(© picture alliance/ Christophe Gat )

Altona 93 zieht um: Altes Stadion weicht 300 Wohnungen

Nach jahrelangem Hin und Her ist es nun beschlossene Sache: Altona 93 hat den Abschied von der Adolf-Jäger-Kampfbahn offiziell bekannt gegeben. Auf dem bisherigen Gelände an der Griegstraße soll ein neues Wohnquartier für Ottensen entstehen.

Rund elf Jahre lang beschäftigte der anvisierte Verkauf der Heimstätte von Ottensens Traditionsverein Altona 93 nicht nur die Clubmitglieder und Fans, sondern das gesamte Viertel. Bereits im Jahr 2006 unterzeichneten die Verantwortlichen einen Kaufvertrag mit der Behrendt Grundstücke KG (GmbH & Co.) sowie dem Altonaer Spar- und Bauverein eG (altoba) in Höhe von 11,25 Millionen Euro – weiland vor dem Hintergrund finanzieller Nöte. Mit einer entsprechenden Ergänzung dieses Vertrags wird der Abschied von der Adolf-Jäger-Kampfbahn jetzt konkret. Demnach heißt es nun: Die Übergabe des Grundstücks an die Behrendt Gruppe und die altoba erfolgt gegen vollständige Kaufpreiszahlung, sobald Altona 93 ein Ersatzgrundstück gekauft, gepachtet oder gemietet, beziehungsweise für dieses ein Erbbaurecht erworben hat, spätestens jedoch am 31. Dezember 2026.

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Wir schaffen ein neues Stadion mit viel mehr Komfort.

Damit ist der Weg frei für ein neues Wohnquartier an der Griegstraße. Laut dem Hamburger Abendblatt planen die neuen Käufer den Bau von rund 300 Wohnungen, die aus einem "Drittelmix aus öffentlich geförderten und frei finanzierten Wohnungen sowie Eigentumswohnungen" bestehen sollen. Gleichzeitig kommt damit Bewegung in den zweistufigen Abschied des Clubs von seinem angestammten Gelände: Die Jugend- und Breitensportabteilungen von Altona 93 ziehen in den Sportpark an der Baurstraße, die Herrenabteilung blickt dem angestrebten Stadionneubau im Bereich Diebsteich/Memellandallee entgegen. Zwar müssen Umfang und Fassungsvermögen der geplanten Anlage noch finalisiert werden, doch Altona-93-Präsident Dirk Barthel ist sich im Gespräch mit dem Abendblatt sicher: "Wir schaffen dort ein Stadion mit viel mehr Komfort." Wann dieses genau fertig gestellt sein soll, ist derzeit noch nicht bekannt.

Der Verkauf der Adolf-Jäger-Kampfbahn war für Fußball-Traditionalisten eine durchaus emotionale und nicht leicht zu akzeptierende Entscheidung. Schließlich wurde hier seit der Eröffnung im Jahr 1908 Sport getrieben, was die AJK zu Deutschlands zweitältestem noch bespielten Stadion macht. Aber auch die längste Geschichte hat irgendwann ein Ende.

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