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Pietro de Grandi/Unsplash
Hamburg

Na servus: 10 Dinge, über die sich Bayern in Hamburg wundern

Der Norden und der Süden Deutschlands – unterschiedlicher könnten Bundesländer nicht sein. Kein Wunder also, dass sich Bayern über diverse Dinge wundern, wenn sie das erste Mal in der Hansestadt sind.


Street Art: Ist das Kunst oder kann das weg?

Besuch aus dem Süden, Spaziergang durch die Schanze. Große Augen: Hier ist ja alles beschmiert, bekunstet und beklebt bis hinauf auf 2,50 Meter Höhe? In München gäbe es sowas nicht. Hier wird fein säuberlich alles entfernt und übermalt. Langweilig.

Blätterberge auf dem Boden

Ordnung muss sein. Und wehe, ein Blatt vom Baum im eigenen Vorgarten weht hinüber zum Nachbarn. Deshalb wird in Bayern jedes Blättchen sofort eingesammelt, das gen Boden segelt. Wie kann es sein, dass ihr in Hamburg im Herbst mindestens knöchelhoch durchs Blätterwerk watet? Na, ganz einfache Antwort: Weils so schön raschelt! Und die Igelchen freuen sich auch.

Fischbrötchen statt Leberkässemmel

Der adäquate Zwischensnack, gerne auch zum (zweiten) Frühstück, ist in Bayern die Leberkässemmel. Mittags gibt's dann eine Schweinshaxe und abends Wurstaufschnitt, zur Not auch ohne Brot. Und in Hamburg? Da laufen Bayern Gefahr, vom Stangerl zu kippen – Fischbrötchen und Pannfisch, was soll das denn? Für diejenigen, die dem nicht abgeneigt sind: Hier bekommt ihr die besten Fischbrötchen in Hamburg.

... und das soll ein Bier sein?

Bleiben wir bei der Kulinarik. Bier ist ein Grundnahrungsmittel und wird von den Bayern als süffiges Helles in Halblitergläsern oder gleich im Maßkrug konsumiert. Doch böses Erwachen in unserer schönen Hansestadt: Das soll ein Bier sein? Tja, was sollen wir sagen? Qualität statt Quantität!

Ganz schön flach hier

Ja, es stimmt: Die Hamburger "Berge" haben keine Gletscher zu bieten. Muss auch nicht. Der weite Horizont öffnet schließlich ganz andere Perspektiven.

Jedem sein eigenes Tischlein

Beim Betreten eines Restaurants reibt sich so mancher Bayer die Augen: An jedem Tisch sitzen nur wenige Leute, viele Stühle sind unbesetzt. Gäbe es in Bayern nicht, hier setzt man sich ohne jegliche Scheu zusammen und unterhält sich. Nee, das muss nun wirklich nicht sein! Wir Hanseaten haben ganz gerne ein bisschen Privatsphäre und müssen nicht gleich mit jedem Kumpel sein. Und das ist auch gut so.

Hamburg, das Tor zur Welt

Ein Hafen? Das ist in Bayern bestenfalls etwas, an dem ein paar Segelboote dümpeln. Das ist in Hamburg dann doch ein ganz anderer Schnack. Die mächtigen Kräne und Riesenpötte können endloses Staunen hervorrufen. Jawoll, liebe Bayern! Wir sind nämlich das deutsche Tor zur Welt.

Franz wer?

Skeptischer Blick beim Bäcker: Was sind das für komische Teile, die da in diversen Variationen in der Auslage liegen? Ovale Flatschen, herrlich klebrig, zuckersüß? Liebe Bayern, unsere Nationalspeise: Franzbrötchen.

Lasse statt Leopold

Der geneigte Bayer mag es kaum glauben, doch sogar schon Kindergartenkinder können in Hamburg richtig gut hochdeutsch sprechen. Was aber vielleicht noch mehr verwundert, sind die Namen. Lasse? Torge? Mattis? Ja, liebe Bayern, genau so ist das.

Im Dirndl durch Hamburg

In Bayern ist die Tracht – also das Dirndl und die Lederhose – ein Gewand, das so häufig wie möglich und auch als Festtagskleid zum Beispiel bei einer Hochzeit getragen wird. Das letzte, was ein Bayer erwartet, ist aber wohl, dass in Hamburg der edle Zwirn rausgeholt wird. Und doch: Wer im September in unserer schönen Hansestadt zu Besuch ist, wird nicht wenige Hamburger in der Tracht zu einem der vielen Oktoberfeste ziehen sehen. Und ein Hofbräuhaus und Almclubs auf dem Kiez haben wir auch sowieso. Wir Hamburger können nämlich durchaus anerkennen: Bayern hat auch seine schönen Seiten. Auch wenn es viele Gründe gibt, warum Hamburg viel besser ist als München.

Wo wir gerade dabei sind: Gedanken, die ein Schwabe in Hamburg hat

Nicht nur die Bayern müssen sich erst einmal auf unsere Hansestadt einstellen. Auch ihren Nachbarn schwirrt der ein oder andere Gedanke durch den Kopf, wenn sie das erste Mal in Hamburg sind. Welche das sind, lest ihr hier: Gedanken, die ein Schwabe in Hamburg hat.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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