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Duvenstedter Brook
Unsplash / Till Rottmann
Wohldorf-Ohlstedt

5 Gründe für einen Ausflug in den Duvenstedter Brook

Ihr wart noch nie in Wohldorf-Ohlstedt? Schade eigentlich, denn hier befindet sich eines der größten und spannendsten Naturschutzgebiete Hamburgs: der Duvenstedter Brook.


Über den sumpfigen Mooren liegt ein gespenstischer Schleier, Hirsche röhren in der Ferne, zwischen den Bäumen erklingt der Ruf eines Uhus, ein Bach sucht sich leise plätschernd seinen Weg durchs Unterholz… Auch wenn in unseren Gefilden die ganz großen Naturwunder fehlen, bietet der Duvenstedter Brook doch einen Hauch von Abenteuer. Wir liefern euch fünf Gründe, warum ihr diesem Naturparadies unbedingt mal einen Besuch abstatten solltet.

Der Duvenstedter Brook bietet vielen Pflanzen und Tieren ein Zuhause

"Brook" steht im Norddeutschen für eine sumpfige, von Wasser durchzogene Landschaft. Die abwechslungsreiche Natur im Duvenstedter Brook wurde durch die Eiszeit geprägt. Nährstoffarme Torfmoore wechseln sich ab mit Bruchwäldern, Wollgrasherden, weißem Schnabelried, Moosbeeren- und Rosmarinheiden und Sonnentau. Insgesamt gibt es mehr als 600 verschiedene Pflanzenarten zu entdecken. Dazu kommen gut 100 Vogelarten sowie 38 Säugetierarten, darunter Fuchs, Wiesel, Dachs, Wildschwein, Dam- und Rotwild. Klingt schon mal spannend, oder?

Im Frühling kehren die Kraniche aus dem Süden zurück

Seitdem im Jahr 1980 das erste Kranich-Paar in dem Naturschutzgebiet gebrütet hat, gibt es die sogenannte Duvenstedter Kranichwache. Diese Ehrenamtlichen sorgen von März bis Juli dafür, dass die Tiere während der Brutzeit ungestört bleiben. Bereits ab Mitte Februar treffen die ersten Kraniche aus dem Süden wieder im Duvenstedter Brook ein. Der Anblick der majestätischen Vögel löst bei vielen Glücksgefühle aus. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Ankunft der Kraniche ein Symbol für den Frühlingsanfang ist. Im April fangen die Vögel an zu brüten. Ab Oktober flüchten die meisten von ihnen schon wieder in den wärmeren Süden. Die milden Winter der letzten Jahre haben aber dafür gesorgt, dass einige Vögel bleiben und im Brook überwintern.

Im Duvenstedter Brook könnt ihr seltene Vögel beobachten

Kraniche in freier Wildbahn bieten schon einen imposanten Anblick. Aber auch über den Zugvogel hinaus kommen Vogelbeobachter im Duvenstedter Brook voll auf ihre Kosten. Zum Beispiel sind hier auch einige Greifvögel wie Mäusebussard, Habicht und Baumfalke zu Hause. Im benachbarten Wohldorfer Wald ist außerdem der Uhu anzutreffen, der auch gern mal Ausflüge in den Brook unternimmt. Vielleicht habt ihr Glück und sichtet in den Baumwipfeln eines der grauen und flauschigen Uhu-Babys. Putziger gehts kaum! Auch kleine Vögel wie Rotkehlchen, Blaumeise und Baumpieper könnt ihr beobachten. In den Sommermonaten stehlen die Schmetterlinge mit ihren farbenfrohen Flügeln ihren gefiederten Freunden aber auch schon mal die Show.

Die Hirschbrunft ist ein besonderes Spektakel im Herbst

Ab September hallt das Röhren der Hirsche durch den Brook. Es ist Paarungszeit. Im frühen Herbst nämlich beginnt die Brunft der Rothirsche, kurz danach folgt das Damwild. Dabei geht es um nichts Geringeres als den Titel des Platzhirsches und natürlich darum, sich im Wettbewerb um die Hirschkühe gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Neben dem lauten Röhren gehören auch Rangkämpfe dazu. Dieses Spektakel könnt ihr im Duvenstedter Brook von Beobachtungsständen oder den Brunftwiesen aus beobachten. Wichtig dabei ist, gebührenden Abstand zu halten, um die Tiere nicht zu stören.

Im Duvenstedter Brook könnt ihr wunderbar wandern

Am besten lässt sich der Duvenstedter Brook beim Wandern erkunden. Zahlreiche Wegen führen durch das Naturschutzgebiet. Als Ausgangspunkt bietet sich das BrookHus im Duvenstedter Triftweg an. Von hier führen einige Rundwege durch das Naturidyll. Am besten folgt ihr erstmal dem Weberstieg und wechselt dann von der Herrenhausallee auf den Brügkamp. Irgendwann überquert ihr die Ammersbek und seid jetzt im Herzen des Brooks. Achtung: Einige Wege sind während der Hirschbrunft gesperrt. Wer kann und will, geht noch weiter bis zur Revierförsterei und tritt dann den Rückweg über den Duvenstedter Triftweg ab. Wichtig: Wenn ihr einen Vierbeiner habt, müsst ihr ihn leider zu Hause lassen. Hunde sind im Duvenstedter Brook nicht erlaubt.

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