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Unsplash / Artur Tumasjan
Hamburg

Hamburger Sommerferien zu Hause: 15 Tipps für die ganze Familie

Sommerferien in Hamburg – das bedeutet für viele eine Urlaubsreise. Doch gerade in diesem Jahr verzichten viele Hamburger darauf. kiekmo verrät, wie auch ein Sommer zu Hause ganz besonders wird.


Klein anfangen: das eigene Viertel erkunden

Mal ehrlich, wann nehmen wir uns schon mal ganz bewusst die Zeit dafür? Auf dem Weg zur Bahn kommen wir immer an denselben Geschäften vorbei – aber was ist mit den Seitenstraßen? Vielleicht liegt euer neues Lieblingscafé nur einen Steinwurf entfernt, ihr entdeckt einen kleinen, feinen Laden oder fragt euch, warum ihr noch nie in dem Park oder auf dem Wochenmarkt um die Ecke wart. Wer weiß, gibt es womöglich eine versteckte Kneipe oder ein Geschäft mit nützlichem Tüdelkram, von dem ihr noch nichts wusstet? Vielleicht entdeckt ihr auch verwinkelte Gassen, Hinterhöfe und Abkürzungen! Oder ihr besucht endlich mal dieses eine Restaurant, mit dem ihr schon ewig liebäugelt. Und wenn ihr jede Ecke und jeden Winkel erkundet habt, könnt ihr mit Fug und recht von EUREM Viertel sprechen.

Den Horizont erweitern: ein neues Viertel entdecken

Für einige mag das ein Realitätsschock sein, aber: Hamburg besteht nicht nur aus Schanze, Pauli und Eimsbüttel! Gerade dort, wo es weniger brummt, fühlt es sich schnell gar nicht mehr nach Großstadt, sondern nach Urlaub an. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Fährfahrt nach Finkenwerder? Immerhin verleiht der Stadtteil der Finkenwerder Scholle ihren Namen! Zwischen idyllischen Backsteinhäusern, Yachthafen, Naturschutzgebiet Süderelbe und dem Rüschpark lässt es sich aushalten. Im Freibad könnt ihr bei der obligatorischen Portion Pommes die dicken Pötte auf der Elbe beobachten. Bestimmt gibt es für jeden von uns so einige Viertel, die wir gar nicht auf dem Schirm haben – oder wisst ihr, was in Cranz, Eilbek oder Nienstedten geht (und wo die überhaupt liegen)? Ein Besuch in Hamburgs unterschätzten Stadtteilen lohnt sich allemal!

Entspannung pur: ein Nachmittag im Hotel

Ihr liebt euren alljährlichen Hotelurlaub, in dem ihr einfach mal die Seele baumeln lasst und euch vom Personal verwöhnen lasst? Verständlich! Dann macht es euch doch einfach mal in einem der Hamburger Hotels gemütlich – die Angebote von Spa-Bereich bis Restaurant und Hotelbar sind reichhaltig. Wer nicht direkt einchecken will, darf es sich diesen Sommer auf der Dachterrasse des Vier Jahreszeiten gemütlich machen. Legt euch in einem der Lounge-Sessel oder Strandkörbe zwischen den Zitronenbäumen ab und genießt den Blick über die Binnenalster und den Jungfernstieg. Wenn ihr die Augen schließt und den Möwen lauscht, fühlt ihr euch trotz City-Lage ganz woanders. Kleiner Haken: 50 Euro Mindestverzehr werden erwartet. Wenn ihr das "Rooftop" entspannt verlasst, ist es das doch trotzdem allemal wert, oder?

Neue Perspektiven: eine alternative Stadtführung

Nur was für Touris? Von wegen! Es kann wohl kaum einer behaupten, Hamburg wirklich in- und auswendig zu kennen. Abseits von großer Hafenrundfahrt, Alsterdampfer und Stadtrundfahrt rotem Bus bietet Hamburg viele alternative Stadtführungen, bei denen auch alteingesessene Hamburger noch etwas lernen können. Waterkant Touren zum Beispiel entführt euch im Bulli auf der Geheimtipp-Tour in den industriellen Hamburger Süden oder mit der Kompass-Tour in alle Himmelsrichtungen der Metropole. Dann wären da noch Stattreisen, die den Fokus auf Hamburger Street Art legen, oder der Stadtrundgang von Hinz & Kunzt, der euch Hamburg aus Perspektive der Obdachlosen zeigt. Und das waren nur einige Beispiele! Einfach mal Touri in der eigenen Stadt sein, etwas dazu lernen und Hamburg danach noch mehr lieben! Fotos fürs Album könnt ihr auch machen. Klingt gut für die Stadturlauber unter euch? Na, dann los!

