"Appelhoff & Botterfatt“-Markplatz: Viel Frisches, null Müll

(© Christopher Koch )

Der Begriff „Zero Waste“ ist in aller Munde. Für Andreas Achtziger der perfekte Zeitpunkt, einen Marktplatz ganz ohne Müll zu planen.

Mehr als 300 Millionen Tonnen Kunststoff werden jedes Jahr produziert. 62 Prozent des Plastikmülls in Europa stammen von Einwegverpackungen. Doch es geht auch anders. Der Begriff „Zero Waste“ macht die Runde. Das bedeutet: null Müll.

Auch der Hamburger Andreas Achtziger will bei der Vermüllung der Erde nicht mehr mitmachen. Er plant darum die Zero Waste-Markthalle „Appelhoff & Botterfatt“ in Hamburg und setzt dabei auf einen Mix aus Marktbetrieb, Pop-up-Stores und Gastronomie – alles möglichst verpackungsfrei, zumindest aber verpackungsarm. „Die Kunden sollen sich hier wohlfühlen, mit gutem Gewissen einkaufen und nebenbei auch noch viel erleben“, betont Achtziger. „Wir wollen nicht nur einen Ort schaffen, an dem man unverpackt einkaufen kann, sondern auch einen Maker-Hub, der Handwerkliches wieder an die Menschen heranführt.“ Zusätzlich stehen Pop-up-Flächen zur Verfügung, bei denen Jungunternehmer ihre Ideen und Produkte präsentieren können. Mittelfristig sollen hier mehrere Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen werden.

Die Kunden sollen sich hier wohlfühlen, mit gutem Gewissen einkaufen und nebenbei auch noch viel erleben.

Per Crowdfunding sucht Achtziger jetzt nach Unterstützern. Insgesamt 150.000 Euro will der Hamburger so für sein Herzensprojekt zusätzlich einsammeln. Mit dem Geld sollen wichtige Grundlagen finanziert werden – Kassensysteme, Kühllager, Inventar und die Ausgestaltung der Flächen. Auch muss ein effizientes Team gebildet werden. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Markthalle bereits im Frühjahr 2018 eröffnen und Erzeuger und Konsumenten aus der Region zusammenbringen.

Dauerhafte Marktfläche

Ursprünglich wurde dafür eine Fläche von 650 Quadratmetern gesucht. Weil Achtziger mit seinen Plänen für eine bezahlbare dauerhafte Marktfläche bei regionalen Erzeugern und Marktbeschickern offene Türen einrennt, wurde fix umgeplant. Jetzt soll die „Markthalle für alle Sinne“, wie Achtziger sie liebevoll nennt, eine Fläche von mindestens 1.000 Quadratmetern umfassen und in gut frequentierter Lage entstehen. „Sie wird ein Schmelztiegel und eine Drehscheibe für Ökologisches, Kulturelles und neue Ideen“, ist sich Achtziger sicher.

Mehr Informationen
www.appelhoff-botterfatt.de

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