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Stellinger Schweiz
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Stellingen

kiekmo Stadtteilspaziergang: Grün, grüner, Stellingen

Bewegung an der frischen Luft in allen Ehren, aber mittlerweile wirds langweilig im eigenen Stadtteil? Da helfen wir: In unserer Serie nehmen euch unsere Redakteurinnen mit durch ihre Viertel.


Distanz kleine Runde: 4,5 Kilometer | Wegzeit: etwa 1 Stunde (ohne Pausen) | Highlights: süße Schrebergärten, der Stellinger Wasserturm und Löwengebrüll bei Hagenbecks

Nachdem ich euch bei meinem letzten Stadtteilspaziergang durch St. Pauli mitgenommen habe, ist heute der andere Stadtteil mit "S" dran: Stellingen. Während ich in ersterem einfach nur wahnsinnig gerne viel Zeit verbringe, lebe und wohne ich tatsächlich an der Grenze zu letzterem. Und das ist auch gut so. Wenn nämlich auf Pauli die Sonne hinterm Berg verschwindet, herrscht immer noch buntes Treiben. In Stellingen gehen dann hingegen schon die ersten Lichter aus und es wird ruhig auf den Straßen. Das freut nicht nur mich, sondern auch meinen vierbeinigen Mitbewohner Finn.

Jetzt aber genug geschnackt. Jacke an und rein in die Schuhe – wir gehen zusammen spazieren!

Warteschlange
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Das Wichtigste zuerst: Kaffee und Franzbrötchen!

Der aufmerksamen Leserschaft wird es vielleicht aufgefallen sein: Ich sagte, dass ich an der Grenze zu Stellingen wohne. Rein faktisch befindet sich meine Straßenhälfte nämlich in Eimsbüttel, die andere aber schon in Stellingen. Und weil ich nun mal gerade noch so in Eimsi wohne, beginnen wir auch hier unseren Spaziergang. Um genau zu sein vor der Kleinen Konditorei am Langenfelder Damm. So einen Spaziergang bedarf schließlich einer kleinen Stärkung in Form von Kaffee und Franzbrötchen. Die Warteschlange vor der Kondi ist zwar, wie immer, irre lang, aber das Warten lohnt sich: das Franz der Woche ist nämlich mit Streuseln!

Proviant ist gekauft, dann geht auch schon los – und zwar einmal über die Straße und rein in den Steenwisch. Hier laufen wir – wir, das sind übrigens Finn und ich – bis zum Kreisverkehr, biegen links ab und folgen der Straße dann bis zum Stellinger Wasserturm.

Kleine Konditorei
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Stellingens Wahrzeichen: Der Wasserturm

Den könnt ihr gar nicht verfehlen, weil er hier, zwischen Wohnhäusern und Schrebergärten, mit seinen 47,59 Metern Höhe fast wie ein Wolkenkratzer in den Himmel ragt. 1911 erbaut, versorgte er lange Zeit die Stadtteile Stellingen, Langenfelde, Niendorf und Eidelstedt mit Trinkwasser. 1979 verkauften die Hamburger Wasserwerke den Turm dann für 300.000 DM an eine private Wohnungsbaugesellschaft, die einige Umbauten durchgeführt hat. Wie es in den dann entstandenen Wohnungen aussieht, können wir nur erahnen. Der Ausblick muss jedenfalls gigantisch sein. Für Finn und mich gehts aber erstmal weiter.

Wasserturm Stellingen
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Es grünt so grün im Kleingartenverein Stellingen

Sobald man den Wasserturm passiert, betritt man quasi auch schon das Gelände vom Kleingartenverein Stellingen. Es geht an einer großen Hecke entlang, in der sich nach wenigen Metern ein kleiner, fast versteckter Eingang auftut. Hier bitte einmal eintreten! Der kleine Weg, vorbei an einigen Schrebergärten, führt geradewegs in den Stadtpark Eimsbüttel. Hier treffen sich nicht nur Hunde samt Besitzer aus dem ganzen Viertel, sondern auch allerhand Sportler, die Lütten zum Spielen und im Sommer auch zahlreiche Sonnenanbetende. Weil gerade keine anderen Fellnasen zum Spielen da sind, marschieren wir direkt weiter.