Der Hamburger Ferienpass: Spaß für die ganze Familie

Für Schüler hält der Sommer wieder etwas ganz Besonderes bereit: Den Ferienpass der Stadt Hamburg für die Sommer- und Herbstferien. Mit ihm erhalten Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 19 Jahren Ermäßigungen bei über 100 Angeboten und Aktivitäten in und rund um Hamburg. Auch Angebote für die ganze Familie sind enthalten. Bereits seit 1969 erscheint der Ferienpass jährlich. Dieses Jahr wurde explizit darauf geachtet, dass die Angebote auch unter den herrschenden Maßnahmen und Regeln wahrgenommen werden können. Beispielsweise sind Touren durch das Gängeviertel, Erste-Hilfe-Kurse, Online-Feriencamps oder verschiedenste Workshops von Kunst und Kultur über Natur und Umwelt bis hin zu Medien und Computer möglich. Der Pass wurde in den Schulen ausgeteilt, ist aber auch zum Download erhältlich und liegt unter anderem in den Kundenzentren der Bezirke, den Bücherhallen und in BUDNI-Filialen aus. Ob die Sommerferien da überhaupt ausreichen?

Kulturprogramm: ein Besuch in der Elphi

Einen Vorteil hat die Sache ja: Weniger Touristen sind in Hamburg, die Stadt ist wesentlich leerer als sonst. Dasselbe gilt natürlich auch für die Attraktionen der Hansestadt, allen voran die Elbphilharmonie. Die lädt nun, da keine Veranstaltungen stattfinden, zur Besichtigung auf eigene Faust ein. Der etwa einstündige abgesteckte Rundgang führt euch bis in den Großen Saal. Dazu steht euch ein Audio-Guide zur Verfügung, über QR-Codes könnt ihr Videos auf dem Handy schauen. Für schmale neun Euro lohnt sich ein Besuch – wer weiß, wann sich das nächste Mal eine solche Gelegenheit bietet!

Neues Hobby: ein außergewöhnlicher Führerschein

Den Autoführerschein haben die meisten von euch wahrscheinlich längst in der Tasche. Vielleicht habt ihr damals mit dem Mofa-Führerschein gestartet, eventuell noch den fürs Motorrad oder die Klasse C draufgelegt. Viele Urlauber bringen Tauch- oder Segelscheine mit nach Hause. Doch gerade in Hamburg gibt es zusätzlich zur Straße unzählige Wasserwege – da lohnt sich auch ein Bootsführerschein! Stellt euch nur mal vor, mit Motorboot oder Jetski über die Elbe zu düsen. Bereits ab 16 Jahren kann der Kurs absolviert werden. Ist zwar nicht ganz günstig, aber bestimmt nicht teurer als eine Fernreise. Der Vorteil: Ihr habt was fürs Leben davon – und macht ordentlich Eindruck, wenn ihr euch offiziell Kapitän nennen dürft! Passend dazu könnt ihr euch noch den Anglerschein zulegen und dann die Weltmeere entern.

Schmeckt nach Urlaub: international einkaufen

Was ist noch wichtig im Urlaub? Klar, Essen. Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Aber dank der kulturellen Vielfalt Hamburgs eröffnen sich uns auch in der Hansestadt andere kulinarische Welten. Wart ihr zum Beispiel schon mal im Asia-Markt am Alma-Wartenberg-Platz, seid durch die Billstraße geschlendert oder habt den Lindenbazar in St. Georg besucht? Zwischen Gewürzen, türkischem Honig und Baklava träumt ihr euch gen Orient. Eurer kulinarischer Urlaub in Italien wird euch bei Andronaco serviert: Im Markt shoppt ihr nicht nur Radicchio, Artischocken und Co., sondern genießt auch den Trubel eines italienischen Bistros, wenn ihr euch bei Tisch niederlasst. Typisch italienisch wird auch mit dem Vino nicht gegeizt.

Landurlaub: ein Tag auf dem Hof

Kleine Alltagspause, Landluft schnuppern: Ein Ausflug auf einen Hof in Hamburg und Umgebung eignet sich perfekt als Tagesausflug für die ganze Familie. Je nach Hof spaziert ihr durch Obstplantagen oder Felder, vielleicht trefft ihr auch Tiere an. Besonders eignet sich der Hof Eggers in Kirchwerder in den Hamburger Vierlanden: Hier gibt es Hunde, Katzen, Schafe, Rinder, Schweine und Ponys. Im Hofcafé erwarten euch hausgemachte Obstkuchen und Bio-Kaffee sowie Wurst aus eigener Herstellung und aus der Bio-Gärtnerei könnt ihr Kräuter und Blumen erstehen. Ihr habt auch die Möglichkeit eines längeren Aufenthalts, denn auf dem Hof gibt es Ferienwohnungen. Hier genießt ihr echte Ruhe zwischen Wiesen und Feldern – einfach herrlich!

