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Veganuary in Hamburg
Shutterstock / Pascal Debrunner
Hamburg

Veganuary in Hamburg: So leicht kommt ihr vegan durch den Januar

Die Kampagne Veganuary ermutigt Menschen überall auf der Welt, einen Monat lang vegan zu leben. Wir finden das super und haben fünf Tipps für euch, wie der Veganuary in Hamburg locker gelingt.


Veganuary ist zugleich Organisation und Kampagne. Die 2014 ins Leben gerufene internationale Bewegung ermutigt euch dazu, einen Monat lang vegan zu leben. Dazu findet ihr online inspirierende Rezepte, prominente Unterstützer und viele weitere Tipps rund um eine pflanzliche Ernährung. Idealerweise startet ihr damit – wie der Name schon andeutet – im Januar. Aber es spricht auch nichts dagegen, euren veganen Probemonat zu jedem anderen Zeitpunkt im Jahr einzulegen.

Aller Anfang ist … gar nicht so schwer

Zumindest nicht, wenn ihr in einer Großstadt wie Hamburg lebt! Hier hat sich in den letzten Jahren unglaublich viel getan, was vegane Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten angeht. So viel, dass das internationale Food-Magazin Chef's Pencil unsere Hansestadt bei einem Ranking auf Platz 3 der unter Veganern angesagtesten Städte weltweit verortet. Und ganz egal, ob ihr Bock auf vegane Beyond-Meat-Burger, vegane Pizza oder veganes Eis habt – ihr werdet garantiert fündig.

Wir müssen zugeben: Vor lauter Qual der Wahl können wir uns manchmal überhaupt nicht entscheiden, wo und was wir heute essen möchten. Und auch ihr könntet leicht überfordert sein, wenn ihr das erste Mal "Hamburg vegan" googelt und seht, was die Gastro alles zu bieten hat. Wenn ihr nicht wisst, wo ihr anfangen sollt, startet doch in eurem Stadtteil und futtert euch dann immer weiter über die Grenzen hinaus. Oder testet eine unserer Empfehlungen für vegane Restaurants in Hamburg aus. Ihr habt es gerne ausführlich? Im stets up to date gehaltenen Vegan Guide Hamburg sind mehr als 250 vegan(freundliche) Orte verzeichnet.

Social Media ist euer Freund

Beim Veganuary heißt es: Entdeckt die veganen Möglichkeiten! Allerdings sind alle Angebote in Hamburg nicht immer mit einer einfachen Suchanfrage im Netz direkt zu finden. Wenn ihr spezielle Wünsche habt, ist auf die Facebook-Gruppe Hamburg Vegan Verlass. Hier gibt es eigentlich keine Frage, die noch nicht gestellt wurde. Und auch auf eure eigenen Fragen bekommt ihr vielfältige und hilfreiche Antworten, etwa zum wichtigen Thema Nahrungsergänzung oder zu Specials von Restaurants und Läden. So haben wir zum Beispiel erfahren, dass der vegane Supermarkt Twelve Monkeys jedes Jahr vor Silvester Bestellungen für vegane Berliner annimmt. Und darüber kriegen wir auch mit, wenn Bidges & Sons auf der Reeperbahn wieder mal vegane Donuts anbietet. Oder dass eine große internationale Fast-Food-Kette beim Veganuary mitmacht und aktuell pflanzliche Sandwiches und Cookies im Sortiment hat.

Praktisch ist übrigens auch die Facebook-Gruppe Ich hab was VEGANES im Supermarkt gefunden. Deren Mitglieder lieben es, neue Produkte (zufällig) zu entdecken, zu testen und ein persönliches Urteil abzugeben. Damit sind wir ganz schnell zum veganen Snacksperten geworden – und ihr bestimmt auch.

