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Philipp Schmidt
St. Georg

St. Georgianer über ihren Stadtteil: Surbir

Wie erleben St. Georgianer ihren Stadtteil? Wir haben bei unterschiedlichen Menschen nachgefragt. Heute: Surbir Kapoor, Betreiber des indischen Supermarkts Mehtab Indian Store.


Wir haben euch ja schon einmal erklärt, warum St. Georg wirklich furchtbar ist. Doch was sagen eigentlich die Georgianer selbst über ihr buntes, diverses Viertel? Wir haben nachgefragt, und zwar unter anderem bei Surbir Kapoor, Betreiber des Mehtab Indian Store in der Langen Reihe. Hier bekommt ihr alles, was ihr braucht, wenn ihr indisch kochen wollt: Currys und Pasten, frisches Gemüse, Tees, Gewürze (manche auch frisch), Reis und Knabberkram. Außerdem Schnickschnack wie Musikinstrumente, Bollywood-Poster oder auch Dekoartikel.

Der erste indische Supermarkt in Hamburg

Surbir Kapor (36): "Unseren Laden gibt es seit 1986, mein Onkel hat ihn damals eröffnet und geführt. Es war der erste indische Supermarkt in Hamburg. Das Angebot wurde von Anfang an super angenommen, am Wochenende hatten wir teils Kassenschlangen bis zur Eingangstür. Die Leute kamen aus allen Stadtteilen zu uns, um Reis, Gewürze, Tees und Räucherstäbchen zu kaufen. Mittlerweile gibt es fast überall indische Supermärkte, weshalb der Ansturm nicht mehr ganz so groß ist. Wenn ich das Leben vor der Ladentür betrachte, hat sich rein äußerlich nicht viel verändert über die Jahre. Die schönen Altbauten sind noch da, unser Haus steht sogar unter Denkmalschutz, weshalb der Besitzer keine Baumaßnahmen vornehmen darf. Und was die Leute auf den Straßen angeht, ist auch noch alles so multikulti wie zu der Zeit, als wir herkamen. Menschen aus zig Nationen mischen sich mit allerhand Touristen zu einer bunten Masse."
Infos: Mehtab Indian Store, Lange Reihe 9, 20099 Hamburg

Kunst und Kultur in St. Georg

In Sachen Kultur hat St. Georg übrigens auch viel zu bieten. Zum Beispiel Koppel 66, das Haus für Kunst und Handwerk. Oder das Savoy Filmtheater, in dem ihr Kinofilme in epischer Breite genießen könnt.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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