Willkommene Abkühlung: ein Eis-Workshop

Was darf im Sommer auf gar keinen Fall fehlen? – Genau, eine leckere Kugel Eis! Täglich, versteht sich. Und mindestens eine! Wie schmeckt's am besten? – Klar: Frisch, regional und selbst gemacht! Bei Luicella's gibt's Eis-Workshops für Kinder, Einsteiger und Profis in Sachen Eisherstellung. Ihr kreiert dabei nicht nur eure eigene Traum-Eissorte, sondern auch die passenden Soßen und Toppings. Der eisige Spaß ist allerdings nicht ganz günstig: Zwischen 39 und 99 Euro zahlt ihr für einen Kurs.

Muss sein: ein Tag am Strand

Sand zwischen den Zehen, Wind im Haar, Salzwasser in der Nase – ihr seid eher von der Fraktion Strandurlaub und euch blutet das Herz, wenn ihr an die abgesagte Reise nach Übersee denkt? Okay, mit karibischem Klima kann Hamburg vielleicht nicht ganz mithalten. Aber trotzdem müsst ihr nicht den Kopf in den Sand stecken – sondern lieber die Füße! Das geht nämlich auch ganz wunderbar in der Hansestadt. Neben dem Elbufer in Övelgönne gibt es noch einige andere ruhige Strände in Hamburg und Umland zum Entspannen! Und spätestens an der Beach Bar kommt dann das Gefühl von Urlaub auf. Wem das nicht reicht empfehlen wir einen Tagesausflug an Nord- oder Ostsee – ist ja zum Glück nicht weit!

Sportlich: ein SUP-Törn über die Kanäle Hamburgs

Sicher sehnen sich auch einige von euch nach einem Surfurlaub in wärmeren Gefilden. Klar, Hamburg ist nicht Hawaii oder Marokko. Aber ganz auf den Spaß verzichten müsst ihr in der Hansestadt trotzdem nicht. Bei etlichen Verleihen mietet ihr euch ein SUP-Board und paddelt über die Kanäle und Arme von Alster und Elbe. Von Zeit zu Zeit kann es vorkommen, dass ihr euch eher vorkommt wie im Dschungel als in einer Millionenmetropole. Das fühlt sich definitiv nach Urlaub an! Für Einsteiger und Kinder gibt es Kurse, bei denen ihr die richtige Technik lernt. Wer lieber sitzt, lieht sich Kayak, Ruder- oder Tretboot – das Angebot in Hamburg ist riesig!

Auf Zeitreise: Sommerspaß im Kiekeberg-Museum

Bis Ende August veranstaltet das Freilichtmuseum Kiekeberg Aktionstage für Kinder und Familien. Ohne Voranmeldung oder Kosten können Kinder ab vier Jahren teilnehmen und sich mit dem Leben vergangener Zeiten beschäftigen. Zu Themenwochen wie "Alltag früher", "Spielen und Spiele im Wandel" oder "Garten und Ernährung" wird gekocht und gebastelt, Weben und Werkeln stehen auch auf dem Plan. Für alle Großen über 18 Jahren kostet der Sommerspaß neun Euro.

Aufbruchstimmung: Zeit am Flughafen

Zugegeben, manch einer mag traurig werden, anderen bei der Abreise zuzuschauen. Aber genauso kann es amüsant sein, sich ohne Reisestress am Flughafen niederzulassen und zuzuschauen, wie Leute zum Gate hetzen oder die Flugzeuge beobachten. Die Lütten können sich währenddessen auf dem Indoor-Spielplatz austoben. Im Wartebereich entflieht ihr der Wirklichkeit für ein paar Stunden und befindet euch in einem Schwebezustand. Wer Lust hat, wandelt durch die Gärten des Grünen Rings zurück.

Kreativ und informativ: das Ferienprogramm der SHMH

Die Historischen Museen Hamburgs bieten Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren ein umfangreiches Ferienprogramm. Kinder erhalten zudem freien Eintritt. Die Angebote finden in den Museen, bei Kooperationspartnern oder digital statt. Beispielsweise können die Lütten am Museum der Arbeit tanzen und skaten, Stempeldruck lernen, Fotografiekurse im Altonaer Museum belegen, oder im Museum für Hamburgische Geschichte und dem Hafenmuseum Schiffe und Wasserstraßen bauen.

Für Groß und Klein: Ausflugsziele in Hamburg und Umland

Mal was Neues oder ein Tagestrip? Auf unserer Themenseite findet ihr viele weitere Ausflugsziele in Hamburg und Umland. Ob allein oder mit den Lütten, ihr findet sicherlich die richtige Aktivität und das passende Ziel für euch!

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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