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Frankfurt / Hamburg
Unsplash / Leon Skibitzki // kiekmo
Hamburg

10 Gründe, warum Hamburg besser ist als Frankfurt

Frankfurt, oh Frankfurt. Mit deinen Wolkenkratzern ziehst du internationale Gäste an. Aber uns überzeugst du nicht: Wir haben zehn Gründe, warum Hamburg besser ist als die Main-Metropole.


Äppler vs. Astra 

Was in Hamburg das Pils ist, ist in Frankfurt der Äppler, Äppelwoi oder Ebbelwei. Was dahinter steckt? Spricht man Äppelwoi mal ohne rheinfränkischen Dialekt aus, heißt das Apfelwein und ist ein alkoholisches Getränk aus vergorenen Äpfeln. Mit fünf bis sieben Prozent ähnlich alkoholhaltig wie Bier, aber geschmacklich ganz anders. Sauer, herb und bitter kommt das Frankfurter Traditionsgetränk daher. Und wagt es euch, den Äppelwoi aus etwas anderem als einem Bembel (ein unpraktischer Keramik-Krug) in ein Geripptes (ein stinknormales Glas mit Muster) zu gießen. Die Frankfurter kennen bei ihren Traditionen keinen Spaß! Wir bleiben dann doch lieber bei unserem Astra.

Schick vs. Nordisch 

Auch, wenn ihr Frankfurt vielleicht noch nie besucht habt, weiß man eines über die Stadt: Hier ist jeder schick gekleidet! Und das stimmt auch. Im Bankenviertel laufen scheinbar nur Manager, CEOs und leitende Persönlichkeiten durch die Gegend, die das zehnfache des eigenen Gehalts verdienen. Selbst sonntags, wenn man bei einem Spaziergang entlang der Mainpromenade das Wetter genießen will, scheint man als Tourist in schlichten Jeans und einem einfachen Shirt aufzufallen. Was ihr seht: Joggingshosen von Cartier, Mützen mit echtem Fell und Kinder, deren Pullover mehr wert sind, als unser gesamter Kleiderschrank. Frankfurter scheinen also wirklich Geld zu haben. Da loben wir uns doch den Hamburger, der mit Friesennerz und ausgelatschten Turnschuhen zur Arbeit geht.

Schatten der Hochhäuser vs. Sonne in der Altstadt

Frankfurt, Bankfurt, Mainhatten: Mit den gläsernen Wolkenkratzern, die das Stadtbild der Main-Metropole prägen, verbinden viele Internationalität und Buisiness. Kann ja sein, ist aber halt nicht cool, wenn man sich in seiner Lunch-Break, wie spießige Frankfurter ihre Mittagspause nennen, ein paar Sonnenstrahlen einfangen will. Die ach-so-modernen Wolkenkratzer machen nämlich Schatten in der ganzen Innenstadt! Da loben wir uns doch unsere von Fleeten gesäume Alt- und Neustadt, die uns samt Mittagessen empfängt.

Handkäs mit Musik vs. Labskaus 

Wenn ihr nie in Hessen wart, könnt ihr mit Handkäs mit Musik wahrscheinlich nichts anfangen. Seid froh! Hinter dem kuriosen Namen steckt nämlich ein wahrlich seltsames Gericht mit noch schlimmerem Geruch. Für Handkäs mit Musik nimmt man eine Zwiebel, die man fein hackt und in eine Marinade aus Essig, Öl, Zucker und Kümmel verwandelt. In diese Marinade kommt dann ein streng duftender Harzer Käse, der möglichst lang in dieser Marinade verweilen soll, damit sich alle Aromen verbinden. Das ganze schiebt man dann auf ein Brot und "genießt" es. Als wäre der Harzer Käse nicht schon genug, ist er in Verbindung mit rohen Zwiebeln und Kümmel ein wahrer Endgegner. Da loben wir uns doch wirklich die rote Pampe des Labskaus, das wir unser Traditionsgericht nennen.

Zeil vs. Mö 

Was in Hamburg die Mönckebergstraße ist, ist in Frankfurt die Zeil. Hier reiht sich ein großes Modegeschäft neben das nächste und vor lauter Touris und Einkäufern verliert man schnell mal den Überblick. Während die Mö jedoch von historischen Gebäuden wie dem Klöpper- oder dem Levantehaus gesäumt ist, findet ihr auf der Zeil – auch Prachtbauten. Da tut sich also nicht viel. Letztendlich sind beides hochfrequentierte Einkaufsstraßen mit überdurchschnittlich vielen Ketten. Also, fürs Shoppen lohnt es sich demnach nicht, nach Frankfurt zu fahren, denn die ganzen Geschäfte findet ihr auch hier.

