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Austern
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Sternschanze

Gebt Austern eine Chance – bei "The Drunken Oyster"

Na, habt ihr schon mal Austern probiert? Falls nicht, solltet ihr The Drunken Oyster in der Schanze einmal einen Besuch abstatten. Doch keine Sorge: Hier werden die Meeresfrüchte ohne Schischi, dafür mit allerhand Herzblut aufgetischt.


Wir wollen ehrlich zu euch sein: Die kiekmo-Redaktion besteht nicht gerade aus leidenschaftlichen Muschel-Essern. Im Gegenteil: Die eine Hälfte hat sie (vor allem aus Angst) noch nie probiert, die andere Hälfte bis dato einmal bestellt – und dann nie wieder. Doch weil wir hier natürlich seriöse Berichterstattung machen und möglichst alle Neueröffnungen in der Stadt auschecken wollen, hat sich ein kleiner, mutiger Haufen gefunden und Hamburgs neueste Perle getestet: The Drunken Oyster.

The Drunken Oyster
Shafeeq Nickels

The Drunken Oyster: In erstklassiger Lage auf der Schanze

Aber fangen wir vorne an: Wo vor nicht allzu langer Zeit noch laute Bässe wummerten und sich schwitzende Menschenmengen zum Beat bewegten, werden heute feinste Austern geschlürft. Denn die Donner Bar in der Max-Brauer-Allee musste schließen, The Drunken Oyster konnte dafür in erstklassiger Lage eröffnen. Vom ehemaligen Club-Ambiente ist natürlich nichts mehr zu sehen. Stattdessen stehen vor der Tür einige Bierbänke und -tische, die zum Verweilen in der Sonne einladen – und sich wunderbar zum "Menschen gucken" eignen. Im Innenbereich stellt mittlerweile sowohl die coole Fischtapete, als auch der riesige Tresen samt (künstlichen – wir dachten erst, die wären echt) Pflanzen an der Wand und Jugendstil-Leuchten einen wahren Blickfang dar.

The Drunken Oyster
Shafeeq Nickels

Apropos (Blick)Fang ...

Wir sind aber natürlich nicht hierher gekommen, um die Wände zu bestaunen, sondern das, was da auf dem Teller landet: Austern! Und die kommen entweder direkt aus Frankreich oder von der holländischen Nordseeküste. Kein Scherz! Das Wattenmeer rund um die Region Groningen bietet nämlich einen perfekten Nährboden für Austern, Herz- und Miesmuscheln, die dort eng beieinander liegen und auf diese Weise große, natürliche Austernriffe bilden. Gesammelt werden die kleinen Schätze von Marco und Joost. Ersterer hat einen Fischhändler als Vater, letzterer hatte einen Nebenjob im Fischereihafen. Das Meer liegt beiden also im Blut. Mittlerweile haben sich die beiden mit Austerregion selbstständig gemacht und verkaufen unter anderem auf dem Isemarkt und dem Wochenmarkt Eppendorf ihre regionalen und frischen Meeresfrüchte.

Austern
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Vom Meer direkt auf eure Teller

Doch nicht nur auf Hamburger Märkten könnt ihr die Austern schlürfen, sondern eben auch in The Drunken Oyster. Und da kommen sie – das ist den drei Betreibern Felix Piechotta, Mirjam Lenz und Pegan Brettschneider besonders wichtig – ohne großes Schischi oder Luxus daher. Heißt: keine weißen Tischdecken, keine steifen Kellner, kein Wein aus klassischen Weingläsern. Ganz genau aus diesem Grund finden wir auf der Karte auch nicht mehr, als die "Geay Auster", "Umami Auster" (Empfehlung aus der Redaktion!), "Gillardeau Auster" und die "Spezial Auster". Bei unserem Besuch war diese bereits vier Jahre alt und das Fleisch deutlich fester, als die der anderen. Probieren lohnt sich! Verfeinert werden die Muscheln dann lediglich mit einem Spritzer Zitrone und etwas Schalotten Vinaigrette, serviert wird natürlich auf Eis.

Dazu empfehlen können wir den The Drunken Oyster Rosé. Es gibt aber auch verschiedene Weiße und Rote. Ihr könnt aber auch diverse Spritz bestellen sowie Longdrinks, Prickelndes, Bier oder gar Shots. Verschiedene Soft Drinks stehen natürlich auch auf der Karte. Testet unbedingt mal den Paloma oder den Red Basil. Jetzt fehlen nur noch gute Menschen um euch rum und etwas Sonne im Nacken. So lässt es sich Leben, oder?

Infos: The Drunken Oyster, Max-Brauer-Allee 279, 22769 Hamburg

Weinflasche
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