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Hamburg von oben
Unsplash / Niklas Braun
Hamburg

Überblick verloren? Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Hamburg

Aufgrund der steigenden Corona-Neuinfektionen gilt seit November 2020 in Hamburg ein Teil-Lockdown. Welche Regeln ihr beachten müsst und wo aktuell die Maskenpflicht gilt, lest ihr hier.


Die Infektionszahlen hatten Ende letzten Jahres ein neues Rekordhoch erreicht. Seit dem 02. November 2020 ist das öffentliche Leben in Hamburg daher stark eingeschränkt. Weil die Zahlen wenig bis gar nicht sinken, gelten ab dem 2. April schon wieder neue Verordnungen. Weil es da schwer fällt, den Überblick zu behalten, haben wir mal versucht, das Wichtigste für euch zusammenzufassen.

Ausgangsbeschränkungen und Lockdown bis Mitte April

Die Regierung hatte den harten Lockdown zunächst bis zum 14. Februar, dann bis zum 08. März 2021 angesetzt. Nach nur drei Tagen im Nicht-Lockdown wurde dann aber schon wieder die Notbremse gezogen. Nun müssen die Hamburger vorerst bis zum 18. April durchhalten.

Der 2. April (Karfreitag) markiert zudem das Startdatum der nächtlichen Ausgangsbeschränkung. Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr des Folgetages sind Aufenthalte im öffentlichen Raum untersagt. Diese gilt über den 18. April hinaus, bis das geplante Bundesgesetz in Kraft tritt.

Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht

Treffen – auch zum Sport im Freien – sind wieder nur mit einer haushaltsfremden Person erlaubt. Kinder unter 14 Jahre werden hier nicht mitgezählt.

Die allgemein geltende Maskenregelung in Hamburg wird weiter verschärft. Seit Samstag, den 27. Februar 2021, müssen im Stadtpark, rund um die Alster, an der Elbe und an öffentlichen Plätzen mit einem hohen Menschenaufkommen grundsätzlich Masken getragen werden – auch beim Joggen! Das ließ Senatssprecher Marcel Schweitzer in einer Pressekonferenz verkünden. Ihr solltet also in jedem Fall einen Mund-Nasen-Schutz mit euch tragen, wenn ihr das Haus verlasst.

Zusätzlich gilt seit Freitag, den 22. Januar 2021, die erweiterte Maskenpflicht für Personen ab 14 Jahren. Im Klartext heißt das: In öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Einkaufen, in Pflegeeinrichtungen, in Arztpraxen, bei Gottesdiensten und im Büro müsst ihr eine OP- oder eine FFP2-Maske tragen. Diese schützen besser vor Viren als die Alltagsmasken.

Weiterhin gilt in allen öffentlichen Gebäuden, im ÖPNV und auch an einigen öffentlichen Plätzen die Maskenpflicht. Mancherorts gilt die Maskenpflicht nur am Wochenende oder zu bestimmten Uhrzeiten. Und weil sich das niemand merken kann, könnt ihr hier nachlesen, wann genau ihr wo Maske tragen müsst. Obacht: Bei Verstößen gibts nun ein Mindestbußgeld von 150 Euro! Den vollständigen Bußgeldkatalog der Stadt Hamburg könnt ihr hier einsehen.

Neu: Auch in Fahrzeugen müssen Insassen, sofern nicht aus dem gleichen Haushalt, medizinische Masken tragen. Fahrer sind von der Regel ausgenommen.

Impfungen

Die Berechtigungen für die Corona-Schutzimpfungen in Hamburg wurden ausgeweitet. Ab dem 03. März ist Erziehungspersonal in Kitas explizit dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen. Für Hamburg bedeutet das 27.500 Menschen, die es zu immunisieren gilt. Auch wer an bestimmten Erkrankungen leidet, ist nun an der Reihe und wird persönlich benachrichtigt.

Ab April 2021 sollen auch Hausarztpraxen die Impfungen anbieten. Für Ältere und alle, die mobil eingeschränkt sind, hat die Stadt einen Shuttle zum Impftermin eingerichtet. Zudem kann auch ein Fahrdienst per Taxiunternehmen in Anspruch genommen werden, dessen Kosten die Stadt unter bestimmten Bedingungen übernimmt, meldete die Sozialbehörde.

Übrigens: Alle Hamburger haben Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche! Wo ihr diesen machen könnt, sehr ihr zum Beispiel hier: Corona Schnelltest Hamburg.

Alkoholverbot

Steigende Temperaturen heißt: mehr Menschen auf der Straße. Und weil Restaurants, Cafés und Bars immer noch geschlossen haben, trifft man sich nun eben am Bordstein um ein, zwei kühle Knollen zu kippen. Weil das vor allem in den Abendstunden und am Wochenende zu Rudel-Bildung führt, gilt in Teilen Hamburgs ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Beispielsweise im Bereich Reeperbahn, in Teilen der Sternschanze, am Hansaplatz in St. Georg, an Teilen der Binnen- und Außenalster, auf dem Alma-Wartenberg-Platz in Ottensen und im Jenischpark in Othmarschen. Hier ist das Trinken von Alkohol montags bis donnerstags von 14 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag, freitags ab 14 Uhr, sonnabends ganztägig sowie sonntags und an Feiertagen ganztägig bis 6 Uhr am Folgetag untersagt. Um welche Orte es sich genau handelt, könnt ihr hier nachlesen.

