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Elbinsel Lühesand
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Hamburg

Entdeckt Hamburgs Inseln! 5 unbekannte Eilande

Reif für die Insel in Hamburg? Das trifft sich gut! kiekmo stellt euch eher unbekannte Eilande rund um die Hansestadt vor. Und nein, wir meinen jetzt nicht Wilhelmsburg …


Diese Inseln grenzen an Hamburg: Hanskalbsand und Neßsand

Man nennt sie auch die verbotenen Inseln. Denn von Hamburg aus scheinen Hanskalbsand und Neßsand gar nicht so weit entfernt zu sein, liegen sie doch ungefähr auf Höhe der Stadtteile Rissen und Blankenese mittig in der Elbe. Aber: Das Hinkommen könnte sich als ziemlich schwierig gestalten. Schließlich verkehrt kein Boot vom Festland aus zu den durch einen schmalen Streifen miteinander verbundenen Inseln. Das hat aber auch seinen Grund: Neßsand und Hanskalbsand stehen unter Naturschutz und dürfen nicht von Menschen betreten werden. Nur der Inselwart kommt regelmäßig dorthin, um seinen Dienst zu verrichten. So können Zauneidechsen, Austernfischer und sogar Seeadler ungestört dort leben.

Auf der Insel Neßsand, die sich Hamburg, Niedersachen und Schleswig-Holstein teilen, gibt es lediglich zwei Stellen, wo Segler festmachen und sich im Umkreis von wenigen Metern bewegen dürfen. Auf dem zu Niedersachsen gehörenden Hanskalbsand können Kanufahrer immerhin noch den nördlichen Strandabschnitt ansteuern. Und so sind diese beiden Inseln von Hamburg aus so nah und doch so fern.

Von Lauben und Gärten: Die Billerhuder Insel

Sanft fügt sich die Billerhuder Insel mitten in Hamburg-Rothenburgsort in eine Kurve zwischen Bille und Bullenhuser Kanal ein. Billderhuder-was, werdet ihr euch jetzt vielleicht fragen. Denn dass die Elbe bei Hamburg Inseln umspült, dürfte mehr Menschen geläufig sein, als dass sich auch in der Bille ein kleines Eiland befindet. Etwa 38 Hektar misst die Billerhuder Insel und bietet damit gut 581 Kleingartenparzellen Platz.

Die Schrebergärtner der Gartenkolonie Billerhude von 1921 haben das grüne Fleckchen fest in ihrer Hand. Einige von ihnen, etwa 60, leben sogar noch dauerhaft hier. Ein Überbleibsel aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als Gartenkolonien als Behelfsheime genutzt wurden. Die Bewohner können die Häuser an die nächste Generation weitervererben, doch wenn heute jemand wegzieht oder verstirbt, müssen die alten Gebäude abgerissen und durch Lauben ersetzt werden. Der Fluss vor der eigenen Haus- bzw. Gartentür eröffnet einige Möglichkeiten. Viele haben hier ein eigenes Kanu, sie angeln sich ihren Fisch selbst und genießen die Ruhe zwischen Wasser und Grün. Kein Wunder, dass die Warteliste für einen Schrebergarten dort ziemlich lang ist …

Insel bei Hamburg für Camper: Lühesand

Anders als bei Hanskalbsand und Neßsand heißt es bei Lühesand: visitors welcome! Die 124 Hektar große Insel bei Hamburg ist nämlich ein wahres Paradies für Camper. Sand zwischen den Füßen, wilde Rosen, Elbblick-Idylle und um euch herum nur das Gezwitscher von Vögeln … und ein paar grasende Gallowayrinder. Ansonsten: herrliche Ruhe! Auf Lühesand dürfen nämlich keine Autos, ja nicht einmal Fahrräder fahren. Die lassen Besucher auf dem Festland zurück, bevor es mit dem Boot von Pächter Holger Blohm innerhalb von zwei Minuten auf die Insel geht. Für Dauercamper, die von Ende März bis Anfang Oktober mit mobilen Häusern oder Caravans kommen, hat er eine extra Fähre. Am Ende der Saison muss alles wieder abgebaut werden, Lühesand wird im Winter nämlich oft überschwemmt.

Ihr braucht allerdings keinen eigenen Wohnwagen, wenn ihr die Insel von Hamburg aus besuchen wollt. Zwei voll ausgestattete Camper stehen zur Vermietung bereit und auch das Zelten ist auf dem Platz von Holger Blohm kein Problem. Nur gut packen solltet ihr, weil es auf Lühesand keinen Supermarkt gibt. Dafür aber eine Gaststätte, die Hausmannskost serviert. Dort und in den Sanitäranlagen gibt es fließendes Wasser und Strom, ansonsten versorgen sich die Camper selbst mit aufgefüllten Kanistern und Solaranlagen. Das ist euch zu viel Aufwand? Macht nichts, Lühesand lohnt sich auch bloß für einen Tagesausflug.

Infos: Campingplatz und Fährbetrieb Lühesand, Sandhörn 6 a, 21720 Grünendeich

Hamburgs Mini-Eiland: Die Gurlitt-Insel

Wetten, ihr kennt diese Insel in Hamburg, habt sie aber als solche so richtig bewusst noch gar nicht wahrgenommen? Vielleicht seid ihr auch schon mal ganz selbstverständlich mit wenigen Schritten über die Brücke spaziert, die das Ostufer der Außenalster mit der kleinen Gurlitt-Insel – gerade mal 12 Meter lang und 60 Meter breit ist sie – verbindet. Zum Beispiel um euch im Pavillon vom Café Prüsse einen kühlen Drink am Wasser zu genehmigen. Oder um den dort ansässigen Ruder- und Segelclubs einen Besuch abzustatten.

Die nach dem Pädagogen und Aufklärer Johannes Gurlitt benannte Insel war aber nicht immer in der Hand der Wassersporttreibenden. In der Zeit des Nationalsozialismus trafen sich hier die Swing-Kids, um unter den großen Weiden heimlich ihre Begeisterung für die amerikanische Musik weiter ausleben zu können. Heute ist das Tanzen dort wieder erlaubt – etwa in der Event-Location Alsterlounge.

Binneninsel in Hamburg: Peute

Die Peute ist Hamburgs Insel der Industrie. Schornsteine, Fabrikgebäude und alte Bahngleise dominieren das zur Veddel gehörende Binneneiland. Aber wir wissen ja: Auch Industrie kann ihren Charme haben. Insbesondere, wenn sie wie im Fall der Peute auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Nach 1920 errichtete dort die Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine (GEG) mehrere Produktionsstätten, unter anderem eine Papierfabrik, eine Kaffeerösterei und ein Zentrallager.

Doch von dem historischen Gebäudeensemble sind heute nur noch die chemische Fabrik und das Papierwerk erhalten, obwohl es zwischenzeitlich unter vorläufigem Denkmalschutz stand. Das Kesselhaus mitsamt Schornstein, das Zentrallager, die charakteristischen Garagenanlagen sowie weitere Gebäude ließ die Hamburg Port Authority (HPA) abreißen. Ein Besuch auf der Peute lohnt sich für euch aber trotzdem noch, wenn ihr ein wenig in die Vergangenheit reisen möchtet.

Apropos Reise in die Vergangenheit … Dinge, die es nicht mehr in Hamburg gibt

Ganz schön nostalgisch geht es in unserem Artikel über Dinge, die es früher in Hamburg gab, zu.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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