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Hamburg

10 Wanderwege in Hamburg für schöne Stunden in der Natur

Eins haben wir in den letzten Wochen und Monaten zu genüge gemacht: Spazieren. Falls euch das nicht mehr reicht, probierts doch mal eine Nummer größer und entdeckt die schönsten Wanderwege Hamburgs.


Wanderwege durch Hamburgs Hafen: Von Moorburg nach Altenwerder 

Diese Ecke der Wanderwege in Hamburg ist von euch bisher noch nicht erkundet worden? Dann wird es höchste Zeit! Denn Moorburg und Altenwerder sind zwei Stadtteile mit Geschichte. Hier findet ihr alte Kirchen neben neuen Terminalanlagen, pure Natur neben autonom fahrenden Portalkränen. Wenn ihr euch für die Wanderung von Moorburg nach Altenwerder entscheidet, müsst ihr euch auf eine etwa 7,5 Kilometer lange Strecke einstellen. Los geht es an der St. Maria Magdalena Kirche in Moorburg. Von da aus wandert ihr durch den Moorburger Elbdeich und die Hochwasserschutzanlage der alten Süderelbe. Ihr lasst die Natur hinter euch und entert die Tiefen des Hamburger Hafens. Nach und nach führt die Strecke wieder in verwunschene Gegenden, bis irgendwann zwischen Bäumen und Büschen der Kirchturm von St. Gertrud zum Vorschein kommt. Na, klingt das nach einer Tour eures Geschmacks?

Wanderung durch das wunderschöne Niendorfer Gehege 

Das Niendorfer Gehege im Nord-Westen Hamburgs erfüllt uns bei jedem Besuch aufs neue mit einer inneren Ruhe und Glückseligkeit. So ein Stück Natur unweit der Großstadt ist einfach grandios. Zieht eure Wanderschuhe an und entdeckt neue Pfade des 142 Hektar großen Gebiets. Die Strecke, die wir euch rausgesucht haben, ist eine recht leichte Runde von gut sechs Kilometern Länge. Los geht’s an der Villa Mutzenbecher im Osten des Geheges. Ihr lauft Richtung Westen bis zum Eidelstedter Feldmark. Durch die Felder geht es dann im großen Bogen zum Spielplatz und von da aus wieder zur Villa. Die Strecke ist super für entspannte Sonntagsspaziergänge oder ausgedehnte Runden nach Feierabend. Kopf frei kriegen garantiert!

Mystische Wanderung in Hamburgs Wittmoor

Das Naturschutzgebiet Wittmoor ist das letzte Hochmoor im Norden Hamburgs und definitiv eine Empfehlung, wenn ihr wandern wollt. Hamburgs faszinierendes Moor ist in einer guten Stunde mit den Öffis vom Hauptbahnhof erreichbar. Die Bushaltestelle Tangstedt befindet sich direkt gegenüber des nördlichen Eingangs des großzügigen Wandergebiets. Von hier aus führen zahlreiche Wanderwege durch das Gelände: Ihr kommt vorbei am Denkmal für das ehemalige Konzentrationslager Wittmoor – eins der ersten KZs in Deutschland – und einer alten Förderbahn: Bis 1958 wurde das Moor großflächig abgetorft, bevor es 1978 unter Naturschutz gestellt wurde. Marschiert einfach ungeplant durch das weitläufige Gebiet, denn verlaufen werdet ihr euch dank der ausreichenden Beschilderung nicht. Nur nach langen Regenfällen solltet ihr Wittmoor meiden, denn dann kommt ihr nicht mehr trockenen Fußes nach Hause!

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Die Kollau entdecken 

Die Kollau ist ein etwa acht Kilometer langer Bach, der in Schnelsen entspringt, Niendorf und Lokstedt durchfließt und schließlich in Groß Borstel in die Tarpenbek mündet. Entlang des Flusslaufes befindet sich ein Wanderweg, der nur darauf wartet, von euch entdeckt zu werden. Beginnt die entspannte Wanderung an Ursprung oder Mündung der Kollau und wandert schlicht entlang des Kollauwanderwegs. Macht euch gefasst auf einen wunderschönen Waldweg, während euch das Plätschern des Baches dauerhaft begleitet. Wenn euch die acht Kilometer zu kurz sind, könnt ihr etwa auf halber Strecke einen Abstecher ins Niendorfer Gehege machen.

Wanderweg von Hamburg in die Lüneburger Heide 

Dieser Wanderweg beginnt in Hamburgs Süden im Stadtteil Marmstorf / Appelbüttel. Hier beginnt der etwa 150 Kilometer lange Freudenthalweg, einer der ältesten Wanderwege Norddeutschlands. Klar, die gesamte Strecke laufen wir nicht, aber auch die einzelnen Etappen lohnen sich und führen euch entlang einer abwechslungsreichen Natur- und Kulturlandschaft. Woher der Name kommt? Na von den bekannten Heimatschriftstellern Friedrich und August Freudenthal, die wohl regelmäßig zwischen der Lüneburger Heide und Hamburg gependelt sind. Die erste Etappe beginnt in Appelbüttel, wo ihr ganz schnell das Gebiet der Lüneburger Heide betretet. Ihr lauft durch Tötensen und das Sunder Waldgebiete. Von da aus geht es in den Klecker Wald und vorbei am Hünengrab bis zur Seppenser Wassermühle.

