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Küken, Enten, Entenfamile
Unsplash / Charles Jackson
Hamburg

Auf Abwegen: 4 tierische Einsätze der Hamburger Feuerwehr

So manches Mal fragt Mensch sich, was unsere gefiederten und felligen Freunde da bloß geritten hat. Unternehmen Tiere Ausflüge an ungewöhnliche Orte, greift die Hamburger Feuerwehr ein.


Tatortflucht nach Kollision mit U1

Ein besonders absurder Vorfall ereignete sich Ende April 2020 in Eppendorf. Zwischen Kellinghusenstraße und Klosterstern kollidierte die U1 mit einer Gans. Das Tier war gegen die Frontscheibe geflogen. Die Scheibe wurde durch den Aufprall geschädigt und die Fahrgäste mussten die Bahn verlassen. Der Vogel indes war am Unfallort nicht auffindbar. Ob er verletzt wurde, ist also unklar. Der Sprecher der Hochbahn gab gegenüber dem Hamburger Abendblatt an, einen solchen Zwischenfall noch nie erlebt zu haben.

Hoch hinaus

Anfang April 2020 gab es einen tierischen Einsatz für die Hamburger Feuerwehr: Sie retteten elf Entenküken samt Muttertier vom Dach der Asklepios Klinik Barmbek. Passanten hatten das aufgeregte Piepsen und Schnattern vernommen und die Einsatzkräfte alarmiert. Die brachten die Tiere in einer Rettungsbox auf sicheren Boden. Fraglich bliebt, wie die Entenfamilie überhaupt in diese schwindelerregende Höhe gelangen konnte. Kaum zu glauben: Anfang Mai gab es den gleichen Einsatz. Die Beamten retteten eine Entenmutter und sechs Küken vom Dach derselben Klinik. Scheinbar scheinen dort gute Brutverhältnisse vorzuherrschen. Die Feuerwehr setzte die Familie am Stadtparksee aus.

Seehund lümmelt am Elbstand

Mitte Mai 2020 staunte eine Spaziergängerin nicht schlecht: Da lag doch glatt eine Robbe am Elbstand! Sie hatte es sich auf dem Sand zwischen Teufelsbrück und Ringelnatztreppe gemütlich gemacht. Dabei sind Seehunde doch eher vor anderen Ufern anzutreffen. Die Frau meldete den Fund bei der Feuerwehr. Da der Seehund aber unverletzt war, rückte diese nicht aus. Die Tiere finden den Weg zurück ins Wasser von selbst. Zuletzt war im November 2019 eine Robbe am Anleger Teufelsbrück entdeckt worden, etwas früher im Jahr strandete ein Seehund-Baby in Finkenwerder. Der Grund für die Funde liegt darin, dass Seehunde gegen den Strom jagen und sich so hin und wieder auch nach Hamburg verirren.

Exotische Überraschungen

In Wedel bei Hamburg kam es Anfang Mai 2020 zu einem überraschenden Zusammenstoß mit einem Tier. Eigentlich war die Freiwillige Feuerwehrs wegen eines Wasserschadens gerufen worden. Da in der entsprechenden Wohnung niemand anzutreffen war, brachen die Einsatzkräfte die Tür auf. Im Badezimmer der überfluteten Wohnung fanden sie einen offenen Wasserhahn – sowie eine Boa constrictor vor. Nach einem ersten Schreck erfolgte die Beruhigung: Einer der Männer ist Biologe und konnte das 1,3 Meter lange Tier als Würgeschlange identifizieren. Sie wurde ins Wildtier- und Artenschutzzentrum nach Klein Offenseth-Sparrieshoop (Kreis Pinneberg) gebracht. Die Boa constrictor kann eine Länge von bis zu fünf Metern erreichen. Im Sommer 2019 war eine Python in der Bernadottestraße in Ottensen ausgebrochen. Anwohner entdeckten die Schlange in einem Komposthaufen. Einsatzkräfte der Feuerwehr brachten sie ins Tierheim Süderstraße.

Unsere Texte, Tipps und Empfehlungen richten sich an alle, die sich für Hamburg interessieren. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen. Nutzen wir die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

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