Direkt zum Inhalt
Georgisches Essen
kiekmo
Rotherbaum

Ein Liebesgedicht an die georgische Küche: Restaurant "Suliko"

Sirany Schümann
Sirany Schümann

Die georgische Küche gilt als eine der spannendsten und vielfältigsten der Welt – überzeugt euch selbst im Restaurant Suliko in Rotherbaum.

Gleich vorab: Möglicherweise hat die Autorin dieses Artikels eine Schwäche für georgisches Essen und gerät eventuell ins Schwärmen. Es ist aber nicht untertrieben, wenn wir hier behaupten, dass wir selten so gut und abwechslungsreich gegessen haben wie in dem Land im Kaukasus. Für Fans der georgischen Küche ist das Restaurant Suliko am Mittelweg daher ein Muss. Aber auch wenn ihr noch nicht damit vertraut seid, findet ihr garantiert etwas auf der Karte, das ihr lieben werdet.

Von Chatschapuri und Chinkali

Wer denkt, dass die georgische Küche äußerst fleischlastig sei, irrt sich. Denn neben Rindfleischeintopf, Lammkeule und Schweineschaschlik nehmen auch vegetarische und vegane Gerichte einen großen Platz ein. Zwei der typisch georgischen Gerichte kommen zum Beispiel ganz ohne Fleisch aus. Chatschapuri ist ein mit Käse gefüllter Teigfladen, den jede Region unterschiedlich zubereitet. Am bekanntesten ist wohl das Chatschapuri Atscharuli, bei dem der Teig wie ein Schiffchen geformt und mit Käse und einem Spiegelei gefüllt wird. Diese Variante könnt ihr auch im Suliko kosten. Da kann das deutsche Käsebrot einpacken! Wenn euch das zu sehr nach Zwischenmahlzeit klingt, versucht euch an einer anderen georgischen Spezialität: Chinkali. Ähnlich wie Dumplings sind diese Teigtaschen mit Hackfleisch, Käse, Kartoffeln oder Pilzen gefüllt. Kleiner Verzehr-Crashkurs: In der Regel essen Georgier die Chinkali mit der Hand und lassen die Spitze, an der sie die Teigtaschen festhalten, übrig. Im Suliko gibt es die Chikali in drei verschiedenen Versionen mit Hackfleisch oder Käse.

Georgisch essen bedeutet Geselligkeit

Zur georgischen Küche gehören aber auch viele kleine Gerichte, die sich – ähnlich wie orientalische Mezze – hervorragend zum Teilen in großer Runde eignen. Da wären zum Beispiel Badridschani, gebratene Aubergine gefüllt mit Walnusspaste und Gewürzen oder Chvischtari, ein mit gesalzenem Käse gefülltes Brot aus Maismehl. Oder wie wäre es mit Pchali, würzigen Bällchen aus Spinat, Roter Bete oder Karotten mit Walnusspaste? Auch pur ist Baje, die georgische Walnusspaste, ein Gedicht und lässt sich gut mit hausgemachtem Brot einfach nebenbei essen. Apropos Gedicht: Der Name des Restaurants, Suliko, bedeutet übersetzt "Seele" und ist ein beliebter georgischer Vorname. Gleichzeitig ist er aber auch der Titel eines alten Liebesgedichts und Volksliedes. Bei einer Landesküche, die selbst wie ein Gedicht ist, ein äußerst treffender Name. Darauf erst mal einen Chacha, einen traditionellen georgischen Tresterbrand! Aber Vorsicht, der hat es in sich! Eine gute Grundlage im Magen ist also von Vorteil.

Infos: Restaurant Suliko, Mittelweg 24, 20148 Hamburg

Küchen aus Osteuropa: Polnische Restaurants in Hamburg

Auch die polnische Küche hat etwas zu bieten. Allein in Piroggen könnten wir uns reinsetzen. Wenn es euch so wie uns geht, findet ihr hier polnische Restaurants in Hamburg, die sich lohnen.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.