Ihr wollt Sand? Dann ab in die Boberger Dünen 

Nein, um durch Dünen zu spazieren müsst ihr nicht bis an die Ostsee fahren, schließlich haben wir die Boberger Dünen! Wer zum ersten Mal das Naturschutzgebiet der Boberger Niederung besucht, wird seinen Augen nicht trauen: Das sind wirklich Dünen. Also nicht kleine Sandberge, sondern wahre Dünen! Wenn ihr durch das 350 Hektar große Gebiet wandert, lauft ihr aber nicht nur durch tiefen Sand. Ihr kommt vorbei an Birkenwäldchen und lauft durch die Heide, sowie durchs Geest- und Marschland. Im Zentrum des Gebiets befindet sich außerdem der Boberger See, der im Sommer zum Schwimmen einlädt, sowie das Segelfluggelände Boberg, wo ihr immer mal wieder Segelflieger beim Abheben und Landen beobachten könnt. Die große Runde um das Naturschutzgebiet hat eine Länge von gut neun Kilometern. Mit Bus und Bahn braucht ihr vom Hauptbahnhof etwa 45 Minuten.

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Der Heidschnuckenweg durch die Fischbeker Heide

223 Kilometer misst der Heidschnuckenweg, der Wanderweg von Hamburg-Neugraben-Fischbek bis zum Schloss Celle. Der erste Abschnitt des Weges führt durch die Fischbeker Heide, Hamburgs 773 Hektar großes Naturschutzgebiet im Süden der Stadt. Die gut acht Kilometer lange Wanderung führt euch durch Heide- und Sandgebiet, vorbei am Segelflugplatz Fischbek und durch das ehemalige Militärgelände. Die Fischbeker Heide ist Heimat einer Heidschnuckenherde und eine wirklich einzigartige Landschaft. Mit der S3 seid ihr in einer guten halben Stunde in Neugraben. Von da kann eure Wanderung losgehen. Oder ihr fahrt mit dem Bus doch direkt zur Fischbeker Heide.

Stadtnaher Wanderweg: Hamburgs Norden entdecken

Auch zu diesem Wanderweg führt Hamburgs U-Bahn. Mit der U1 und dem Bus fahrt ihr bis zur Station Friedrichsgabe in Norderstedt. Von hier aus geht die Wanderung durch den Rantzauer Forst und Styhagen bis nach Garstedt und weiter Richtung Süden ins Ohmoor. Das 8.000 Jahre alte Gebiet ist heute ein Naturschutzgebiet mit einer Größe von 120 Hektar – also Einiges zu entdecken! Sobald ihr ausreichend Ecken des Moors erkundet habt und eine Verschnaufpause hattet, geht es weiter gen Süd-Westen, bis ihr auf die Kollau stoßt. Dieser folgt ihr weiter über den Kollauwanderweg und endet im Niendorfer Gehege. Die Tour misst etwa 26 Kilometer und dauert, je nach Pause, gute sechs Stunden.

Industrie und Natur in Rothenburgsort 

Auch eine weitere schöne Wanderung führt euch durch Rothenburgsort, am Kaltehofer Elbdeich und am Sperrwerk Billwerder Bucht vorbei. Beginnt eure Tour am Bahnhof Rothenburgsort, von da aus gehts vorbei am Feuersturm-Denkmal und der Tiefstack-Schleuse bis nach Moorfleet. Weiter geht es den Kaltehofer Elbdeich entlang, bis zur Elbinsel Kaltehofe. Das ehemalige Wasserwerk zeigt nicht nur die Architektur der Vergangenheit, sondern beherbergt heute zusätzlich noch Räume für spannende Führungen und Workshops. Wenn ihr euch von dem interessanten Ort wieder losreißen könnt, geht es weiter über das Sperrwerk Billwerder Bucht nach Entenwerder, wo ihr euch nach den rund zwölf Kilometern mit einem leckeren Stück Kuchen und einer heißen Tasse Kaffee belohnen könnt.

Wanderwege in Hamburg: entlang dem Elbufer

Der Elbuferwanderweg – einer der Wanderwege in Hamburg, der etwas ganz Besonderes ist – führt euch entlang der Elbe, vorbei an Containerschiffen und Stränden, Kultur und Natur. Ihr startet eure Wanderung am besten in Wedel. Vom Bahnhof folgt ihr der Ausschilderung zum Schulauer Fährhaus und lauft von da aus einfach Richtung Osten. Schnell erreicht ihr das Drei-Länder-Eck, die Grenze zwischen Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Der Weg verläuft etwa 14 Meter über der Elbe, sodass ihr dauerhaft einen perfekten Blick auf das Wasser und die vorbei schippernden Containerschiffe habt. Ihr passiert das Falkensteiner und Wittenberger Ufer, könnt das Airbus-Gelände in seinem ganzen Ausmaß betrachten und den alten Schweden kennenlernen. Das Museumshafen Övelgönne liegt auf euren Weg, genauso wie der Fischmarkt und schließlich landet ihr an den Landungsbrücken, wo ihr euch mit einem köstlichen Fischbrötchen von Hamburgs besten Buden belohnen könnt.

Spaziergang am Wasser

Hamburg hat nicht nur wunderschöne Wanderwege, sondern auch tolle Strecken für einen Spaziergang am Wasser.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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