Stadtpark Eimsbüttel
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Solltet ihr den kleinen, geheimen Weg in der Hecke nicht gefunden haben, biegt ihr einfach am nächstmöglichen größeren Weg ab. Der führt euch einmal quer durch die Schrebergartenanlage und bietet ordentlich Gelegenheit zum Gucken. Während in manchen Gärtchen Blümchen, Pflanzen und Gewächse wild durcheinander sprießen, ist der Rasen in den nächsten wieder millimetergenau getrimmt. Herrlich, wie unterschiedlich doch die Geschmäcker sind.

Schrebergarten
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Ab in die Stellinger Schweiz

Egal, ob ihr durch den Park oder die Gärten gegangen seid, am Ende landet ihr auf der Hagenbeckstraße. Ihr dreht euch einmal nach links, folgt der Straße bis ans Ende, rüber über die Kreuzung, rechts vorbei am Tierpark, hört – mit etwas Glück – gerade einen Löwen brüllen oder Elefanten tröten, und steuert nun die Stellinger Schweiz an. Noch nie von gehört? Dann wirds aber Zeit!

Die Stellinger Schweiz ist ein kleines Paradies im Stadtteil – und das Ziel der kleinen Runde. Auf den Grünflächen können Hunde frei laufen, die Lütten auf dem riesigen Spielplatz toben, Jogger ihre Runden drehen, Leseratten auf der Wiese bei einem guten Buch entspannen und Radelnde beim Auf und Ab ihre Kondition testen. Solltet ihr euer Franzbrötchen noch nicht verspeist haben (so wie ich), macht es euch doch für ein paar Minuten auf einer der zahlreichen Bänke bequem. Neben dem herrlichem Kinderlachen im Hintergrund kann man auch wunderbar den Vögel lauschen und zur Ruhe kommen.

Stellinger Schweiz
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Wie jetzt, noch gar nicht müde?

Distanz große Runde: rund 6 Kilometer | Wegzeit: etwa 1,5 Stunden (ohne Pausen) | Highlights: Wald und Damwild

Solltet ihr noch Energie haben, könnt ihr uns noch weiter folgen. Uns zieht es nämlich ins Niendorfer Gehege. Das liegt, da habt ihr schon recht, nicht mehr in Stellingen, ist aber um die Ecke und immer einen Ausflug wert.

Es geht also einmal quer durch die Stellinger Schweiz und wieder rein in eine Kleingartenanlage. Raus kommen solltet ihr am Ende im Deelwisch. Linkerhand müsstet ihr eine S-Bahn-Brücke sehen. Da bitte einmal unten durch und direkt wieder links abbiegen. Ihr folgt dem unbefestigten Weg entlang eines kleinen Baches, der Kollau, und biegt, sobald ihr rechts eine kleine Holzbrücke seht, ins Niendorfer Gehege ein.

Niendorfer Gehege
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Wald, so weit das Auge reicht

Finn und ich streifen ab hier am liebsten querfeldein durch den Wald und genießen die Ruhe, die hin und wieder nur von Vogelgezwitscher durchbrochen wird. Solltet ihr uns folgen wollen, nehmt bitte unbedingt Rücksicht auf Pflanzen und Tiere. Ihr könnt aber natürlich auch einen der zahlreichen Wege durchs Waldgebiet einschlagen.

Wenn ihr euch ab der Brücke eher rechts haltet, kommt ihr irgendwann am Damwild-Gehege raus und könnt den schönen Tieren beim Grasen, Schlafen oder sogar Rennen zusehen. Wenn ihr euch eher links haltet, erreicht ihr irgendwann das Waldcafé Corell, wo ihr euch mit einem weiteren Heißgetränk eindecken könnt. Rückzug schlagt ihr dann einfach einen der anderen Waldwege ein und kommt vielleicht sogar an der (etwas unheimlichen) Villa Mutzenbecher vorbei.

Hund
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