Kontakttagebuch

Um Infektionsketten möglichst lückenlos nachvollziehen zu können, empfiehlt die Hamburger Gesundheitsbehörde außerdem, alle Treffen und Interaktionen, die länger als 15 Minuten dauern oder ohne Mindestabstand erfolgen, in einem Kontakttagebuch zu dokumentieren. Im Falle einer Ansteckung könnt ihr so feststellen, welche eurer Kontaktpersonen sich besser ebenfalls auf das SARS-CoV-2-Virus testen lasten sollten. Tägliche Kontaktpersonen wie Familienmitglieder oder Kollegschaft müssen nicht vermerkt werden. Eine Vorlage findet ihr hier – eurer eigenen Kreativität sind in der Gestaltung des Kontakttagebuchs natürlich keine Grenzen gesetzt.

Schulen und Kitas

Hamburgs Schulen sind seit dem Ende der Märzferien, also seit 15. März 2021, wieder geöffnet – zumindest für die Grundschul- und Abschlussstufen. So wurde es am 26. Februar entschieden. Die Klassen 1 bis 4 werden dabei in halber Klassenstärke im Wechsel unterrichtet, um die Abstände im Klassenraum zu gewährleisten. Gleiches gilt für die Abschlussklassen, also die Stufen 9, 10 und 13 der Hamburger Stadtteilschulen, die Stufen 6, 10 und 12 der Gymnasien und die Abschlussjahrgänge der Berufsschulen. Schulsenator Thies Rabe (SPD) macht laut NDR jedoch klar: "Die Präsenzpflicht bleibt aufgehoben, niemand wird gezwungen, in die Schule zu gehen." Lehrende werden zweimal pro Woche kostenfrei per Schnelltest getestet, um die Sicherheit vor Ort zu gewährleisten und das Infektionsrisiko weiter zu reduzieren. Die Maskenpflicht ab 14 Jahren bleibt bestehen. Für Schüler gilt eine Testpflicht ab dem 2. April, um am Präsenzunterricht teilzunehmen.

Kitas müssen ab dem 2. April 2021 wieder in die erweiterte Notbetreuung, da sich hier ein vermehrtes Infektionsgeschehen ausmachen lässt, erklärte Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD). Bei Kindern sei das Abstandhalten kaum zu gewährleisten und Corona-Tests schwieriger durchzuführen. Spuck- und Lolli-Tests sind nicht zulässig. Das Personal wird zweimal wöchentlich auf das Corona-Virus getestet. Ab dem 8. April soll ein durch Kinderärzte betreuter Modellversuch an 18 Hamburger Kitas starten.

Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen

Durch die neuen Beschränkungen gilt ab dem 2. April: Auch (Lebensmittel-)Läden und Kioske haben ab 21 Uhr zu schließen. Tankstellen dürfen länger geöffnet bleiben. Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen müssen seit November geschlossen bleiben. Speisen dürfen nur zum Mitnehmen (bis 21 Uhr) oder als Lieferung angeboten werden. Betriebe körpernaher Dienstleistungen wie Tattoostudios, Solarien und Kosmetikstudios müssen wieder schließen. Friseure, Fußpflege und medizinisch notwendige Dienstleistungen dürfen weiterhin besucht werden. Hier gilt aber: Das Personal muss zweimal die Woche auf das Corona-Virus getestet werden und die Kundschaft hat einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorzulegen.

Arbeit und Freizeit

Stadt- und Hafenrundfahrten sowie ähnliche Angebote sind untersagt. Freizeitangebote bei Bildungseinrichtungen dürfen ebenfalls nicht stattfinden – dazu gehören auch Seniorentreffs. Bleibt die Inzidenz stabil unter 100, dürfen Einzelhandel, Museen, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten unter Auflagen und mit Terminvergabe öffnen. Sinkt die Inzidenz längerfristig auf unter 50, sollen weitere Lockerungen erfolgen. Dann dürfen auch Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos mit Hygienekonzept vorsichtig geöffnet werden. Aktuell plant die Stadt einen Modellversuch zur Öffnung von Sportvereinen.

Wo möglich, soll im Homeoffice gearbeitet werden. Am Arbeitsplatz gelten die medizinische Maskenpflicht und eine Sollbestimmung für Arbeitgeber, ihren Angestellten regelmäßige Tests – zweimal pro Woche – zur Verfügung zu stellen, sofern es nicht weiter auf Bundesebene geregelt ist. Die Maske darf nur in zwingenden Fällen abgelegt werden.

Corona-Test in Hamburg: Wo und wie?

Jetzt seid ihr schon mal über die Eindämmungsverordnung auf dem Laufenden. Wo ihr einen Corona-Test in Hamburg machen könnt, haben wir ebenfalls gesammelt.

Falls ihr noch Fragen habt: Auf der Website der Stadt könnt ihr noch mal genau nachlesen, welche Regeln in Hamburg gerade gelten. Auch die App CoroBuddy verrät, was in eurer aktuellen Umgebung gilt. Haltet durch und bleibt gesund!

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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