Ferrari vs. Fahrrad 

Der Main zieht sich einmal durch die Metropole, genauso die schöne Promenade, die bis nach Offenburg führt. Da müssen wir ehrlich sein, dieser Teil Frankfurts ist wirklich schön und bietet sich ideal zum Fahrradfahren an – wenn nicht gerade Sonntag ist, die Sonne scheint und auf Grund von Corona sonst nichts möglich ist, denn dann ist die Promenade völlig überlaufen! Ansonsten fühlt man sich als Fahrradfahrer in Frankfurt eher wie eine Maus, die vor vier wildgewordenen Katzen davonhuscht. Fahrradwege Fehlanzeige! Stattdessen sind die Straßen gesäumt von teuren Autos, dessen Fahrer auch auf einem kurzen Straßenabschnitt zeigen wollen, wie laut und schnell ihr Maserati / Ferrari / Mercedes sein kann. Ein Glück, dass die Hamburger lieber das Fahrrad nehmen.

Ebbelwei-Express vs. Elbschifffahrt 

Was Ebbelwei heißt, wissen wir inzwischen. Aber jetzt gibts den auch noch besonders schnell? Nein, der Ebbelwei-Express ist eine Bimmelbahn, die Touris durch Frankfurts Innenstadt fährt und dabei mit dem Traditionsgetränk versorgt. Stellt euch eine alte Bahn vor, die eigentlich schon lange nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen sollte. Darin sind dann all die Leute, die sich in Hamburg über den ganzen Kiez verteilen: jaulende Kegeltouren, kreischende Junggesellinnenabschiede und grölende Männergruppen auf viel zu wenig Quadratmetern. Nicht schön. Bei uns übertönt glücklicherweise das Kreischen der Möwen das Grölen der Touris.

Sachsenhausen vs. Kiez

Will man in Frankfurt mal die Sau raus lassen, muss man nach Sachsenhausen. Hier befinden sich zahlreiche Kneipen und Apfelweinwirtschaften. Nein, auch hier kommt ihr nicht an dem Getränk vorbei! Aber keine Sorge, in Sachsenhausen gibt es auch Bier, Wein und Schnäpse. Am Wochenende tummeln sich die Besucher neben den Einheimischen in den schmalen, mit Kopfsteinpflaster gesäumten Straßen. Sachsenhausen gehört zu Frankfurts Altstadt und ist seit dem 14. Jahrhundert Teil der Stadt. Ok, ok, ist schon ganz cool, so ne Altstadt als Partymeile. Aber gegen unseren Kiez mit der Großen Freiheit und dem Hamburger Berg kommt doch nichts an!

Hessisch vs. Hamburger Schnack

Wie die Hesse schwätze? Ei, Guude! Zwar sprechen die meisten Leute in Frankfurt Hochdeutsch, doch sollte euch ein echter Hesse unterkommen, solltet ihr die Ohren spitzen. Da werden die As länger, die Ts weicher und eigentlich jedes S zu Sch. Sätze wie "Unn desdeweesche häbb isch heit sou schleschte Laune“ können euch dann entgegenkommen. Da loben wir uns doch den klar verständlichen Hamburger Schnack, der bei uns gesprochen wird und wo ein "Moin" alles bedeuten kann. Na gut, so ein Wort haben sie in Frankfurt scheinbar auch:

Kleinmarkthalle vs. Hamburger Märkte

Isemarkt, Goldbekmarkt, St. Pauli Nachtmackt und, und, und: Was wir besonders an Hamburg lieben, sind die vielen Märkte, die jeden Tag in einem anderen Stadtteil stattfinden und uns mit regionalen und internationalen Leckereien verführen. Dabei ist jeder Markt so einzigartig wie der Stadtteil, in dem er sich befindet. Und in Frankfurt? Da bietet die Kleinmarkthalle allen Hessen an sechs Tagen die Woche ein ähnliches Angebot. Allerdings immer am gleichen Ort, überdacht – also nichts mit Sonnenschein – und oft viel zu überfüllt und eng. Aber hier müssen wir ehrlich sein, die Kleinmarkthalle hat echt Charme und es macht einfach Spaß, sich durch die Köstlichkeiten der Verkäufer zu probieren – mit einem Äppelwoi in der Hand, versteht sich.

Warum Hamburg besser ist als Köln

Von der Main-Tropole zur Rhein-Tropole. Dass Hamburg nicht nur besser als Frankfurt, sonder auch als Köln ist, ist eigentlich klar. Aber hier sind vorsichtshalber nochmal Gründe, warum Hamburg besser ist als Köln.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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