Selber machen statt kaufen

Das größte Angebot an veganen Fertig- und Ersatzprodukten findet ihr – abgesehen vom Twelve-Monkeys-Laden – wahrscheinlich beim EDEKA Center in der Rindermarkthalle. Aber Obacht: Spätestens an der Kasse kann schnell das böse Erwachen kommen, wenn ihr euren Einkaufswagen vollgepackt habt, ohne auf den Preis zu achten. Abgesehen davon, dass Fertigprodukte nicht automatisch gesund sind, bloß weil sie pflanzlich sind (leider!), gehen sie teilweise auch ganz schön ins Geld. Und sie schmecken nicht unbedingt besser. So manche haben schon eine Enttäuschung erlebt, nachdem sie mit einer falschen Erwartungshaltung in den teuren veganen Käse gebissen haben. Aber Ersatzprodukte sind eben nur Ersatzprodukte, die versuchen, einen Geschmack zu imitieren.

Dann doch lieber selber machen – zum Beispiel Sellerieschnitzel, Black-Bean-Burgerpatties, vegane Käsesoße aus Cashews oder Mandelmilch – und wissen, was drin ist. Diese gesündere und ausgewogenere Ernährung hat gleich zwei große Vorteile. Ihr lernt tolle vegane Hamburger Food-Blogs wie Vegan Guerilla, The Veg[etari]an Diaries oder Laubfresser kennen, wenn ihr auf der Suche nach Rezepten und Inspiration bist. Außerdem bekommt ihr ein besseres Gefühl dafür, ob ein Fertigprodukt überteuert oder der Preis vielleicht doch gerechtfertigt ist, wenn ihr einmal versucht habt, es selbst herzustellen. Beim Einkauf kann euch die App CodeCheck behilflich sein, die mit einem schnellen Scan des Barcodes prüft, ob ein Produkt vegan ist.

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Unterwegs im Veganuary: Seid vorbereitet

Na gut, aktuell sind wir coronabedingt ohnehin nicht viel on Tour. Zuhause ist es natürlich leicht, einen Vorrat an veganen Lebensmitteln anzulegen. Unterwegs sieht das aber schon ganz anders aus. Bäckereien, Tankstellen und Kioske sind auch im Jahr 2021 erfahrungsgemäß mehr schlecht als recht ausgestattet. Viele haben nicht einmal Hafer- oder Sojamilch für den Kaffee im Programm. Wenn euch Hunger schnell die Laune verhagelt, empfehlen wir, euch vor einem Ausflug gut mit Müsliriegeln, Obst und geschmierten Broten einzudecken. So seid ihr top vorbereitet, wenn euch das Verlangen nach Snacks oder Süßem überkommt. Backwaren wie trockene Brötchen, Brezeln und Laugenstangen – und bei einigen Bäckern wie Kamps oder Nur Hier sogar vegane Franzbrötchen (!) – bekommt ihr im Notfall zwar fast überall, aber so richtig zufriedenstellend ist das nicht, oder?

Aber vor allem: Setzt euch nicht unter Druck

Selbst wenn ihr während eures Veganuary-Monats nicht ganz konsequent seid und eine oder mehrere Ausnahmen macht: Es ist total okay, wenn ihr zwischendurch mal einen Schokoriegel oder ein Stück Käse esst! Die Veganer-Polizei wird nicht gleich vor der Tür stehen und euch abholen. Also setzt euch nicht zu sehr unter Druck und verurteilt euch selbst oder andere nicht dafür. Nichts ist unsexier als dogmatische Veganer, die andere mit erhobenem Zeigefinger belehren wollen.

Auch wenn ihr nach dem Monat wieder zu Käse, Eiern, Milch und Co. zurückkehrt, habt ihr etwas geschafft. Doch nicht wenige Teilnehmende bleiben auch nach den 31 Tagen komplett oder zumindest teilweise bei einer veganen Ernährung. Vielleicht seid ihr ja auch auf den Geschmack gekommen?! Dann möchten wir euch das Gutscheinheft "Vegan durch Hamburg" mit fetten Rabatten und Angeboten ans Herz legen. Und hiermit beenden wir diesen Text mit einem schlechten Wortspiel: Yes, ve gan!

Immer einen Besuch wert: Hamburgs Falafel-Straße

Wo Vegetarier und Veganer eigentlich immer fündig und auch richtig satt werden? In Hamburgs Falafel-Straße im Schanzenviertel! Egal, ob Seitan-Döner, Dürüm, Falafelrolle oder -teller: Futtert euch durch alle Läden und entscheidet anschließend, welcher euer Favorit ist.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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