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SuperSüß
Hamburg

Urlaub für den Gaumen: Hier gibts Desserts aus fernen Ländern

Sirany Schümann
Sirany Schümann

Es Cendol, Quesillo und Bungeoppang – schon mal gehört? Hinter den klangvollen Namen verbergen sich Süßspeisen aus aller Welt. kiekmo stellt euch Desserts aus anderen Ländern vor, die es auch in Hamburg gibt.

Bungeoppang – Gebäck in Fischform: bok Café

Das koreanische Wort "bungeo" bedeutet "Karausche", eine Fischart. "ppang" heißt "Brot". Wörtlich übersetzt handelt es sich hier also um ein Fischbrot, was im ersten Moment – zumindest für viele europäische Geschmäcker – nicht sonderlich appetitlich klingt. Dabei haben wir es hier gar nicht mit einem in Teig eingebackenen Meeresbewohner oder Ähnlichem zu tun. Bungeoppang ist lediglich süßes Gebäck in Form eines Fisches. Der Teig wird ähnlich wie Waffeln in eine Gussform gegeben und darin gebacken. Hört sich gut an, oder?

In Korea und Japan gibt es die Fische am Straßenstand an fast jeder Ecke, in Hamburg müsst ihr dafür den Weg in die City antreten. Das bok Café verkauft die Süßspeise mit Füllungen in den Geschmacksrichtungen Vanille und Anko (rote Bohnenpaste). Letzteres ist die traditionelle Variante von Bungeoppang. Aber auch andere Füllungen wie Schoko oder Matcha werden in Asien immer beliebter.

Infos: bok Café, Große Bleichen 35, 20354 Hamburg

Chiffon Cake – fluffiger Kuchen aus Japan: SuperSüß Pop-up

Wir bleiben kulinarisch noch in Ostasien und blicken rüber zu den Nachbarn in Japan. Dort hat es uns der Chiffon Cake ziemlich angetan. Ein besonders leichter Kuchen, der seine fluffige Textur dadurch bekommt, dass zum Backen Pflanzenöl statt Butter oder Margarine verwendet wird. Dann noch separat aufgeschlagenes Eiweiß unter den Teig gemischt und schon sind der Fluffiness keine Grenzen gesetzt. Ist aber in der eigenen Küche auf Anhieb gar nicht so easy umzusetzen. Wenn ihr lieber die Profis machen lassen wollt, ist der SuperSüß Pop-up-Shop genau der Laden, den ihr sucht. Dort gibt es den Chiffon Cake in etlichen Varianten: mit frischen Erdbeeren und leichter Vanillesahne, mit Mango-Buttercreme, mit leichter Oreo–Karamellcreme und Meersalz oder mit Taro-Püree.

Die asiatische Patisserie, hinter der das All-you-can-eat-Restaurant kofookoo yam'cha steckt, hat aber noch mehr auf Lager: Cheesecake in den Sorten Durian-Mango oder Matcha zum Beispiel. Einige Süßspeisen gibts außerdem samstags im Bubble-Tea-Laden Comebuy.

Infos: SuperSüß Pop-Up, kofookoo yam'cha in der PERLE, Gerhart-Hauptmann-Platz 48 a, 20095 Hamburg

Türkische süße Häppchen zum Verlieben: Lokma

Das Wort Lokma ist türkisch und lässt sich mit "Happen" übersetzen. Genau das und sogar mehr ist dieses Dessert auch: Mundgerechte, frittierte Teigbällchen, die traditionell etwa mit Honig oder Zuckersirup überzogen auf den Tisch kommen. Doch in der modernen Auslegung des Traditionsdesserts darf natürlich eines nicht fehlen: die reiche Auswahl. Gefüllt, überzogen, begossen, garniert – Toppings lassen den Klassiker in neuem Glanz erstrahlen und bereiten euch eine süße Gaumenfreude.

In Hamburg bekommt ihr die Lokma Bällchen in vielen Varianten zum Beispiel in der Fuhlsbüttler Straße. Das gleichnamige Café serviert sie euch frisch frittiert – nur so sind sie perfekt – mit einer großen Auswahl an Toppings wie Oreos, Kinder Bueno, Reese's und frischen Früchten sowie Soßen und Füllungen eurer Wahl. In Barmbek-Nord werdet ihr Happen für Happen glücklicher.

Infos: Lokma Hamburg, Fuhlsbüttler Straße 222, 22307 Hamburg

Es Cendol – Nachtisch auf Indonesisch: Jawa Restaurant

Was ist es? Ein Getränk oder ein Dessert? Genau genommen handelt es sich bei Es Cendol um eine Mischung aus beidem. Nach einem Glas fühlt ihr euch aber auf jeden Fall so, als hättet ihr gerade eine ganze Mahlzeit zu euch genommen. Die Zutaten Reismehlpudding, Palmzucker und Jackfruit vermischen sich bei dieser Süßspeise mit cremiger Kokosmilch. Besonders verbreitet ist Cendol in Indonesien, doch auch in anderen südostasiatischen Ländern sind Varianten davon zu finden. Wir haben das Dessert-Getränk in Hamburg im indonesischen Restaurant Jawa entdeckt.

Ihr habt richtig gehört, es gibt ein indonesisches Restaurant in der Stadt! Ein Ausflug nach Hammerbrook lohnt sich aber nicht nur wegen der Süßspeisen. Das Menü hält noch viele andere Überraschungen und Gerichte für euch bereit. Unter anderem auch Es Campur: Eis mit verschiedenen exotischen Früchten wie Longan und Jackfruit sowie Crushed Ice, Nata-de-Coco-Gelee und Kondensmilch. Spannend!

