(© Unsplash / Alejandro Escamilla )

Alt-68er und Agentur-Heini: Diese 5 Typen begegnen euch in Ottensen

Ottensen ist bunt und vielfältig – und zieht genau deswegen diese fünf Typen magisch an, denen ihr hier garantiert täglich auf der Straße begegnet.

1. Der Yuppie

Früher war mehr Lametta – in Ottensen bedeutete besagtes Lametta vor allem niedrige Mieten, eine bunte Bevölkerung und viele, alternative Fleckchen. Besonders Letztere sind in den vergangenen Jahren immer mehr verschwunden. Stattdessen dominiert an so mancher Ecke ein klotziger Neubau die sonst so hübschen Altbaustraßen. Zum Beispiel in der Friedensallee: Vor einigen Jahren wurde das alte Zeiseglände neu bebaut und ein internationaler Werbekonzern zog ein. Und eben dieser brachte sie mit sich: die Agentur-Yuppies mit Vollbart und Aktentasche. Sie sitzen Mittags in der Gegend rum, schlürfen Flat White und tippen auf ihrem Macbook "very important" Mails zur neusten "case study", für die noch "asap" die "target audience" analysiert werden muss – schon klar.

2. Die Alteingesessenen

Apropos "Früher war alles besser" – niemand kennt sich so hervorragend mit diesem Thema aus wie: richtig, die Alteingesessenen. Verdient haben dieses Qualitätssiegel besonders die, die sich noch an den Hertie in der Ottenser Hauptstraße oder an das alte Bismarckbad erinnern können. In nostalgischen Erinnerungen an diese guten, alten Zeiten schwelgen sie besonders gerne am Tresen der alten Ottenser Raucherkneipen – zumindest, bis diese auch dran glauben muss, und einem neuen, hippen Gastronomie-Konzept Platz macht.

3. Die Öko-Mutter

Ihr trefft sie in Scharen, wenn die Bio-Pastinaken bei Alnatura im Angebot sind oder der Unverpackt-Laden um die Ecke endlich wieder Bienenwachstücher verkauft: Öko-Muttis. Was diesen Typen ausmacht? Für sie ist Ein-Euro-Fünfzig-Kosmetik-Artikel von der Drogerie undenkbar (die Aluminiumsalze! Die Parafine!). Sie tragen leichte Leinenkleidung wie eine Uniform und Obst und Gemüse, das nicht vom Demeter-Hof kommt, finden sie fast ungenießbar. Das Auto? Schon lange abgeschafft. Dass die Öko-Mamas mit dieser Lebenseinstellung eigentlich gar nicht so falsch liegen und wenigstens ihren Teil zum Umweltschutz beitragen, ist irgendwie dennoch schwer einzusehen, wenn sie euch euren wohlverdienten Feierabend-Burger miesreden.

4. Die Wochenend-Besucher

Wir haben es alle verstanden: Ottensen ist cool. Mit seinen alternativen Bars, Läden und Kulturangeboten ist es hier noch bunt genug, um das junge Ausgehvolk in Scharen anzuziehen. In Ottensen angekommen, lässt es sich auf dem Bordstein des Alma-Wartenberg-Platz nieder, kauft billig im Kiosk, aber nutzt die Toiletten der umliegenden Kneipen und pöbelt bis spät in den Abend. Glasscherben und Müll? Können liegen bleiben. Ist ja schließlich nicht das eigene Viertel.

5. Der Künstler

Wenn der Großteil der Bevölkerung schon längst Mittagspause macht, dann erwacht der Künstler langsam aus seinem Schlummer. Er ist spät ins Bett gegangen, weil er am Abend vorher eine plötzliche Eingebung hatte. Die musste er selbstverständlich sofort zu Papier bringen. Abends trifft er sich gerne mit anderem Künstlervolk in den Ottenser Bars, diskutiert Kafka und Picasso und raucht am liebsten Zigaretten, die er sich von anderen geschnorrt hat (siehe: brotlose Kunst). Ottensen findet er toll, weil das alternative Viertel mit seiner kreativen Bevölkerung einfach so "mega inspirierend" ist.

Hamburg und seine Typen

Nicht nur in Ottensen erkennt man die Viertelbewohner schon von weiten. Glaubt ihr nicht? Dann klickt euch durch diese 7 Typen, die ihr immer auf dem Kiez findet und durch diese 5 Eimsbüttler Typen, die jeder kennt.

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