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Pro Ecuador
Hamburg

"Kitchen Guerilla": Neues von den Globefoodies

Die Brüder Koral und Onur Elci waren mal wieder für uns unterwegs: Aus Ecuador haben sie farbenprächtige Leckereien mitgebracht. Bei einem Workshop durften wir lernen, was sich daraus zaubern lässt.


Für Foodies ist Ecuador ein Paradies: Unzählige Obst- und Gemüsesorten haben hier ihre Heimat, allein die Kochbanane ist mit drei Sorten vertreten. Ecuador zählt zu den Ländern mit der höchsten Biodiversität. Ob Hochland, Nebelwald, Küste oder Amazonasdschungel – die verschiedenen Klimazonen liegen so dicht beieinander, dass man sie innerhalb weniger Stunden von der Hauptstadt Quito aus erreichen kann.

Die Brüder Koral und Onur Elci von der mobilen Kocheinheit Kitchen Guerilla waren im Frühjahr in Ecuador und haben ihre farbenprächtige Ausbeute anschließend während eines Koch-Workshops in Hamburg präsentiert: Tamarillo, Kakao, Maniok, Salak, Mangostan – diese Produkte findet man hier in keinem normalen Supermarkt. Dafür aber die leckersten Snacks, die ich seit langem gegessen habe: Kochbananen- und Maniok-Chips. „El origen Bana Fritas“ dürfen ab jetzt auf keiner Party fehlen. Kochbananen gehören übrigens zum Grundnahrungsmittel der Ecuadorianer – und das zu Recht: Sie sind nicht nur eine nährstoffreiche Energiequelle, sondern machen sowohl gekocht, frittiert, gegrillt oder auch gebraten auf dem Teller eine gute Figur.

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Die Kakaofrucht wird in Ecuador vielseitig eingesetzt, zum Beispiel findet sie in erfrischenden Limonaden Verwendung. Als echtes Luxusgut wird das beliebte Erzeugnis aus der Kakaobohne gehandelt: Ecuadorianische Schokolade beziehungsweise die Sorte „Cacao Nacional de Arriba“, eine weltweit geschätzte Spezialität. Großer Pluspunkt: Kleinbauern haben sich in Kooperativen zusammengeschlossen und verkaufen ihre hochwertige Schokolade direkt an die Konsumenten und Einzelhändler. So bleibt der Großteil des Gewinns in den Kooperativen. Unverzichtbar für jeden Ecuador-Fan, zu denen ich mich neuerdings zähle, ist der federleichte Toquilla-Hut (auch bekannt als Panamahut). Hier die gute Nachricht: Er steht wirklich jeder Kopfform. Je feiner die Faserstränge, aus denen sie gewebt sind, desto höher die Qualität. Im Idealfall kann man die Hüte knüllen und zusammenrollen, ohne dass sie zu Schaden kommen. Wie ein Babypopo müssen die sich anfühlen, sagt Onur Elci. Das traditionelle Weben der kultigen Kopfbedeckung wurde übrigens 2012 von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt.

Die Jungs der Kitchen Guerilla veranstalten regelmäßig Workshops, Kochsessions, mentale Genussreisen, Food-Discos oder gemeinsame Abendbrote in Hamburg, Berlin und Istanbul.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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