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Uferpark Wilhelmsburg
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Hamburg

Nicht Michel, nicht Elphi: 10 kleine Attraktionen in Hamburg

Hamburg ist nicht nur Elphi, Hafen und Michel. Es sind doch auch und vor allem die kleinen, weniger bekannten Sehenswürdigkeiten, die unsere Stadt so l(i)ebenswert machen. Diese zehn gehören dazu.


Ein Stück Orient direkt an der Alster: Die Blaue Moschee

Wer regelmäßig seine Runden um die Außenalster dreht, kennt die Blaue Moschee, die zwischen den Alstervillen ein bisschen deplatziert wirkt, aber gerade deswegen auch so ins Auge sticht. Seit den Sechzigerjahren ist das Gotteshaus an der Schönen Aussicht zu finden, seit 2013 steht es unter Denkmalschutz. Die Moschee ist als Teil des Islamischen Zentrums Hamburg eine wichtige Institution für die islamische Gemeinde der Stadt. Eine Augenweide ist der prächtige Bau mit den Minaretten und den Mosaiken allemal – vor allem abends, wenn die türkisfarbene Fassade hell erleuchtet ist.

Infos: Blaue Moschee, Schöne Aussicht 36, Hamburg

Open-Air-Kunst: Die FrauenFreiluftGalerie Hamburg

Bei einem Spaziergang entlang der Elbchaussee kommt ihr an mehreren Blickfängen vorbei – den Wandgemälden der FrauenFreiluftGalerie nämlich. Sie zeigen, dass der Hafen zu Unrecht als Männerdomäne gilt, sondern dass Frauen schon sehr früh Teil der Arbeit hier waren. Auf den Gemälden, die von verschiedenen Kunstschaffenden stammen, sind Frauen zu sehen, die in der Fischindustrie, auf See, als Schweißerinnen oder bei der Tabak- und Kaffeeernte arbeiten. Die Galerie wurde Anfang der Neunziger von Dr. Elisabeth von Dücker und der Künstlerin Hildegund Schuster gegründet.

Infos: FrauenFreiluftGalerie, Große Elbstraße, 22767 Hamburg

Ein magischer Ort: Der Baum der Wünsche

Hinter dem Haynspark an der Meenkwiese versteckt sich diese kleine Hamburger Attraktion. Viele bunte Zettel baumeln an einem Faden, der sich um den mächtigen Baumstamm spannt. Was es damit auf sich hat? Ihr steht hier vorm Baum der Wünsche. Wer mag, kann seine Wünsche auf ein Stück Papier schreiben und es hier aufhängen. Das können eure eigene Wünsche sein oder auch Wünsche für eure Lieben. Hat etwas Märchenhaftes, dieser Ort. Und in Märchen können Wünsche wahr werden...

Infos: Baum der Wünsche, Meenkwiese, 20249 Hamburg

Schüler-Monument: Das Denk-Mal Güterwagen

Ein besonderes Denkmal, das an den grausamen Holocaust erinnert, ist der rote Güterwagen, der auf dem Gelände der Stadtteilschule Winterhude steht. Eine Schüler-Projektgruppe hat den Anstoß dazu geliefert. Der Waggon und die beiden Skulpturen davor erinnern an das Schicksal der beiden jüdischen Lehrerinnen Julia Cohn und Hertha Feiner-Asmus, die an der Schule Meerweinstraße unterrichteten. Als im April 1933 das Berufsbeamtengesetz erlassen und alle "Nicht-Arier" aus dem öffentlichen Dienst entlassen wurden, mussten auch die beiden Pädagoginnen gehen. Julia Cohn wurde 1941 in Riga ermordet, Hertha Feiner-Asmus starb 1943 während des Transports nach Auschwitz.

Infos: Denk-Mal Güterwagen, Stadtteilschule Winterhude, Meerweinstraße 26-28, 22303 Hamburg

Hamburgs ältestes Dampfschiff: Die St. Georg

Jeden Tag schippern Barkassen über die Alster. Sie gehören schon so zum Stadtbild, dass wir sie oft gar nicht mehr bewusst wahrnehmen. Ein besonderes Schmuckstück unter den Alsterdampfern ist die St. Georg. Sie wurde 1876 auf der Hamburger Reiherstiegwerft gebaut und ist damit das älteste, betriebsfähige Wasserfahrzeug, das auf der Alster unterwegs ist. Der historische Dampfer wird vom Verein Alsterdampfschifffahrt betrieben. In den warmen Monaten legt er stündlich vom Jungfernstieg zur historischen Alsterrundfahrt ab. An einigen Tagen geht die Fahrt auf den Kanälen bis nach Barmbek.

