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St. Pauli

Gute Aussichten: Fernsehturm-Eröffnung ist für Ende 2023 geplant

Meike Neddermeyer
Meike Neddermeyer

Was lange währt, wird endlich gut – hoffen wir! Denn nach geschlagenen 22 Jahren soll der Hamburger Fernsehturm Ende 2023 endlich wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Mehr über die Telemichel-Pläne erfahrt ihr hier.

Seit 2001 sind Restaurant und Aussichtsplattform unseres Telemichels geschlossen. Mehr als 20 Jahre müssen die Hamburger nun also schon auf den spektakulären Ausblick von der Plattform verzichten. Nur zum 50. Geburtstag 2018 war das zweithöchste Bauwerk Hamburgs (277 Meter) für einen kurzen Tag geöffnet. Doch es ist endlich ein Licht am Ende des Tunnels in Sicht! Im Jahr 2020 wurde bekanntgegeben, dass der Heinrich-Hertz-Turm für 37 Millionen Euro eine Sanierung bekommen soll. Auch neue Betreibende haben sich mit Hamburg Messe, dem Medienunternehmen Online Marketing Rockstars und den Bauprojektentwicklern von Home United Management gefunden. Sie haben den Fernsehturm für 25 Jahre von der Eigentümerin DFMG Deutsche Funkturm GmbH gepachtet – und geben nun konkretere Details zu der Wiedereröffnung bekannt.

Knappe Nummer: Wiedereröffnung des Telemichels noch in 2023?

Bernd Aufderheide, Chef vom Hamburg Messe, spricht zwar von einem "sportlichen Zeitplan", ist aber optimistisch, dass der Hamburger Fernsehturm noch Ende 2023 wieder Besucher oben auf der Aussichtsplattform empfangen könne. "Wir gehen noch nach wie vor davon aus, dass das klappt. Die Planungen sind jetzt im Prinzip durch", sagte er in einem Interview. Grund für Verzögerungen ist auch hier einmal mehr die Corona-Pandemie. Denn das Virus macht auch vor der Baubranche nicht halt und sorgt unter anderem dafür, dass die Rohstoffe knapp werden.

Veranstaltungen und Konzerte auf dem Fernsehturm

Wer sich darauf gefreut hat, bald hoch über der Stadt schlemmen zu können, muss seine Erwartungshaltung etwas zurückschrauben. Denn ein herkömmliches Gastronomie-Angebot soll es auf dem Telemichel wohl nicht geben. Dafür aber Pop-up-Restaurants, die für ein paar Wochen öffnen. Und: "Es wird wahrscheinlich auch Kaffee und Kuchen geben, schon allein deshalb, weil es immer noch ein, zwei Generationen gibt, die mit Fernsehturm eben Kaffee und Kuchen im Drehrestaurant verbinden", so Aufderheide. Die zweigeschossige Kanzel des Heinrich-Hertz-Turms soll außerdem nicht bloß als Panoramaplattform dienen, sondern zudem als Veranstaltungsfläche für Konzerte und Konferenzen. Na, wenn das keine guten Aussichten sind!

Immer wieder Verzögerungen

Warum das alles so lange gedauert hat? Die Suche nach neuen Betreibenden gestaltete sich trotz europaweiter Ausschreibung schwieriger als gedacht. Unter den Bewerbern galt EDEKA in Zusammenarbeit mit Tim Mälzer und Patrick Rüther als besonders heißer Anwärter. Eigentlich sah die Planung vor, schon 2019 den neuen Betreiber zu verkünden. EDEKA zog sich jedoch wegen "unzumutbarer vertraglicher Rahmenbedingungen" zurück. Umso größer ist nun die Vorfreude der Hamburger, bald wieder einen atemberaubenden Ausblick über unsere Stadt genießen zu können.

Merkwürdige Spitznamen für Hamburger Orte

Wusstet ihr, dass der Telemichel auch Flimmerlolli genannt wird? Noch mehr seltsame Spitznamen für Hamburger Orte findet ihr in unserem Artikel.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

Quellen zum Text: