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Bo Lahola
Wilhelmsburg

Auswanderermuseum Ballinstadt: Hamburger Geschichte wird lebendig

Am 9. November 1918 starb Albert Ballin. Der Name lässt irgendetwas klingeln, aber wer genau war dieser berühmte Hamburger eigentlich? Zum 100. Todestag lässt das Auswanderermuseum BallinStadt den berühmten kaiserlichen Reeder mit einem ganz besonderen Museumsrundgang wieder auferstehen.


Er war ein berühmter Reeder, ein begnadeter Geschäftsmann, ein persönlicher Freund des Kaisers und somit eine der bedeutendsten jüdischen Persönlichkeiten in der Zeit des wilhelminischen Reichs überhaupt: Albert Ballin. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend, arbeitete sich Ballin ganz nach oben – ein echter Selfmade-Millionär. Seit 1888 führte er zudem als Direktor die berühmte Reederei HAPAG und war der Schöpfer der Auswandererhallen, auf deren Gelände sich das heutige Auswanderermuseum BallinStadt befindet.

Im 100. Todesjahr wird Albert Ballin wieder lebendig

Dennoch ist Ballin, der nicht nur in Hamburg, sondern in ganz Europa Spuren hinterließ, von vielen fast vergessen. Anlässlich seines 100. Todestages am 9. November lädt das nach ihm benannte Museum zu einem ganz besonderen Rundgang durch die Ausstellungsräume ein: Die Schauspieler Anna Matz, Stephan Möller-Titel und Johannes Nehlsenlassen Albert Ballin wieder lebendig werden und spielen die wichtigsten Stationen seines Lebens nach. Dadurch erwacht eine der wichtigsten und doch oft vergessenen Hamburger Persönlichkeiten der wilhelminischen Ära erneut zum Leben. Premiere der **Inszenierung "Mein Feld ist die Welt – Ballin, der Reeder des Kaisers"**ist am 12. Oktober 2018, weitere Vorstellungen finden am 13., 14., 19. und 22. Oktober statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Info: Wo: Auswanderermuseum BallinStadt, Veddeler Bogen 2, 20539 Hamburg **Wann:**Premiere am Freitag, den 12. Oktober 2018, 19.30 Uhr Zeugnis eines traurigen Kapitels hamburgisch-jüdischer Geschichte legen auch die Stolpersteine ab, die ihr überall in der Stadt findet. Bleibt gerne bei einem eurer Herbstspaziergänge auf dem Weg zum Park kurz stehen und lasst sie auf euch wirken.

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