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Regenbogen am Elbstrand
kiekmo
Hamburg

5 Wetterphänomene in Hamburg, die wir lieben

Oft beschweren wir uns über das Wetter in Hamburg. Viel Regen, viel kalt, viel Mimimi. Dabei gibt es auch Dinge rund ums Wetter, die wir lieben und die so nicht überall vorkommen.


Wenn der Nebel so dick ist, dass wir die Nebelhörner tuten hören.

Zugegeben, es ist auch ein wenig unheimlich, wenn abends dicke Nebelschwaden über dem Wasser hängen oder durch die Straßen von Altona und anderen elbnahen Stadtteilen wabern. Wenn ihr den Film "The Fog – Nebel des Grauens" (das Original, nicht das Remake!) kennt, wisst ihr bestimmt, was wir meinen … Aber vor allem in nasskalten Herbstnächten ist es unglaublich gemütlich, sich auf dem Sofa einzukuscheln, während draußen die Nebelhörner ertönen. Das tiefe, monotone Tuten ist dann oftmals bis weit in die Nacht zu hören und begleitet uns, bis wir langsam und sanft in den Schlaf gleiten. Was ihr da hört, sind aber nicht bloß die Schiffe auf der Elbe, die Schallsignale abgeben, um sich gegenseitig vor der dicken Suppe zu warnen. In Hamburg gibt es auch Nebelsignalstellen, die akustische Töne aussenden, etwa auf dem Lotsenhöft in Steinwerder.

Wenn das Wasser am Fischmarkt übers Ufer tritt.

Alle Jahre wieder … tritt die Elbe im Winter über die Ufer. 1962 endete das in einer Katastrophe und ging als Jahrhundertflut in die Geschichtsbücher von Hamburg ein. Heute sind die Deiche glücklicherweise höher, breiter und stabiler. Wenn eine Sturmflut mal wieder den Fischmarkt flutet, ist das in der Regel wenig besorgniserregend – außer man hat vergessen umzuparken und sein Auto dort stehen lassen … Stattdessen ist das Hochwasser eine willkommene Gelegenheit für Schaulustige und Instagrammer, die spektakuläre Fotos schießen wollen. Und gibt es einen besseren Zeitpunkt, um mal wieder die Gummistiefel hervorzukramen, sich zum Hafen zu begeben und durch das Wasser zu waten, ohne sich Gedanken um nasse Füße machen zu müssen?

Wenn es im Süden von der Elbe regnet, während im Norden die Sonne strahlt – oder umgekehrt.

Die Wetter-App vom Handy zeigt Regen für Hamburg an? Das ist, insbesondere im Sommer, noch kein Grund zur Sorge. Denn oft bleibt eine Elbseite vom Wolkenguss verschont. Während es im Süden schüttet, herrscht im Norden manchmal strahlender Sonnenschein – oder umgekehrt. Ein noch abgefahreneres Wetterphänomen, das wir in Hamburg gelegentlich beobachten können: Wir liegen am Elbstrand in der prallen Sonne und sehen, wie sich auf der anderen Seite des Flusses dicke Wolken auftürmen und Regenschleier bilden. Jetzt heißt es abwägen: schnell die Sachen zusammenpacken und die Flucht ergreifen oder die Situation aussitzen und auf Risiko spielen? Kommt das Unwetter oder kommt es nicht? Fakt ist: In Hamburg ziehen die Wolken manchmal schneller – und holen euch rascher ein, als ihr denkt. Aber ein warmer Sommerregen kann auch sehr erfrischend sein.

Wenn uns am Wasser immer eine frische Brise um die Nase weht.

Wind ist erst, wenn der Regen waagerecht fliegt oder so ähnlich. Sprüche über das Hamburger Wetter, insbesondere die steife Brise hier, gibt es zur Genüge. Und etwas Wahres ist da auch dran. Nicht umsonst hat die Stadt schließlich ein Schirmgeschäft, das besonders sturmfeste Modelle anpreist. Und es lohnt sich auch nicht immer, die Haare ordentlich zu frisieren. Besser ist da für solche Fälle eine gut und fest sitzende Mütze, die nicht wegfliegt. Das gilt allerdings nur für die richtig windigen Tage. Die restliche Zeit des Jahres wird die steife Brise zur frischen Brise, die für einen kühlen Kopf und gute Luft sorgt. Dass sie fehlt, fällt vor allem auf, wenn wir Hamburg verlassen und in einer Kesselstadt plötzlich merken, dass wir nicht so tief durchatmen können wie sonst.

Ganz einfach: Wenn die Sonne scheint.

In Hamburg gibt es keine halben Sachen: Wenn die Sonne scheint, dann richtig. Das hat schon zu manch bösem Sonnenbrand geführt, weil die frische Brise dafür sorgt, dass es sich gar nicht so heißt anfühlt. Ab diesem Zeitpunkt gibt es dennoch kein Halten mehr bei den Bewohnern und jeder Sonnenstrahl wird hedonistisch bis zum Einbruch der Dunkelheit ausgekostet. Völkerwanderungen an der Alster, der Elbstrand verwandelt sich in Playa de Palma und die Schlangen vor den Eisdielen in Hamburg reichen einmal um den Block. Furchtbar, oder? Aber irgendwie ist dieses hanseatische Sonnenanbetertum auch ganz charmant, weil die Hamburger diesen großen gelben Ball dort am Himmel noch richtig zu schätzen wissen. Denn wären wir hier sonnenverwöhnt und würden näher am Äquator wohnen, wäre ein 25-Grad-Tag auch nichts Besonderes mehr.

Schlechtes Wetter in Hamburg? Gibts nicht!

Wetter ist, was ihr draus macht! Das ist genau einer der Gründe, warum es in Hamburg kein schlechtes Wetter gibt. Aber lest selbst!

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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