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Shutterstock / Galun Iurii
Hamburg

10 Situationen, die Radfahrende in Hamburg auf die Palme bringen

Hamburg soll zur Fahrradstadt werden, doch der Bau von Velorouten und breiten Fahrradstreifen braucht Zeit. Bis dahin gibt es noch einiges, was die Nerven der Hamburger Radfahrenden strapaziert.


Ampel am Bahnhof Dammtor: Besser schnell schalten

An der Alsterglacis vor dem Bahnhof Dammtor treffen viele Autos auf sehr viele Biker. Hier passieren mehr Unfälle als anderswo in Hamburg. Neben der reinen Menge an Verkehrsteilnehmenden ist daran womöglich eine ungünstige Ampelschaltung schuld: Richtung Uni haben rechtsabbiegende Autos zur gleichen Zeit Grün wie die Fahrradfahrenden. Verträumt zur Vorlesung radeln ist hier definitiv nicht empfehlenswert. Besser also schnell schalten und auch bei der grünen Ampelphase mal nach rechts und links schauen.

Verteilt über die Stadt: Kopfsteinpflasterrrrr

Historisches Kopfsteinpflaster ist in Hamburg schon fast eine Rarität, es macht Straßen interessant und rahmt Gebäude aus alten Zeiten erst richtig ein. Für Radfahrende ist es allerdings denkbar ungünstig, wenn der glatt geteerte Fahrradweg plötzlich in einer Holperpiste endet. Naja, zumindest macht so eine Schüttelkur am Morgen wach.

Kieler Straße: Buckelpiste voraus

Man könnte meinen, die Kieler Straße sei als Buckelpiste für Skispringende konzipiert worden. Leider liegt hier kein Schnee und die Unebenheiten, die sich da unter dem Asphalt ihren Weg bahnen, sind Wurzeln. Direkt darüber: der Radweg. Wer also die Kieler Straße von Altona hoch nach Eimsbüttel und Stellingen radelt, sollte sich nicht zu früh freuen, das Kopfsteinpflaster umgehen zu können. Denn von Wurzeln zerfressene Fahrradwege sind auch nicht ohne und gleichen an einigen Stellen einem Rodeo-Ritt. Weil Anschnallen nicht geht, besser gut festhalten.

Dulsberg: Laterne, Laterne

Ganz in der Nähe der U-Bahn Straßburger Straße befindet sich neuerdings ein Radweg. Eigentlich cool. Zumal Fahrradfahrende ja genau darauf hoffen – mehr ausgeschriebenen Platz für sie. Allerdings hat hier jemand bei der Planung wohl irgendwie nicht mitgedacht. Denn mitten auf dem Weg, also wortwörtlich IM Weg, steht eine Laterne. Achtung, Gegenfahr-Gefahr!

An der Alster: Geisterfahrer

Tausende Fahrradfahrende nutzen täglich die Radwege auf der östlichen Seite der Alster. Unglücklicherweise befindet sich hier allerdings nur ein sehr schmaler Radweg, der in beide Richtungen genutzt wird. Weicht ihr auf den danebenliegenden Fußweg aus, ist der Konflikt mit schlendernden Spaziergängern quasi vorprogrammiert. Hier gilt also: slow down!

Überall: Parkende Autos

Ein ausreichend großer Parkplatz ist in manchen Stadtteilen Hamburgs so selten zu finden wie ein vierblättriges Kleeblatt. Entsprechend kreativ werden die gebeutelten Autofahrenden. Ob dabei ein Radweg dran glauben muss, ist manch einem offenbar ziemlich egal. Sehr zum Leidwesen der Radfahrenden, die ständig von ihrem Bike springen oder gefährlich mitten auf die Straße ausweichen müssen.

Auf dem Kiez: Ausbremsende Partyspuren

Zugegeben: Am Abend oder nach dem Wochenende mit dem Drahtesel über die Reeperbahn zu fahren, ist einfach keine gute Idee. Solltet ihr doch einmal in die Verlegenheit kommen, wird euch sofort wieder einfallen, warum nicht. Während ihr im Slalom um grölende Betrunkene und staunende Touristen cruist, müsst ihr zu allem Überfluss höllisch aufpassen, nicht in Scherben zu fahren, die trotz Glasflaschenverbot ihren Weg auf den Kiez gefunden haben.

Vielerorts: Rasende Konkurrenz

Seit etwa zwei Jahren wird es noch ein bisschen enger auf den eh schon schmalen Radwegen Hamburgs. Denn neben den Fahrrädern haben nun auch andere Zweiräder hier Fahrerlaubnis: E-Scooter. Vor allem ungeübte Cruiser, die sich nicht zwischen Gasgeben und Bremsen entscheiden können, sind eine echte Herausforderung für alle Radfahrenden. Ach ja, und dann gibt es ja auch noch die plötzlich sehr erschöpften Scooter-Fahrer. Das sind die, die noch nicht einmal die Kraft haben, ihren E-Roller an die Seite zu stellen. Sie halten lieber an, steigen ab und lassen den Scooter genau dort stehen, wo er ist – mitten auf dem Radweg …

Verteilt über die Stadt: Spur ins Nichts

Ein Phänomen, das nicht nur uns in Hamburg beschäftigt, sondern es sogar schon ins ZDF Magazin Royale geschafft hat: Warum hört der Fahrradweg einfach hier auf?! Ja, warum eigentlich? Was haben sich die planenden Behörden und ausführenden Unternehmen dabei gedacht? War plötzlich das Geld alle? Hatten die Straßenbauarbeitenden keine Lust mehr? Kam was dazwischen? Das sind Fragen, die den Radfahrenden immer wieder durch den Kopf schießen, wenn sie gerade eben noch auf einem Radweg unterwegs waren, der plötzlich auf der Straße, dem Fußweg oder – noch schlimmer – im Nichts, also auf einem Grünsteifen endet.

Max-Brauer-Allee: Doppelt hält besser?

Das genaue Gegenteil dazu: der zweifache Fahrradweg. So gesehen zum Beispiel auf der Max-Brauer-Allee direkt am Bahnhof Altona. Stellt euch vor, ihr seid auf dem Fahrradweg auf der Straße unterwegs. Ihr blickt nach rechts – und seht doppelt. Auf dem Fußweg ist noch ein Fahrradweg. Kurz fragt ihr euch, ob ihr zu tief ins Glas geguckt habt, aber dann fällt euch ein, dass ihr gar nichts getrunken habt … Doppelt hält in diesem Fall nicht unbedingt besser, sondern führt eher zu Verwirrung.

Fahrrad fahren in Hamburg

Vielleicht wisst ihr es nicht, aber Radfahren macht mit einer passenden Hymne noch viel mehr Spaß. Neuer Fahrrad-Song für Hamburg: Die 10 coolsten Zeilen zum Mitsingen ist deshalb Pflicht. Und falls ihr euren geliebten Drahtesel parken möchtet, verraten wir euch Orte, an denen ihr euer Fahrrad sicher abstellen könnt.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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