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REWE GROUP / der Kristof
St. Pauli

Schlüpfrig shoppen: Kiez-PENNY erstrahlt im neuen Look

Spätestens seit der SPIEGEL-TV-Reportage genießt der Kiez-PENNY nicht nur stadt- sondern landesweite Berühmtheit. Jetzt hat der Kult-Discounter ein Magic Makeover hinter sich.


Roter Eingang, Neonschrift, gelbe und rote Glühbirnen im Look der Zwanziger und ein leuchtender Pfeil, der den Weg weist. Nein, hier geht es nicht etwa um eine neue Burlesque-Bar, die auf der Reeperbahn eröffnet hat. Sondern um das neue Gewand, in dem sich der Kiez-Penny seit Neuestem präsentiert. Damit passt er optisch nicht nur besser auf die sündige Meile, sondern auch zur Geschichte seines Gebäudes – denn hier befand sich früher das Varieté Allotria, vormals: Alkazar. Am 17. November 2020 öffneten sich die Pforten in die neue Einkaufswelt nach vierwöchiger Umbauphase.

"Der PENNY Kiez ist der jüngste Leuchtturm-Markt, bei dem wir den Nachbarschaftsgedanken auf die Spitze getrieben haben. Wir holen den Kiez und sein unverwechselbares Lebensgefühl in den Markt. Wir zeigen, dass wir uns als festen Bestandteil der Reeperbahn sehen", erklärt Stefan Magel, Bereichsvorstand Handel Deutschland der REWE Group und COO PENNY.

Prominente Patin: Olivia Jones

Nicht ganz unschuldig ist Kiez-Königin Olivia Jones: Als Penny-Patin hatte sie nämlich bei der Umgestaltung "ihres" Ladens ordentlich die Finger im Spiel. "So einen coolen, sexy Supermarkt hab ich echt noch nie gesehen, das ist wirklich der beste Supermarkt Deutschlands", findet sie und lässt es sich nicht nehmen, ihre Fans auf Instagram mit in den Laden zu nehmen. Strassbesetzte Maske und Paradiesvogel-Outfit inklusive, versteht sich. Etwas Stolz ist da schon zu erkennen.

Ganz uneigennützig ist das Ganze nicht. Schließlich kauft die Dragqueen als Anwohnerin selbst hier ein und kann nun täglich in den Genuss ihres Werkes kommen. "Ich lebe und arbeite jetzt seit fast 30 Jahren auf St. Pauli. (...) Der PENNY Kiez ist Kult. Und ich freue mich, dass er jetzt durch den neuen Style noch einzigartiger und unverwechselbarer wird. Dass wir dabei auf Künstler aus der Nachbarschaft gesetzt haben und auch das Soziale nicht zu kurz kommt, lag mir besonders am Herzen", sagt sie. Für die Umgestaltung hat sie mit den lokalen Künstlern Ray de la Cruz und Michael Golding zusammengearbeitet.

"Geil, dass ihr da seid"

So lautet das neue Motto des Kiez-PENNY, das in Neonlettern von der mit Ornamenten geschmückten Wand grüßt. Und auch ansonsten bedient sich der Discounter ganz szenegerecht eines, nun ja, eher schlüpfrigen Vokabulars. "Rein und raus" gehts am Eingang, bei den Backwaren warten "heiße Teile" darauf, vernascht zu werden und auch die "knackigen Dinger" aus der Obst- und Gemüseabteilung sind nicht zu verachten. Es gibt "tolle Wurst" und "geilen Aufschnitt", "kleine Sünden" findet ihr im Süßwarenregal – alles zum "Oralverzehr" geeignet. Und an der Kasse fordert Olivia schließlich: "Tüten raus!" – der ganz normale Kiez-Jargon eben. Von den Wänden strahlt frisches Graffiti, vorbei der alte Schmuddel-Look. Ein leuchtender Einkaufswagen "tanzt" Pole – der Reeperbahn-Penny hebt sich jetzt wie kein anderer aus der Masse ab, ist sozusagen das Luder unter den Discountern.

Ziemlich gelungenes Marketing, finden wir. Zumindest zaubert es uns ein Schmunzeln unter die Masken. Und das ist doch gerade in Zeiten wie diesen schon ganz schön was wert, oder?

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