Alte Dame in Kirchwerder: Die Riepenburger Mühle

Die Riepenburger Mühle in Kirchwerder ist die Älteste unter den Windmühlen Hamburgs. Seit 1828 mahlt sie Korn zu Mehl – und das tut sie heute noch. Generell hat sie sich gut gehalten. Mit ihrem imposanten Unterbau und den roten Flügeln ist sie immer noch eine richtige Augenweide. Ihr könnt Hamburgs älteste Windmühle nicht nur besichtigen, sondern euch im zugehörigen Mühlenladen mit Leckereien wie Schokolade, Marmelade, Honig, Senf und Tee eindecken.

Infos: Riepenburger Mühle, Kirchwerder Mühlendamm 75, 21037 Hamburg

Hamburgs kultigste Seemanskneipe: Der Schellfischposten

Der Schellfischposten ist nicht nur Hamburgs älteste Hafenkneipe (sie existiert seit über 100 Jahren!), sondern auch Schauplatz für die beliebte Talk-Sendung "Inas Nacht". Legendär – neben Inas großer Klappe – sind die Gesangseinlagen des Wilhelmsburger Shanty-Chors "De Tampentrekker" und die Bierdeckelfragen, die Inas prominente Gäste beantworten müssen. Wenn wir schon beim Thema sind: Wir haben für euch die besten Bierdeckelfragen aus "Inas Nacht" zusammengetragen. Den Schellfischposten findet ihr unweit des Fischmarkts. Im Sommer könnt ihr euer Bier vor der Kneipe trinken und dabei auf die Elbe blicken. Da geht nix drüber.

Infos: Schellfischposten, Carsten-Rehder-Straße 62, 22767 Hamburg

Industrie trifft Natur: Der Uferpark in Wilhelmsburg

Das MS Dockville und somit auch das MS Artville konnten 2020 nicht stattfinden. Aber auch ohne Konzerte, Camping und Bier lohnt sich ein Besuch in den Uferpark, denn hier findet ihr ein wundervolles und vor allem ruhiges Fleckchen Erde. Auf der einen Seite versprüht der historische Rethehafen raue Industrieromantik, auf der anderen Seite besticht der kleine Park mit Natur und Kunst. Besonders beliebt ist die Installation "Abweg" des Künstlers Darko Caramello Nikolic. Der bunte, begehbare Tunnel ist ganzjährig aufgebaut.

Infos: Uferpark, Reiherstieg-Hauptdeich, 21107 Hamburg

Über diese Brücke musst du gehen: Die Wilhelminenbrücke

Es gibt so viele schöne Brücken in Hamburg, da ist es schwer zu sagen, welche die schönste ist. Besonders auffällig ist aber in jedem Fall die Wilhelminenbrücke, die über den Kehrwiederfleet führt. Sie ist nämlich mit einem steinernen Orientteppich bedeckt, den Steinmetz Frank Raendchen 2005 gefertigt hat. Da das Muster mit der Zeit verblasste, musste er es vor einiger Zeit erneuern. Seit 2019 könnt ihr über das neue Mosaik laufen. Der exotische Teppich ist ein Symbol für den Handel und Hamburgs Beziehung zur Welt.

Infos: Wilhelminenbrücke, Am Sandtorkai, 20457 Hamburg

Hamburgs ältestes weltliches Bauwerk: Der Leuchtturm auf Neuwerk

Obwohl die Insel Neuwerk gut 120 Kilometer von Hamburg entfernt liegt, gehört sie aus historischen Gründen zum Bezirk Hamburg-Mitte. Das ist eine Kuriosität, von der wir immer wieder gern erzählen. Was viele nicht wissen: Auf dem Eiland steht das älteste Profanbauwerk der Hansestadt, der Leuchtturm von Neuwerk. Das mit roten Backsteinen verkleidetet Gebäude wurde 1310 fertiggestellt. Zum Leuchtturm wurde es aber erst 1814. Davor handelte es sich um einen Wehrturm, auf dem Soldaten stationiert waren, die die Elbmündung vor Piraten schützen sollten.

Infos: Leuchtturm Neuwerk, Insel Neuwerk 1, 27499 Hamburg

Sehenswürdigkeiten in Hamburg, die ihr kennen solltet

Wir wollen aber auch die großen Attraktionen der Hansestadt nicht außer Acht lassen. Weiter gehts daher mit diesen Sehenswürdigkeiten in Hamburg, die ihr mal besucht haben solltet.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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