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Bảo Bảo
Hamburg

6 nachhaltige Restaurants in Hamburg

David Kim
David Kim

Spätestens seit Fridays for Future ist das Thema Nachhaltigkeit in vielen Köpfen – und in vieler Munde. Gut so, finden wir und stellen euch ein paar nachhaltige Restaurants in Hamburg vor.

Nachhaltiges Restaurant in Hamburgs Uhlenhorst: Wolfs Junge

Eigentlich ist Inhaber und Küchenchef Sebastian Junge sein eigener Chef, doch für sein Restaurant Wolfs Junge unterstellt er sich liebend gerne dem Wechsel der Jahreszeiten und dem saisonalem Angebot seiner norddeutschen Heimat. Das Konzept für das nachhaltige Restaurant lautet "Land&Handgemacht" und wird sehr genau befolgt. Alles, was in der Uhlenhorster Küche selber hergestellt werden kann, wird es auch. Neben einem breiten vegetarischen Angebot warten leckere Fleischgerichte auf euch. Dabei ist es gut zu wissen, dass das Team gern das komplette Tier verarbeitet. So landeten in der Vergangenheit schon hausgemachte Bratwürste, Buletten oder Schmorgerichte auf der Karte. Abends gehts dann etwas feiner weiter mit bis zu fünf Gängen und täglich wechselnden Gerichten – selbstverständlich bestimmt vom saisonalen Angebot. Die Qualität der Zutaten trifft dabei auf absolute Handwerkskunst, denn Sebastian ist nicht zuletzt der ehemalige Küchenchef des Kleinen Jacob im Hotel Louis C. Jacob.

Info: Wolf's Junge, Zimmerstraße 30, 22085 Hamburg

B.U.R.G serviert nachhaltige Küche im Pergolenviertel

Noch ist das Pergolenviertel in Hamburgs Norden nicht final eingelebt. Viele Neubauten und Neueröffnungen prägen das Bild des Viertels. Doch wenn das Restaurant B.U.R.G ein Vorgeschmack auf die Zukunft ist, dann machen wir uns beim besten Willen keine Gedanken um die kulinarische Versorgung hier. "Maximal regional" heißt es auf der Webseite und das bedeutet, dass sich das B.U.R.G zum größten Teil an dem bedient, was Hamburg und die unmittelbare Umgebung so zu bieten hat. Um das für euch komplett transparent zu halten, könnt ihr auf der Homepage einige Lieferanten nachvollziehen und auf der Speisekarte findet ihr den "Regionalwert" eines jeden Gerichts, der sich aus dem Einzugsgebiet der einzelnen Zutaten zusammensetzt. Respekt!

Infos: B.U.R.G, Winterlindenweg 42, 22297 Hamburg

Das erste nachhaltige Weinrestaurant in Hamburg: Piccolo Paradiso

"Alles bio" – im Piccolo Paradiso sind das keine leeren Worte, sondern ein ernst gemeintes und gelebtes Versprechen. Auf der Speisekarte finden sich nur wenige Ausnahmen und die sind entsprechend gekennzeichnet. Stichwort biologisch: Das gilt auch für die Weine, die ausschließlich aus bio-zertifizierten Betrieben stammen. Das Bio-Paradies mit vegetarischen Köstlichkeiten aus aller Welt findet ihr übrigens am Großneumarkt und es bietet euch von Antipasti über Tapas bis Mezze und Quiches alles, was das Veggie-Herz begehrt. Auch für Nicht-Vegetarier wird ein Besuch im Piccolo Paradiso ein wahres Fest der Sinne, dafür sorgen raffinierte Vorspeisen ebenso wie fantasievolle Hauptgerichte und himmlische Desserts.

Infos: Piccolo Paradiso, Brüderstraße 27, 20355 Hamburg

Deutsche Gourmetküche in Altona: Landhaus Scherrer

Dass kulinarischer Hochgenuss und Nachhaltigkeit auch auf Sterneniveau funktionieren und großen Anklang finden, beweist das Landhaus Scherrer an der Altonaer Elbchaussee. Das Restaurant unterstützt nicht nur die Ökologische Wissens-Akademie (ÖWA), um nachhaltige Lebensmittelproduktion selbstverständlicher zu machen, sondern lebt diese Einstellung auch seit mehr als drei Jahrzehnten kulinarisch vor. Und das auf höchstem Niveau. Das Team rund um Chefkoch Heinz O. Wehmann hat sich für Jakobsmuscheltatars, Steinbutt-Rücken und andere Köstlichkeiten nicht umsonst einen Stern und 16 Punkte im Gault Millau und viele weitere Auszeichnungen erkocht. Was auf den Teller kommt, bestimmen größtenteils die Saison und die Region. Langweilig wird's im Landhaus Scherrer kulinarisch trotzdem nie, denn moderne Einflüsse bringen Pepp in die norddeutsche Hochküche.

Infos: Landhaus Scherrer, Elbchaussee 130, 22763 Hamburg

Skandinavien meets St. Pauli: Restaurant HACO

Hier kommen alle Zutaten frisch aus der Region – und das heißt: Fisch, saisonales Gemüse und alles, was im Alten Land und weiter nördlich zu Hause ist. Skandinavisch angehaucht ist hier aber nicht nur das Essen, sondern auch die Einrichtung: "Clean" sagen die einen, "auf das Wesentliche beschränkt" die anderen. Einig sind sich aber alle darin, dass sich das Durchprobieren im HACO lohnt. Viele Zutaten kommen direkt aus den Händen der Fischer, Jäger und Bauern der Region. Ob ihr euch einen Abend des nordischen Genusses gönnt, bleibt euch überlassen ... und ist sicher auch eine Preisfrage, denn die 10 Gänge kosten 129 €. Fest steht aber: In allen Gerichten finden sich Leidenschaft und Intuition wieder, also die Komponenten, die das Küchenteam des HACO lebt. Und dabei wird nicht nur gekocht, sondern auch getrocknet, fermentiert und eingeweckt, sodass sich neue kulinarische Horizonte eröffnen – und das im Namen der Nachhaltigkeit. Top!

Infos: HACO, Clemens-Schultz-Straße 18, 20359 Hamburg

Nachhaltigkeit in Hamburgs Karoviertel: In guter Gesellschaft

Auch ein Café soll sich in diese Liste einschleichen dürfen, denn "In guter Gesellschaft" hat sich komplett dem Zero-Waste-Gedanken verschrieben – das ist in Hamburg kein Geheimnis. Wo es nur geht, werden Verpackungen eingespart oder wiederverwendbare Materialien genutzt. Hier regiert trotzdem nicht der erhobene Zeigefinger, sondern wird Zero Waste eher als Ideal angesehen. Das spürt man und das schmeckt man: Genuss und Nachhaltigkeit können nämlich durchaus Hand in Hand gehen. Leckere belegte Brote, Kuchen oder hausgemachte Franzbrötchen passen perfekt zum Käffchen. On top könnt ihr auch zum Kleidertausch vorbeikommen. Dafür zahlt ihr einfach 4 Euro, bringt maximal zehn eigene Teile mit und könnt euch dann so viel schnappen, wie ihr wollt. Nachhaltig in jeder Hinsicht!

Infos: In guter Gesellschaft, Sternstraße 25, 20357 Hamburg

Noch mehr Tipps: Nachhaltigkeit in Hamburg

Nicht nur in Sachen Essen lässt es sich grüner leben, schaut doch mal hier: Unsere Tipps für mehr Nachhaltigkeit in Hamburg. Oder ihr schaut bei einem der Unverpacktläden in Hamburg vorbei.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.