Infos: Jawa Restaurant, Wendenstraße 29, 20097 Hamburg

Quesillo – Flan mit Karibik-Flair: Macaibo

Süßen Flan? Ja, den kennen viele wahrscheinlich als Dessert aus Spanien und Portugal oder als französische Crème caramel. Durch das Verrühren von Eiern und Zucker wird eine cremige Masse erzeugt, die zusammen mit heißer Milch in Portionsförmchen landet, welche vorher mit karamellisiertem Zucker ausgegossen wurden. Danach muss das Ganze noch ins heiße Wasserbad und fertig ist der Flan. Aber habt ihr auch schon die venezolanische Variante probiert? Die heißt Quesillo und kommt mit einer extra Portion Karibik-Flair. Zumindest wenn sie so zubereitet wird wie im Macaibo.

Hamburgs erstes venezolanisches Restaurant kredenzt nämlich nicht nur tolle Arepas und Cachapas, sondern auch leckeren Quesillo de Coco. Wie der Name schon verrät, ist hier Kokosmilch mit im Spiel, die ihr sonst nicht im Flan findet. Einen Quesillo tradicional mit bitter-süßer Karamellsoße gibt es ebenfalls auf der Speisekarte. Der lässt uns aber nicht so schön von Palmen und weißen Sandstränden träumen wie der Quesillo de Coco.

Infos: Macaibo, Holstenstraße 185, 22765 Hamburg

Kinafa – Mozzarellacreme im Fadenteig: Azeitona

Kinafa ist nur eine Schreibweise der Süßspeise aus dem Levanteraum. Auch die Versionen Kunafa, Kanafa, Kanafeh und einige weitere existieren davon. Sie alle bezeichnen aber in etwa dasselbe. Eine spezielle Mozzarellacreme, die jedoch mehr an Quark erinnert, wird im Fadenteig – dem sogenannten Kadaifi, auch bekannt unter Engelshaar – gebacken und vor dem Servieren mit warmem Zuckersirup beträufelt. Diese Köstlichkeit bekommt ihr in Hamburg zum Beispiel im Azeitona.

Die beiden Restaurants in der Schanze und Eimsbüttel warten aber mit noch mehr Desserts aus der arabischen Küche auf euren Besuch. Wir können die Dattel-Empanadas genauso uneingeschränkt empfehlen wie Halwa Al Amira, Johannisbrotpudding auf Biscuitboden. Auf Vorbestellung gibt es außerdem Halawa Bil-Jibna. Das sind süße Käseröllchen, die mit einer Creme gefüllt werden. Nächste Stufe nach dem Kinafa, würden wir sagen.

Infos: Azeitona Schanze, Beckstraße 19, 20357 Hamburg | Azeitona Eimsbüttel, Osterstraße 173, 20255 Hamburg

Soufflé-Pancakes nach japanischem Vorbild: Lu Soufflé

Es verschlägt uns ein zweites Mal nach Japan, aber wie könnten wir fluffig-wackelige Pfannkuchen auslassen? Was euch erwartet? Dicke japanische Pfannkuchen, die durch den Zusatz von Eischnee und vermutlich etwas Magie – Geduld und Timing sind in der Zubereitung ein Muss – zum weichen und super leichten Dessertraum werden. In Hamburg hat sich Lu Soufflé auf die japanischen Pancakes spezialisiert und vor Ort erlebt ihr wie der Teig auf einer heißen Platte vorsichtig getürmt und dann zur Perfektion gebacken wird – oben und unten goldig, rund herum cremig blass.

Ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs wird für euer leibliches Wohl mit freundlichem Service gesorgt. Das Team freut sich über große Vorfreude-Augen und serviert die dicken, soften Türmchen mit einer Vielzahl an süßen Toppings. Darunter Crunch Brulée, mit Karamell-Knusper, The Fluffy Bunny mit Nougatcreme oder The Matcha, dessen Creme selbstverständlich Noten des knallgrünen Tees trägt. Wir versprechen, dass ihr nicht widerstehen werden könnt, euer Dessert vorm ersten Happen eine Runde wackeln zu lassen.

Infos: Lu Soufflé, Kurze Mühren 6, 20095 Hamburg

Osteuropäischer Klassiker: HONEYCAKE by Sudermann macht moderne Honigtorten

Schon die alten Ägypter und Römer verspeisten Variationen von ihm und in vielen Ländern Osteuropas ist er bis heute ein wahrer Klassiker: der Honigkuchen. Noch mal einen obendrauf setzt die Honigtorte. Viele, viele Schichten von aromatisiertem Honigteig, die separat und in intensiver Detail- und Handarbeit hergestellt werden, zeichnen sie aus. Gepaart werden die einzelnen Schichten dann jeweils mit leichter saurer Sahne. Der besondere Fokus auf die Star-Zutat Honig, macht sie dabei zu etwas wirklich besonderem.

HONEYCAKE by Sudermann ist Hamburger Spezialist, was Honigtorte angeht und versorgt euch mit der Creme de la Creme. Natürlich gibt es neben dem bereits beschriebenen Klassiker mittlerweile auch neue Abwandlungen für die verschiedensten Naschkatzen. Probiert doch mal den Himbeere Honey Cake, die Sanddorn Variante, Walnuss Karamell oder Schoko Trüffel. Entweder bestellt ihr direkt online oder begebt euch Samstags zu The Special Connection, wo ihr die honigsüßen Stücke auch ergattern könnt. Nicht nur ein Gaumen-, sondern auch ein Augenschmaus!

Infos: HONEYCAKE by Sudermann, Tarpenring 14, 22419 Hamburg

Desserts selber machen – mit Zutaten aus internationalen Supermärkten

Wenn ihr gerne Desserts und Süßspeisen aus aller Welt testet, sind diese hier bestimmt auch was für euch: internationale Supermärkte in Hamburg.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.