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Alles neu auf der Reeperbahn: Breitere Geh- und Radwege für den Kiez

Die Reeperbahn ist zu schäbig. So sieht es der Bezirk Hamburg-Mitte. Deswegen soll jetzt viel Geld für Bauarbeiten in die Hand genommen werden.

Die einen sehen darin einen gewissen Charme, für die anderen ist dieser "Charme" nur eine Ausrede für marode und verdreckte Wege: Die Reeperbahn macht nicht an allen Stellen den besten Eindruck. Zwar wurde der östliche Abschnitt zwischen der U-Bahn-Haltestelle St. Pauli und der Davidwache bereits vor Jahren saniert. Unter anderem wurden dort die Gehwege verbreitert, es ist ein bepflanzter Mittelstreifen zwischen den Fahrbahnen entstanden und seitliche Haltebuchten am Straßenrand wurden entfernt. Im westlichen Abschnitt bis zum Nobistor ist seitdem aber nichts passiert. Gerade zu den Party-Stoßzeiten am Wochenende und bei Großveranstaltungen ist auf den engen Gehwegen kein Durchkommen. Autos können sich dagegen stellenweise auf bis zu sechs Spuren breit machen.

Das möchte die Bezirksversammlung Mitte nun ändern. SPD und Grüne haben einen Antrag auf den Weg gebracht, der ein neues Gestaltungs- und Verkehrskonzept für die Reeperbahn vorsieht. Welche Maßnahmen genau Sinn machen, das sollen Fachleute prüfen. Der Fokus soll dabei auf der Verbreiterung und Sanierung der Wege im Westteil liegen. Da die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer auf der Reeperbahn steigt und es immer häufiger zu Konflikten zwischen den Verkehrsteilnehmern kommt, soll zusätzlich eine einheitliche Radverkehrsführung für die gesamte Reeperbahn entwickelt werden.

Das Ende der sündigen Meile?

Wer besorgt ist, dass sich die Reeperbahn jetzt noch stärker in eine Schickimicki-Meile verwandelt, kann vorerst durchatmen. Dem Hamburger Abendblatt sagte die SPD-Bezirksabgeordnete Sabrina Hirche: "Wir wollen nichts boulevardisieren, aber ein besseres Erscheinungsbild." Die beiden Abschnitte der Feiermeile sollen sich einfach etwas aneinander angleichen. Das werde von Anwohnerinnen, Gastronomiebetrieben und Besuchern gleichermaßen befürwortet. Die Bauarbeiten auf der Reeperbahn könnten frühestens Anfang 2020 beginnen. Wie viel sie kosten werden, weiß im Moment keiner. Mehrere Millionen Euro werden es allerdings schon sein.

Auch ein Verkaufsverbot von Alkohol nach 22 Uhr findet auf dem Kiez mittlerweile zahlreiche Unterstützer. Wenn diese Maßnahme weniger Menschen veranlassen würde, an jedem zweiten Hauseingang ihr Geschäft zu verrichten, wäre damit für den Kiez schon viel gewonnen.

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