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Füße wandern
Bergedorf

Die Welfenbrücke: Spaziergang von Hamburg nach Schleswig-Holstein

Kleine Brücke mit spannender Geschichte: Direkt an der Landesgrenze von Hamburg-Bergedorf und Schleswig-Holstein führt am Horster Damm die "Welfenbrücke" über den Knollgraben im Voßmoor.


Zugegeben, auf den ersten Blick wirkt die von Gras überwachsene Brücke wenig spektakulär oder gar majestätisch. Doch der Kopfstein zeugt von einem königlichen Bauherren. Über dem Baujahr 1777 eingemeißelt, findet ihr eine Krone sowie die Buchstaben „G“ und „R“. Diese Initialen stehen für „Georg Rex“ – lateinisch für König Georg III., der zu dieser Zeit als König von England wie auch als Kurfürst von Hannover herrschte.

Spekulationen um Zweck der Welfenbrücke

Zum ursprünglichen Zweck der einbogigen Granitbrücke gibt es unterschiedliche Vermutungen: Eine besagt, dass der Bau wohl als Schleuse dienen und ein Grabensystem in dem Escheburger Moor steuern sollte. Möglicherweise war die Brücke auch als Zufahrt für eine geplante Elbfähre gedacht. Einer weiteren Theorie zufolge könnte Georg III. auch an der Landesgrenze auf Zolleinnahmen spekuliert haben. Womöglich versuchte er, mit einer alternative Handelsroute von Wentorf nach Besenhorst die bisherige Zollstation in Zollenspieker zu umgehen.

Auch als Franzosenbrücke oder Dänenbrücke bekannt

Doch die Brücke diente nach ihrer Errichtung weder als Schleuse noch als Zollstation, sondern lediglich als Querung für den Graben. Bis heute bleibt sie aber steinerne Erinnerung an eine Zeit, in der die Welfen in diesem Gebiet herrschten. Neben dem Namen Welfenbrücke besitzt die Brücke im Volksmund noch weitere Bezeichnungen. Da sie in der kurz darauf folgenden Franzosenzeit genutzt wurde, heißt sie auch Franzosenbrücke. Ein weiterer Name ist Dänenbrücke, da das Herzogtum Lauenburg später zu Dänemark gehörte.

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