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IMARA Außenansicht, Eppendorfer Weg, Marokkanisch, Spanisch
IMARA Restaurant
Hamburg

Traurige Corona-Bilanz: 1.200 Restaurants mussten schließen

Linda Bernhof
Linda Bernhof

Die Corona-Pandemie hat viele Branchen in die Knie gezwungen. Auch der Hamburger Gastronomie haben Lockdowns und Sperrstunden zugesetzt. Einigen so sehr, dass sie das Handtuch werfen mussten.

Bis heute haben sich rund 1.200 Betriebe seit Pandemieausbruch abgemeldet. So lautet die Antwort des Hamburger Senats auf eine Kleine Anfrage der FDP. Demnach meldete sich ein Großteil wegen Corona ab. Vor allem die Innenstadt ist von Restaurantschließungen betroffen. Hier haben allein 430 Betriebe zugemacht. 

Diese Restaurants mussten schließen

Getroffen hat es auch einige alteingesessene Restaurants und Bars. Anfang 2022 ging in der Daniela Bar, einem Urgestein in der Schanze, das letzte Bier über den Tresen. "Zum heulen ist uns jetzt ganz besonders, da wir nach 21 Monaten Pandemie, Lockdowns und etlichen Verordnungen mit unserer Kraft und Leidenschaft am Ende sind", schrieben die beiden Inhaberinnen auf ihrem Instagram-Kanal. Auch Hamburgs älteste Weinstube Zur Traube fiel der Pandemie zum Opfer. Weil in den kleinen Räume die vorgegebenen Abstände nicht eingehalten werden konnten, blieben die Türen Zur Traube lange geschlossen. Danach kämpfte die Besitzerin Karin Wege mit Personalmangel und es kam, was kommen musste: das Aus. Verabschieden mussten sich außerdem das ehemalige Sternerestaurant Trüffelschwein, das beliebte Tapas-Restaurant Imara, das schwedische Café Frau Larsson sowie Das Kontor in der Deichstraße – um nur ein paar zu nennen.

Und auch wenn es sich gerade so anfühlt, als sei das Schlimmste überstanden, hören die Probleme für die Gastronomie nicht auf. Da viele Fachkräfte sich während der Pandemie umorientiert haben, suchen die Betriebe händeringend Servicepersonal. Hinzu kommen die gestiegenen Lebensmittel- und Energiekosten. Die Branche hat es gerade wirklich nicht leicht. Da hilft nur eins: viel essen gehen. Also unterstützt euer Lieblingsrestaurant, indem ihr regelmäßig vorbeischaut und ein großzügiges Trinkgeld dalasst!

Erst die schlechte, dann die gute Nachricht

So traurig das ist, eine gute Nachricht haben wir auch noch für euch. Denn es gab nicht nur Schließungen, sondern auch viele Neueröffnungen. Von März 2020 bis Juni 2022 vermeldet der Senat immerhin 1.298 Neu-Anmeldungen. Dabei haben die meisten Betriebe in den Randbezirken Harburg, Bergedorf und Hamburg-Nord eröffnet. In beliebten Stadtteilen wie Altona und Eimsbüttel sind es deutlich weniger Neuzugänge. Übrigens: Welche neuen Restaurants in Hamburg eröffnet haben, erfahrt ihr jeden Monat bei uns. Lasst es euch schmecken!

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

Quellen zum Text: