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Shutterstock / franz12
Hamburg

Die Stadtbäckerei schließt ihre Filialen: Das steckt dahinter

Hamburg verliert eines seiner Traditionsunternehmen. Die Stadtbäckerei schließt ihre Filialen und auch die hauseigene Backstube am Gänsemarkt. Aber es gibt bereits einen Nachfolger.


Beinahe 340 Jahre Tradition stehen hinter der Hamburger Stadtbäckerei. Denn wo sich am Gänsemarkt heute die wohl bekannteste Filiale befindet, wurde schon am 9. September 1681 ein Betrieb mit dem Recht der Fast-, Los-, und Grobbäckerei gegründet. Seit 1936 ist die Stadtbäckerei am Gänsemarkt in der Hand der Familie Böse gewesen. Doch die gibt nun auf und schließt die Filiale im Stadtzentrum, inklusive der eigenen Backstube. Von dort aus belieferte sie auch die weiteren zehn Standorte im Stadtgebiet.

Der Hintergrund: Die Backstube sei baufällig, wie Inhaber Stefan Böse dem "Hamburger Abendblatt" sagte. In den nächsten Jahren wären einige Kosten auf den Familenbetrieb zugekommen. Deshalb schließt die Stadtbäckerei ihre elf Filialen. In der alteingesessenen Zentrale am Gänsemarkt ist am 30. September Schluss. Doch für den Standort hat Familie Böse immerhin schon einen Nachfolger gefunden.

Die Bäckerei Junge zieht am Gänsemarkt ein

In den schönen Altbau mit Kontoren zieht die Bäckerei Junge aus Lübeck. Sie übernimmt nicht nur die 44 Mitarbeiter*innen der Stadtbäckerei, sondern auch den Namen. Die Brötchen kommen in Zukunft jedoch aus Lübeck, Rostock und Greifswald, wo das Unternehmen seine Backwaren produziert. Auch die Filiale in Blankenese geht in den Besitz von Bäckerei Junge über. Die Zukunft der restlichen Standorte ist dagegen von Fall zu Fall unterschiedlich – und zu großen Teilen noch ungewiss. Die Filialen wurden bislang in einem Franchise-Modell betrieben und bezogen alle ihre Backwaren vom Gänsemarkt. Der Laden in Nienstedten etwa will eigenständig weitermachen und seine Produkte zukünftig vom freien Markt beziehen. Das beliebte Geschäft in Ottensen dagegen gibt schon zum 3. März auf und soll in neue (Bäckers-)Hände übergehen. Laut "Abendblatt" gebe es dafür drei Bewerber. An der Tür der Filiale hängt ein Zettel. "Danke für die schönen Jahre", ist darauf zu lesen.

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