht unter anderem auf die Hamburger Skyline und die den Flughafen ansteuernden Flieger. Tipp: Sollte es in Hamburg jemals schneien, ist die Abfahrt mit dem Schlitten ein Riesenspaß.

Naturschutzgebiet Höltigbaum: Wilde Weiden im Osten

Eine weite Savanne. Büffel grasen in der Ferne. Wäh? Wilder Westen? Nein, hier geht es um die Wilden Weiden im Osten: Wir reden vom Naturschutzgebiet Höltigbaum in Rahlstedt. Wo früher Panzer fuhren, erstreckt sich nun ein weitläufiges Paradies, in dem ganzjährig Schafherden, Ziegen und Gallowayrinder weiden (keine Büffel, klar). Ihr könnt hier großartig herumwandern und im Haus der Wilden Weiden die interaktive Ausstellung oder einen der Vorträge besuchen, die dort stattfinden.

Infos: Naturschutzgebiet Höltigbaum, Haus der Wilden Weiden, Eichberg 63, 22143 Hamburg

Elbstrand Finkenriek

Strand in Hamburg? Klar, Övelgönne. Manche von euch waren vielleicht auch schon am Falkensteiner Ufer in Blankenese oder am fantastischen Wittenbergener Strand in Rissen. Aber habt ihr schon mal vom Elbstrand Finkenried in Wilhelmsburg gehört? Eine wunderschöne Ecke für den mentalen Kurzurlaub.

Infos: Elbstrand Finkenriek, Finkenrieker Hauptdeich, 21109 Hamburg

Chinesisches Teehaus Yu Garden: Klein-Asien in Rotherbaum

Wenn ihr mitten in Rotherbaum plötzlich vor dem Yu Garden steht, reibt ihr euch vermutlich erst einmal verwundert die Augen: Das Gebäude-Ensemble ist ein original chinesisches Teehaus! Erbaut wurde es 2006 im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai, und seit Februar 2020 ist es nach einer längeren Sanierungsphase auch wieder bewirtschaftet. Ihr könnt dort nicht nur Tee trinken und original chinesische Gerichte essen, sondern es finden auch viele kulturelle Veranstaltungen statt.

Infos: Chinesisches Teehaus "Yu Garden", Feldbrunnenstraße 67, 20148 Hamburg (Rotherbaum)

Wie wäre es mal wieder mit einem Ausflug ins Alte Land?

Ihr mögt es idyllisch und kommt auch gern mal ganz raus aus der Stadt? Dann werden euch unseren ganzjährigen Tipps fürs Alte Land bestimmt interessieren.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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